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Impfung gegen Schweinegrippe --Nein oder nein

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Impfung gegen Schweinegrippe --Nein oder nein

Beitragvon ewa » So Okt 25, 2009 12:22

Hallo und guten Morgen,

habe Euch ein paar Infos zusammengetragen:
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Mexikanische Gedanken zur Schweinegrippe

Pandemie der Profitg(e)ier

Auf der Erde sterben jedes Jahr 2 Mio. Menschen an der Malaria, die ganz einfach durch ein Moskitonetz geschützt werden könnten. Und den Nachrichten ist es keine Zeile wert.

Auf der Erde sterben jedes Jahr 2 Mio. Mädchen und Jungen an Durchfallerkrankungen, die mit einer isotonischen Salzlösung im Wert von ca. 25 Cent behandelt werden könnten. Und den Nachrichten ist es keine Zeile wert.

Die Masern, Lungenentzündungen und andere, mit relativ preiswerten Impfstoffen heilbare Krankheiten rufen jedes Jahr bei fast 10 Mio. Menschen den Tod hervor. Und den Nachrichten ist es keine Zeile wert.

Aber als vor einigen Jahren die famose "Vogelgrippe" ausbrach, überfluteten uns die globalen Informationssysteme mit Nachrichten. Mengen an Tinte wurden verbraucht und beängstigende Alarmsignale ausgegeben. Eine Epidemie, die gefährlichste von allen!

Eine Pandemie!

Die Rede von der schrecklichen Krankheit der Hühner ging um den Globus. Und trotz alledem, die Vogelgrippe hatte weltweit "nur" 250 Menschen zu beklagen. 250 Menschen in zehn Jahren, das ist ein Mittel von 25 Menschen pro Jahr. Die normale Grippe tötet jährlich weltweit ca. 500.000 Menschen. Eine halbe Million gegen 25 .

Einen Moment mal. Warum wird ein solcher Rummel um die Vogelgrippe veranstaltet?

Etwa weil es hinter diesen Hühnern einen "Hahn" gibt, einen Hahn mit gefährlichen Spornen.

Der transnationale Pharmariese Roche hat von seinem famosen Tamiflu zig Millionen Dosen alleine in den asiatischen Ländern verkauft. Obgleich Tamiflu von zweifelhafter Wirksamkeit ist, hat die britische Regierung 14 Mio. Dosen zur Vorsorge für die Bevölkerung gekauft. Die Vogelgrippe hat Roche und Relenza, den beiden Herstellern der antiviralen Produkte milliardenschwere Gewinne eingespült.

Zuerst mit den Hühnern, jetzt mit den Schweinen. Ja, jetzt beginnt die Hysterie um die Schweinegrippe. Und alle Nachrichtensender der Erde reden nur noch davon. Jetzt redet niemand mehr von der ökonomischen Krise, den sich wie Geschwüre ausbreitenden Kriegen oder den Gefolterten von Guantanamo .

Nur die Schweinegrippe, die Grippe der Schweine?

Und ich frage mich, wenn es hinter den Hühnern einen großen Hahn gab, gibt es hinter den Schweinen ein "großes Schwein"?

Was sagt ein Verantwortlicher der Roche dazu: "Wir sind sehr besorgt um diese Epidemie, soviel Leid, darum, werden wir das wundervolle Tamiflu zum Verkauf anbieten."

Und zu welchem Preis verkaufen sie das wunderbare Tamiflu? OK, wir haben es gesehen. 50 US$ das Päckchen. 50 US$ für dieses Schächtelchen.

Tabletten? Verstehen Sie doch, die Wunder werden teuer bezahlt. Das was ich verstehe ist, dass diese multinationalen Konzerne einen guten Gewinn mit dem Leid der Menschen machen .

Die nordamerikanische Firma Gilead Sciences hält das Patent für Tamiflu.

Der größte Aktionär dieser Firma ist niemand weniger als die verhängnisvolle Person, Donald Rumsfeld, der frühere Verteidigungsminister der US- Administration George W. Bushs, der Urheber des Irak-Krieges. Die Aktionäre von Roche und Relenza reiben sich die Hände, sie sind glücklich über die neuen Millionen-Gewinne mit dem zweifelhaften Tamiflu.

