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Australien, Teil 3

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Australien, Teil 3

Beitragvon Sundri » Mi Jul 27, 2011 23:52

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Adelaide, die trockenste Stadt im trockensten Staat des trockensten Landes des trockensten Kontinents liegt nördlich der Fleurieu-Halbinsel und besteht hauptsächlich aus einem Stadtkern, der in Nord und Süd unterteilt ist. Die Stadt hat 17.500 Einwohner, wobei jedoch die ca 250 Ortschaften drumherum dazugerechnet werden.
Sie ist von vornherein als Geschäftsbezirk geplant worden, in strenger Architektur gehalten und wird vom gemächlich dahinfließenden Torrens River umgeben.
Adelaide wird auch „Stadt der Kirchen“ genannt, da die Kolonie den Siedlern 1838 Religionsfreiheit versprach. Die ersten Siedler waren Briten verschiedener protestantischer Glaubensrichtungen, die in ihrer Heimat unter den Repressalien der anglikanischen Kirche gelitten hatten. Ein Jahr später kamen Altlutheraner aus Preußen, die von König Friedrich Wilhelm III. verfolgt worden waren, weil sie sich der Zwangsvereinigung mit den Kalvinisten widersetzt hatten. "Festival City" bezieht sich auf das breite Kultur-und Veranstaltungsspektrum, von dem ich aber bei meinem kurzen Aufenthalt nichts mitbekmmen habe.

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In Adelaide bin ich im Franklin Hotel untergekommen. Das ist keine Luxusherberge sondern ein Backpacker-Hotel mit 6-Bett-Zimmern. Da aber kein Betrieb war hatte ich ein Einzelzimmer indem 5 Betten leer waren. Unten ist eine Kneipe, die von Einheimischen gern besucht wird. Der Billiardraum daneben auch.
Vom Balkon aus konnte ich direkt auf den Busbahnhof schauen und am nächsten Morgen um 7 Uhr aus der Tür stolpern, die Straße überqueren, Kaffee trinken und mich in den Bus setzen um nach Kangaroo-Island zu fahren. Sehr gut und günstig kann man in Chinatown essen.


Kangaroo-Island

Kangaroo-Island ist die drittgrößte Insel Australiens, nach Tasmanien und der Melville-Insel. Man nennt diese Insel auch "Der Zoo ohne Zäune" oder "Das Galapagos Australiens". Sie liegt 112 km südlich von Adelaide. Man erreicht sie von Cape Jervis, an der Spitze der Fleurieu-Halbinsel, mit der Fähre oder von Adelaide per Flugzeug. Cape Jervis ist auch der Ausgangspunkt für den Heysen -Trail, ein Fernwanderweg, der an Adelaide vorbei, durch das Weinanbaugebiet Barossa-Valley führt und nach 1200 km in den Flinders Ranges endet. Im Norden endet dieser Weg in der Parachilna-Schlucht. Diesen Ort hat der Maler Hans Heysen oft gemalt.

http://www.royalcollection.org.uk/eGall ... 3426&row=0

Die Insel hat 4250 Einwohner und viele einheimische Tiere, da es hier keine eingeführten Füchse und Kaninchen gibt.
Die Haupstadt der Insel heißt Kingscote. Matthew Flinders entdeckte die unbewohnte Insel 1802.
1836 gründeten Passagiere der Duke of York Kingscote, die erste Siedlung Südaustraliens. Kingscote sollte die Hauptstadt Südaustraliens werden. Da es aber zu wenig Trinkwasser gab, entschied man sich für Adelaide.
Bis vor 12000 Jahren war die Insel noch mit dem Festland verbunden, seit dem Ende der letzten Eiszeit, als der Meeresspiegel stieg, nicht mehr.
Kängaroo-Island ist der Teil Südaustraliens, der trotz Besiedelung am wenigsten gestört wurde. Die armen Böden und der Mangel an Spurenelementen schützte einen Großteil der ansässigen Vegetation vor der Rodung während des 2. Weltkriegs. Die Flora ist unterschiedlich wegen der Vielfalt an Bodentypen, von Sand über Lehm. Der pH-Wert variiert von sauer im Norden der Insel und alkalisch im Süden (Flinders Chase NP). Es gibt einige Pflanzen, die Ähnlichkeiten mit der Westaustralischen Vegetation aufweisen.