Die wirkliche Pandemie ist die Gier, die enormen Gewinne dieser "Gesundheitssöldner".

Wir sind nicht gegen die zu treffenden Vorbeugemaßnahmen der einzelnen Staaten. Aber wenn die Schweinegrippe eine so schreckliche Pandemie ist, wie sie von den Medien angekündigt wurde, wenn die Weltgesundheitsorganisation so besorgt ist, um diese Krankheit, warum wird sie dann nicht zum Weltgesundheitsproblem erklärt und die Herstellung von Generika erlaubt, um sie zu bekämpfen? Das Aufheben der Patente von Roche und Relenza und die kostenlose Verteilung von Generika in allen Ländern, die sie benötigen, besonders in den ärmeren, wäre die beste Lösung.

(Aus der mexikanischen Tageszeitung "La Jorna")

Grüße von ewa

Schmerzen lindern O H N E Chemie
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Beitragvon Stony » So Okt 25, 2009 14:00

Also diesen "Gedanken" kann ich mich nur anschliessen ....

Könnte mir vorstellen, dass manche Viren auch künstlich erzeugt werden .... wegen dem Aktienkurs und so ... :Q

T.
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@ewa

Beitragvon MmeTortue » So Okt 25, 2009 18:08

Hallo ewa,

Danke fuer Dein Posting!

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Beitragvon ewa » Mo Okt 26, 2009 0:41

...und hier noch "Der Spiegel", und das gibt einem dann den Rest!
Nach der gestrigen Umfrage des Infas-Instituts (Quelle Nachrichten WDR gestern 14.00 Uhr) liegt die Impfbereitschaft der Deutschen NOCH bei 13%!!! Und die Regierung droht auf den Millionen Impfdosen sitzen zu bleiben, Recht so!


Hier die Info zur Neuen Grippe:

(19.10.2009) Nachdem letzte Woche bekannt wurde, dass die Bundeswehr- und Beamte einen eigenen Impfstoff gegen die Schweinegrippe ohne Wirkverstärker bekommen wird, weitet sich die Bezugsgruppe nun auf Politker weiter aus.
Laut Innenministerium musste der Bund das Präparat vom Hersteller Baxter kaufen, weil es dem Pharma-Unternehmen und dem Beschaffungsamt des Bundes seit mehreren Jahren einen Liefervertrag für Impfstoffe gibt.
... die Highlights aus dem SPIEGEL-Artikel!
Der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft
(Prof. Dr. Wolf-Dieter Ludwig) sagt:
"Ich kläre sie (seine Patienten der Hochrisikogruppe; Anm. d. Verf.)
auf über Nutzen und bekannte Risiken. Aktiv empfehlen kann ich ihnen
den Impfstoff aber derzeit nicht."

Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und
Familienmedizin, Prof. Dr. Michael Kochen, empfiehlt den deutschen
Hausärzten, nicht zu impfen. "Das Schadensrisiko überwiegt den Nutzen"
, sagt der Göttinger Professor.

Dr. Wolfram Hartmann, Präsident des Bundesverbands der Kinder- und
Jugendärzte, wirft der Bundesregierung "wissenschaftliche Falschaussage
n" vor. Wie bei Schwangeren so gelte auch für Kinder unter drei Jahren: "Der Impfstoff ist an ihnen noch überhaupt nicht getestet,
deshalb ist das Risiko einfach zu groß, ihn jetzt bedenkenlos einzusetzen."

"Die Deutschen sind so etwas wie die Versuchskaninchen für den US- Markt," meint der Arzt und Apotheker Wolfgang Becker-Brüser. Er beschäftigt sich seit dreißig Jahren mit Medikamentenstudien der
Pharmazeutischen Industrie; Herausgeber der Informationsschrift "
Arznei-Telegramm").
Quelle:
www.spiegel.de/spiegel/0,1518,655762,00.html

...und hier der vollständige Artikel im Druckformat:

19. Oktober 2009, 00:00 Uhr
Seuchen
Immun gegen die Impfung

Von Veronika Hackenbroch und Gerald Traufetter

Kinderärzte rebellieren, Frauenärzte warnen: Die Impfkampagne gegen
die Schweinegrippe gerät in Verruf. Sind die Deutschen Versuchskaninchen in einem gigantischen Pharmaexperiment?