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Seal-Bay

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600 von den 12000 weltweit lebenden Australischen Seelöwen leben hier.
Australische Seelöwen müssen sich in einer sehr nährstoffarmen marinen Umwelt ernähren. Die Weibchen der Seal Bay entfernen sich nur zwischen 25 und 37 km vom Strand, die Männchen dagegen schwimmen mindestens 90 km bis in nährstoffreichere Gewässer des Kontinentalschelfs.
Ein ausschlaggebender Faktor für das Überleben ist, wie viel Energie aufgewendet wird um Energie zu gewinnen.
Sie arbeiten härter wie andere Seelöwen um so viel Futter zu bekommen, wie sie zum Überleben brauchen. Das ständige „bis zum Boden tauchen“ erfordert eine Menge Energie.
Deshalb nutzen sie allen gespeicherten Sauerstoff während der Tauchgänge. Auf langen Tauchgängen, wenn der Sauerstoff knapp ausgeht, wird Energie aus Glukose hergestellt, was nicht sehr effizient ist und nur 1/16 der Energie produziert, wie wenn Sauerstoff verfügbar ist.
Da stellt sich wahrscheinlich nicht nur mir die Frage, wenn es für die Erwachsenen schon so schwierig ist, wie kriegen die Kids der Seelöwen das erst hin??
Übrigens habe ich hier zum ersten Mal Seelöwen-Kids gesehen, da die vorherigen Plätze (Teil 1) haul-out-Plätze waren, wo man nur männliche Tiere sieht.

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Ein weiblicher Seelöwe, der bis zwanzig Jahre alt wird, kann maximal 10 Junge bekommen. Sieben davon sterben bevor sie in der Lage sind selbst Junge zu bekommen. Das Überleben der drei übrigen hängt vom Nahrungsangebot und vom menschlichen Handeln ab. Die Bestände haben sich seit den Zeiten der Robbenjagd nicht erholt.
Anatomisch sind sie faszinierend:
Wenn sie tauchen sind ihre Augen durch ein zweites „Augenlid“ geschützt. Die Ohren werden durch einen Stoff blockiert, der den inneren Ohrkanal mit Blut verstopft. Sie hören unter Wasser, wie an Land. Die Nasenlöcher schließe sich automatisch. Die Halsmuskulatur verhindert, das Wasser in die Luftröhre eindringt, während sie fressen. Die Tasthaare nehmen kleinste Wasserbewegungen war, wie sie von Beutetieren in der Nähe erzeugt werden.. Der Blubber begrentzt den Wärmeverlust, wenn die Blutgefäße im/um den Blubber sich zusammenziehen.

Video bitte anklicken:

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Kunzea pomifera

Auf Kangaroo-Island essen die Kinder die Beeren von Kunzea pomifera- genannt Muntries oder Emu-Äpfe sehr gern.Sie bedecken die Sanddüne von Kangaroo-Island. Die Beeren sollen wie getrocknete Granny Smith-Äpfel schmecken. Da ich zu früh im Jahr da war, kann ich mich dazu nicht äußern. Sie sollen aber im Spätsommer die Sanddünen mit einem Apfelaroma erfüllen.
Jahrtausendelang haben die Aborigines die frischen Beeren gegessen oder sie getrocknet und zu Mehl verarbeitet, um daraus im Winter Kuchen zu backen. Außerdem wurden sie mit anderen Stämmen ausgetauscht. Die frühen Siedler stellten ein Erfrichungsgetränk aus den Blüten einiger Kunzea-Arten her.
Heute werden sie auch kommerziell angebaut und stehen an vierter Stelle beim „Bush-Food“, nach Macademia, Quandong und der Buschtomate. Sie werden zu Marmelade, Saucen, Chutneys und anderen Dingen verarbeitet.

Kunzeas sind Myrtengewächse und haben im Frühjahr und Sommer duftende Blüten. Sie wachsen in trockeneren Gebieten (Küsten und Mallee) und können Bodendecker sein oder zu Sträuchern heranwachsen. Die Crimson Kunzea ist bei Papageien sehr beliebt.


Little Sahara

Ein riesiger Sandkasten für Sandboarding! Man kann auch Quadbikes mieten und damit herum düsen. Die Dünen befinden sich in der Nähe der Seal Bay.
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Was mich fasziniert hat, ist , dass selbst im Sand noch schöne Pflanzen wachsen...

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ganz zu schweigen, von den Rändern, ein toller Kontrast.

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weitere Blümelein am Rande der Sahara...ich kann es mir nicht verkneifen!

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Scaevola und Olearia

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Calytrix (Fringe Myrtle)
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Gelbe Microcybe (M. pauciflora) und Veronica hillebrandii (Coast Speedwell)
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Unsere Unterkunft war Klasse!
Normalerweise helfen bei den Mahlzeiten alle mit. Ich bin eigentlich passionierte Hobbyköchin und nicht der Mensch der sich drückt...aber an diesem Abend auf Kanguroo-Island habe ich es getan! Ich habe mich vor dem Kochen gedrückt und statt dessen Wallabies vor und größere Kängurus hinter dem Haus beobachtet. Dazwischen ist mir der erste Echidna, eben der Ameisenigel oder wie das Tier auf deutsch heißt, über den Weg gelaufen. Der einzige Wermutstropfen ist, dass ich dort gerne einen weiteren Tag, bzw. eine Nacht verbracht hätte, um zu nächtlicher Stunde, die nachtaktiven Tiere zu sehen. Was natürlich nicht geht, wenn man am nächsten Morgen zu früher Stunde wieder im Bus sitzen muss.
Ich wäre gerne länger in dieser Herberge geblieben.

Video bitte anklicken!
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Wer hat sich denn da versteckt?