Auf der onkologischen Station von Chefarzt Wolf-Dieter Ludwig liegen
vor allem Patienten mit Blutkrebs, bösartigen Lymphomen und anderen
Tumoren. Viele haben eine Chemotherapie hinter sich, ihr Immunsystem
ist ausgezehrt.

"Diese Menschen gehören eigentlich zur Hochrisikogruppe, die würde
man als Erste gegen eine pandemische Grippe impfen", sagt Ludwig,
Chefarzt am Helios Klinikum in Berlin-Buch.

"Eigentlich", Ludwig spricht dieses Wort sehr langsam und nachdenklich
aus. Immer wieder redet er in diesen Tagen mit seinen Patienten auch
über die Schweinegrippe. "Die sind natürlich sehr besorgt, weil sie
um ihre Infektionsanfälligkeit wissen", erzählt der 57-jährige Arzt. "
Ich kläre sie auf über Nutzen und bekannte Risiken", sagt Ludwig, "
aktiv empfehlen kann ich ihnen den Impfstoff aber derzeit nicht."

Ludwig ist nicht irgendwer im deutschen Gesundheitssystem. Als
Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft ist
er eine Autorität in der Bewertung von Medikamenten. Und dieses Mal
fällt sein Urteil vernichtend aus: "Wir sind unglücklich über diese
Impfkampagne." Sie werfe zahlreiche Probleme auf, und ihr Nutzen sei
ungewiss, zürnt Ludwig: "Die Gesundheitsbehörden sind auf eine
Kampagne der Pharmakonzerne hereingefallen, die mit einer vermeintlichen Bedrohung schlichtweg Geld verdienen wollten."

Während die Landesgesundheitsministerien dieser Tage die letzten
Vorbereitungen für das Verteilen der Grippe-Vakzinen treffen,
herrscht Verwirrung, Unsicherheit und Chaos. Angelegt ist sie als
größte Impfmaßnahme in der Geschichte der Bundesrepublik.
50 Millionen Dosen des von GlaxoSmithKline (GSK) produzierten Impfstoffs Pandemrix werden von diesem Montag an von einem geheimen Ort in der Nähe der traditionsreichen Dresdner Serumwerke in Lastwagen geladen.
Gut gekühlt rollen sie dann in die Bundesländer, von dort in
Arztpraxen und Gesundheitsämter - und sollen schließlich in die
Oberarme zunächst von Bediensteten des Gesundheitswesens sowie
Risikopatienten gespritzt werden.

Die Impfstrategie der Behörden bricht binnen kurzem in sich zusammen

Doch unter Ärzten, Pharmaexperten und Politikern flammt Widerstand
auf gegen die gewaltige Impfaktion, die den Staat und die Krankenkassen
mindestens 600 Millionen Euro kostet.

Die Verwirrung begann, als die Ständige Impfkommission (Stiko) in der
vorvergangenen Woche für Schwangere einen anderen Impfstoff empfahl.
Einen, der keinen Wirkverstärker ("Adjuvans") enthält. Dieser
stachelt das Immunsystem besonders an. Deshalb kann er helfen, den
Impfstoff zu strecken, so dass aus einer bis zu vier Impfdosen
gemacht werden können.

Doch Vakzinen ohne Zusatzstoffe haben die Behörden nicht, und jetzt
muss der zuständige Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium,
Klaus Theo Schröder, als Bittsteller rund um die Welt telefonieren: "
Es laufen derzeit Gespräche mit Herstellern sowie den Gesundheits
ministerien in Frankreich und den USA mit dem Ziel, für Schwangere auch
nichtadjuvantierten Impfstoff zu beschaffen", sagt Schröder. Ob er
ihn bekommt, kann er noch nicht sagen. Denn die Lager der Hersteller
sind leer. Die weltweite Produktion, allein bei GSK 440 Millionen
Dosen, ist fast vollständig verkauft.

Binnen kurzem ist die ganze Impfstrategie der Behörden in sich
zusammengebrochen. Denn immer mehr Ärzte raten nicht nur Schwangeren von der Impfung ab und begründen das einerseits mit dem unkalkulierbaren Risiko durch die Adjuvantien, andererseits aber auch mit dem eher geringen Nutzen der Impfung: Das Schweinegrippe-Virus nämlich hat sich keineswegs als jener große Killer entpuppt, der beim Ausbruch im Frühjahr in Mexiko angekündigt worden war.

Der Gedanke an eine Massenimpfung verblasst

Sogar die Stiko, sonst ein der Pharmaindustrie wohlgesinntes Gremium,
lässt in ihrer Impfempfehlung Zweifel durchscheinen. Plötzlich
verblasst der Gedanke an eine Massenimpfung: Bevor die gesunde
Bevölkerung dazu aufgerufen wird, wolle man sich spätestens Mitte
November noch einmal zusammensetzen, die Lage bewerten "und
diskutieren, ob wir es dem Rest der Bevölkerung empfehlen", so Stiko-
Mitglied Ulrich Heininger.

Offene Rebellion herrscht dagegen unter Allgemeinmedizinern und
Kinderärzten. Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmed
izin und Familienmedizin, Michael Kochen, empfiehlt den deutschen
Hausärzten, nicht zu impfen. "Das Schadensrisiko überwiegt den Nutzen", sagt der Göttinger Professor.

Wolfram Hartmann, Präsident des Bundesverbands der Kinder- und
Jugendärzte, wirft der Bundesregierung "wissenschaftliche Falschaussagen" vor. Wie bei Schwangeren so gelte auch für Kinder unter drei Jahren: "Der Impfstoff ist an ihnen noch überhaupt nicht getestet,
deshalb ist das Risiko einfach zu groß, ihn jetzt bedenkenlos einzusetzen."

Dabei sei gerade diese Altersgruppe speziell gegen die Schweinegrippe
zu schützen: Besonders Kinder mit chronischen Krankheiten, so weiß
man aus Ländern mit hoher Schweinegrippe-Durchseuchung, leiden unter
einem schweren Infektionsverlauf.

Dem Impfstoff ist ein Konservierungsstoff beigefügt

Hartmann kann einfach nicht verstehen, wie die Behörden einen
Impfstoff kaufen konnten, der Wirkverstärker enthält. "Kinder haben
ein Immunsystem, das zu Überreaktionen neigt, und genau die könnten
durch Adjuvantien ausgelöst werden." Und zusätzlich sei dem Impfstoff
auch noch ein Konservierungsstoff beigefügt, eine Quecksilberverbindung. "Das Zeug hat man in heutigen Impfstoffen für Kleinkinder bewusst herausgehalten", sagt Hartmann. (Anm. ewa: löst allergische Reaktionen an der Einstichstelle au, durchaus aber auch am ganzen Körper)

Entsprechend perplex reagierte die Öffentlichkeit, als vergangene
Woche bekannt wurde, dass sich die Bundeswehr für nichtadjuvantierten
Impfstoff der Firma Baxter entschieden hat. Das Absurde dabei: Der
Baxter-Impfstoff ist zwar adjuvansfrei. Dafür ist er aber noch
weniger erprobt als die Spritze von GSK.

Doch nicht nur im Verteidigungsministerium kämpft man mit eigenen
Waffen gegen die Pandemie. Auch das Bundesinnenministerium hat für
die Mitglieder der Bundesregierung, der Ministerien und nachgeordneter
Behörden eine spezielle Lieferung bestellt. "Wir haben 200.000 Dosen
des nichtadjuvantierten Impfstoffs Celvapan der Firma Baxter gekauft",
gab Ministeriumssprecher Christoph Hübner gegenüber dem SPIEGEL zu:
Nicht nur für die Kanzlerin ist also ein anderes Mittel vorgesehen
als für das gemeine Volk, sondern auch für die Mitarbeiter des Paul-
Ehrlich-Instituts (PEI), die für die Zulassung von Impfstoffen
zuständig sind.

Für Arzneimittelkommissionschef Ludwig ist das "ein Skandal", der den
Menschen kaum zu vermitteln sei. Auch Angela Spelsberg von der Anti-
Korruptionsinitiative Transparency International empört sich: "Die
Sache stinkt zum Himmel." Ein parlamentarische Untersuchungs-
ausschuss müsse die Vergabe des Auftrags an den Impfstoffhersteller GSK überprüfen.

Angesichts dieser Debatten zeigen sich immer mehr Deutsche immun
gegen die Impfung. Es zeichnet sich ab, dass die teure Aktion zum
Flop werden dürfte. Auf den Fall jedenfalls, dass Impfstoff übrig
bleibt, hat man sich bereits vorbereitet: Er soll als milde Gabe in
Entwicklungsländern gespendet werden.

Eine willkommene Marktbelebung in finsterer Krisenzeit

Neben den Armen dieser Welt dürften sich aber vor allem die
Pharmamultis freuen. Für sie ist die Schweinegrippe schon jetzt das,
was für die Autoindustrie die Abwrackprämie war: eine willkommene
Marktbelebung in finsterer Krisenzeit.

Die Arzneiunternehmen plagt zudem ein ganz grundsätzliches Leiden:
Ihre Entwicklungs-Pipelines sind bedrohlich leer, neue Blockbuster
kaum in Sicht - während zugleich viele der derzeitigen Kassenschlager
in den nächsten Jahren ihren Patentschutz verlieren und somit billige
Nachahmerpräparate auf den Markt drängen werden.

Bei Impfstoffen hingegen gibt es keine Nachahmerpräparate. Und so
sind die Vakzinen für die Pharmaindustrie längst kein Nischengeschäft
mehr, sondern ein Heilsbringer für bedrohte Bilanzen. Immer mehr
große Konzerne wollen auf sie ihre Zukunft bauen.

Die Zeiten, in denen pro Spritze nicht mehr als ein paar müde Mark zu
verdienen waren, sind ohnehin längst vorbei; die neuartige Impfung
gegen Gebärmutterhalskrebs etwa kostet in Deutschland pro Dosis
stolze 159 Euro. (Impfung gegen 3 Typen HPV-Virus, NICHT gegen Gebärmutterhalskrebs, aber das ist ein eigenes Thema, Anm. ewa)

Auch könnten Impfungen bei vielen großen Krankheiten der Welt - Aids,
Alzheimer, Malaria etwa - helfen, den Ausbruch zu verhindern. Der
Blockbuster-Status wäre garantiert - und ein gutes Image dazu, nicht
unwichtig für die ständig unter Beschuss stehende Pharmabranche.

Wer im Impfgeschäft erfolgreich sein will, muss auf neue Techniken
setzen

Analysten sagen der Impfstoffindustrie ein jährliches Wachstum von 18
Prozent voraus, im Vergleich zu 4,4 Prozent für die Pharmabranche
insgesamt. Nachdem dieses Jahr bereits der Pharmagigant Pfizer den
Impfspezialisten Wyeth aufgekauft hat, verkündeten vor wenigen Wochen
gleich drei weitere Pharmariesen - Abbott Laboratories, Johnson &
Johnson und Merck -, Anteile oder Rechte an Impfstoffproduzenten
kaufen zu wollen.

Eines allerdings ist dabei allen klar: Wer im Impfgeschäft erfolgreich
sein will, muss auf neue Techniken setzen. Und neben der Gentechnik
sind dabei gerade die Wirkverstärker die Hoffnungsträger schlechthin,
weil sie die Immunabwehr des Menschen zu Höchstleistungen anspornen. "
Die Adjuvantien bieten Lösungen für die großen Probleme der
Impfstoffforschung", sagt etwa der Mediziner Ruprecht Schmidt-Ott vom
Fachbereich Impfstoffe bei GSK in München. Nicht nur in der
umstrittenen Schweinegrippe-Spritze, auch im GSK-Impfstoff Cervarix
gegen Gebärmutterhalskrebs (leider wieder falsch!!!) sei ein verstärkender Zusatz enthalten.
Ein entsprechender Tuberkulose-Impfstoff befinde sich in der
klinischen Erprobung. "Und wir hoffen, dass wir in wenigen Jahren den
ersten Malaria-Impfstoff der Welt, der ein weiteres Adjuvans enthält,
auf den Markt bringen können."

Tatsächlich könnten die Wirkverstärker die Impfstoffentwickler genau
dort voranbringen, wo sie bislang gescheitert sind: bei jenen
Krankheiten, bei denen sich das Immunsystem nicht so leicht gegen den
Übeltäter aufwiegeln lässt: Malaria, Aids, Alzheimer, Krebs, Herpes
oder Magengeschwüre, wie sie das Bakterium Helicobacter pylori
auslöst.

Kein Wunder, dass die neuen Substanzen geradezu bejubelt werden. "Der
Traum wird wahr", schwärmte das sonst so nüchterne Fachblatt "Human
Vaccines"; "Neue Horizonte" tun sich für "Trends in Immunology" auf.
Der Durchbruch in eine neue Impfstoffära schien geschafft.

Die Gefahr überschießender Immunreaktionen wird zu groß eingeschätzt

!!!!!!Ausgerechnet die US-Arzneimittelzulassungsbehörde FDA jedoch zeigt
sich bislang sehr skeptisch gegenüber den Wundersubstanzen. Kein
einziger Impfstoff mit neuartigem Adjuvans ist dort bislang
zugelassen. Zu groß schätzt die FDA die Gefahr überschießender
Immunreaktionen ein.!!!!!!!!!

Auch bei der GSK-Vakzine treten Nebenwirkungen häufiger auf als bei
einem einfachen Pandemie-Impfstoff ohne Adjuvans, so zeigte eine
Vergleichsstudie: Es gab mehr Rötungen, Schwellungen und Verhärtungen
an der Einstichstelle, öfter Fieber, mehr Glieder- und Kopfschmerzen.
Aus Tierstudien mit verschiedenen Adjuvantien sind auch schmerzhafte
Gelenkentzündungen als Nebenwirkung bekannt. Trotz verlockender
Möglichkeiten fiel für die FDA die Nutzen-Risiko-Bewertung deshalb
bislang immer negativ aus.

Auch als es darum ging, einen Schweinegrippe-Impfstoff zu entwickeln,
setzten die USA, wie einige Jahre zuvor bereits bei der Vogelgrippe,
ganz bewusst auf Altbewährtes. Inzwischen sind vier Präparate in den
USA zugelassen, keines davon enthält einen Wirkverstärker. Auch ein
Lebendimpfstoff, der abgeschwächte Viren enthält und als Nasenspray
verabreicht wird, ist ein herkömmliches Produkt. Für den Fall, dass
der Impfstoff nicht reicht und verdünnt werden muss, kaufte die US-
Regierung zwar Adjuvans ein; dieses wird jedoch erst einmal nur
eingelagert.

Die Vorsicht der Amerikaner erklärt sich unter anderem auch mit den
hohen Haftungssummen, die in den USA bei Impfschäden fällig sind. "
Die Beweislast liegt dabei nicht auf der Seite der Betroffenen, so
wie das bei uns der Fall ist", sagt Wolfgang Becker-Brüser vom
pharmakritischen "arznei-telegramm".

So ließen sich in Europa die Verantwortlichen von Anfang an von den
Versprechungen der Adjuvantien verzaubern, allen voran Johannes Löwer,
in Kürze scheidender Chef des für Impfstoffe zuständigen Paul-Ehrlich-
Instituts und oberster Vakzin-Berater der Regierung.

Erfindung des Musterzulassungsverfahrens

2005, in Erwartung einer Vogelgrippe-Pandemie, plädierte er dafür,
zur Abwehr ganz auf Wirkverstärker zu setzen - und er kritisierte
scharf den konservativen Ansatz der USA. Nur mit Hilfe eines Adjuvans
könnten schnell genug ausreichend viele Dosen hergestellt werden. "
Der H5N1-Impfstoff, der gerade in Amerika getestet wird, würde der
deutschen Bevölkerung im Pandemie-Fall alles andere als helfen",
erklärte er in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" - und
sieht sich nun von der Realität widerlegt: In den USA läuft die
Schweinegrippe-Impfaktion mit klassischen Vakzinen bereits seit zwei
Wochen.

Löwers Sonderweg sah anders aus: Im Auftrag der Regierung, so der PEI-
Chef vor zwei Jahren, habe sein Institut nach Gesprächen mit
Herstellern eine alternative Strategie entwickelt.

Das Massensterben bei einer Vogelgrippe-Pandemie vor Augen, wurde
dazu ein Musterzulassungsverfahren erfunden: Die Hersteller dürfen
ihre Impfstoffe demnach bereits vor Eintritt einer Pandemie
genehmigen lassen. Im Ernstfall muss dann nur noch das Antigen
ausgetauscht werden. Inzwischen sind in Europa drei Pandemie-
Impfstoffe nach diesem Verfahren endgültig zugelassen worden. Zwei
davon enthalten Adjuvantien, einer wächst, auch dies ein neuartiges
Verfahren, auf Zellkulturen. Keiner setzt auf altbewährte Technik.

Im Fall eines Killers wie der Vogelgrippe hätten die neuartigen
Substanzen durchaus Vorteile geboten, die die Risiken vermutlich bei
weitem aufgewogen hätten. Auch bei Malaria, Tuberkulose, Aids, Krebs
oder anderen Geißeln der Menschheit könnten Adjuvantien durchaus
segensreich sein. Bei der zumindest derzeit meist mild verlaufenden
Schweinegrippe jedoch wäre eine völlig neue Nutzen-Risiko-Abwägung
notwendig gewesen. "Doch die Behörden kamen aus den Musterzulassungsverfahren nicht mehr heraus", kritisiert Becker-Brüser.

Die Deutschen als Versuchskaninchen für den US-Markt

"Gerade in einer solchen Pandemie-Situation, in der zig Millionen
Menschen geimpft werden, hätte man auf bewährte Mittel setzen müssen",
kritisiert Frank Ulrich Montgomery, Vizechef der Bundesärztekammer.
Löwer hingegen steht zu seiner alten Überzeugung: "Es war eine
richtige Entscheidung, das Konzept der Musterzulassungen zu
etablieren."

Für die Konzerne geht es bei der Schweinegrippe-Impfung auch darum,
dass sie nun mit ihren neuartigen Techniken Erfahrungen im großen
Stil sammeln können. Erst Anfang Oktober schrieben Novartis-Forscher
im Fachblatt "Science": "Die H1N1-Pandemie ... stellt auch die
Gelegenheit dar, unseren bisherigen Ansatz zur Behandlung von
Influenza zu überdenken und wirkungsvollere Impfstoffe zu entwickeln."

GSK und Novartis werden die Erfahrungen, die sie während der
Massenimpfungen in Europa sammeln, gut brauchen können, um weitere
adjunvantierte Impfstoffe zu entwickeln. Vor allem aber könnten sie
ihnen helfen, die FDA doch noch vom Nutzen der Zusatzstoffe zu
überzeugen.

Den Preis dafür könnten am Ende die Europäer zahlen. "Die Deutschen",
meint jedenfalls Pharmakritiker Becker-Brüser, "sind so etwas wie die
Versuchskaninchen für den US-Markt."


Na dann Gute Nacht für heute sagt
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Beitragvon wickus » Mo Okt 26, 2009 10:52

Wenn ich schon den Namen Rumsfeld wieder lese... Soweit ich mich erinnere hat dieser Mann auch mitgeholfen, den Zuckerersatzgiftstoff Aspartame auf den Markt zu bringen.
Ich erinner mich noch an die kleinen rosa Tuetchen in Amerika, die auf jedem Tisch in einem Restaurant standen. In ganz klein und rot konnte man lesen: "Can cause cancer".
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