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Einen Haushund gibt es hier nicht, dafür ein Hauskänguru.

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Vom Tammar Wallaby (Macropus eugenii) gibt es nur kleine Populationen auf dem Festland. Man findet es hauptsächlich auf den vorgelagerten Inseln von West-und Südaustralien. Diese Art trinkt auch Meerwasser. Sie sind nachtaktiv und Einzelgänger, fressen aber in der Dämmerung in kleinen Gruppen.
Macropus eugenii derbianus lebt in Westaustralien.
Macropus eugenii decres, Dama-Wallaby genannt, lebt auf Kangaroo Island in großer Zahl. Diese Unterart hat ein dickeres Fell und kleinere Ohren, wie die Unterart auf dem Festland.

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Die Tammar Wallabies auf Kangaroo-Island graben nach den Wurzeln der Coast Swainson-Pea (Swainsonia lessertifolia) und fressen sie. Ameisen sammeln und „pflanzen“ die Samen. Sie fressen die fleischigen Anhängsel der Samen und lassen sie im Untergrund zurück, wo sie dann keimen.

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Video bitte anklicken:

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Eine interessante Eingangstür auf der Insel
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Video bitte anklicken!

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Nachdem 1864 ein Einwohner von Kangaroo-Island die Ligurische Biene eingeführt hat und andere es ihm nachgemacht hatten, wurde K.I. Auch für diese Biene zum Schutzgebiet erklärt. Wenn ich es richtig verstanden habe, gibt es reinrassige Bestände dieser Biene nur noch auf K.I., was die strengen Regeln erklärt, keinen Honig, Bienen, etc einzuführen. Diese Bienenart ist als „sehr sanft“ bekannt, es gibt so gut wie keine Bienenstiche bei Menschen.
In Europa gab es 1913 ein großes Bienensterben, dass auf auf eine Tracheenmilbe zurückzuführen war. Ein englischer Bruder Adam hat dann die Dunkle Europäische Biene mit der Ligurischen gekreuzt., so entstand die Buckfast-Biene, deren Haltung in Deutschland und Österreich heute umstritten ist. Warum das so ist, weiß ich nicht.

An einer Hauptstraße stehen Briefkästen fü Leute, die sehr entlegen wohnen.
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Manche der Briefkästen sind sehr oiginell.
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Die Insel wird seit 20 Jahren für seltene und gefährdete Tierarten genutzt. Es ist ein Experiment mit unterschiedlichen Ergebnissen.
Nach 1948 wurde sehr viel der ursprünglichen Vegetation abgeholzt, da die Regierung das „War Service Land Settlement Scheme“ finanzierte, um den zurückgekehrten Soldaten günstig Farmland zur Verfügung zu stellen.
Heute werden 55 Prozent der Fläche landwirtschaftlich genutzt, 45 Prozent sind von der Originalvegetation bedeckt und 27 Prozent davon sind als Nationalpark geschützt.
Possums, Tammarwallabies und Kangaroo-Island Kängurus sind die Gewinner, da sie von der Abholzung profitiert haben und reagieren auf das erhöhte Futterangebot mit hoher Geburtenrate.
Problematisch ist die Situation für eine Unterart des Braunkopfkakadus, er heißt Glossy Black Kakadu. Er frisst als einzige Nahrung die Zapfen des Drooping Sheoaks, eine Casuarinenart (eine Filaoart für Mauritier). Diese Spezialisierung ist verhängnisvoll für den Vogel. Ein weiteres Problem für diese Kakadus sind die Possums, da sie die Eier fressen oder die Jungvögel töten und es sich anschließend in deren Nisthöhlen gemütlich machen. Hinzu kommt die Konkurrenz durch Gelbohrkakadus, zugewanderte Vögel, die auch in Baumhöhlen nisten.
Die Idee, eine Art Arche Noah für auf dem Festland bedrohte Arten einzurichten, entstand ziemlich zeitgleich mit der Ernennung des Flinders Chase Gebiets zum Nationalpark. Das geschah 1919 nach 27 jähriger Kampagne. Tierschützer befürchteten damals, dass die eingeführten Füchse und Hasen aus Großbritannien für einen Rückgang der einheimischen Arten auf dem Festland sorgen könnten. Deshalb sollten diese Arten wenigstens auf Kangaroo-Island, im "Zoo ohne Zäune" überleben.

Zwischen 1911 und 1975 wurden Koalas, Schnabeltiere, Cape Barren Gänse, Emus, Hairy-Nosed Wombats, Thermometerhühner und Ringbeutler eingeführt. Die Wombats haben die Umsiedlung nicht überlebt. Die Koalas waren so erfolgreich, dass die Einwohner von Kängaroo-Island mittlerweile sehr gemischte Gefühle haben. Sie schädigen die Eukalyptusbäume sehr stark. Das Futterangebot wird knapp, da Koalas nicht jeden Eukalyptus fressen. Auf der Insel ist es der Rough-barked Manna Gum und vor allem der Blue Gum. Der erstgenannte Baum steht jetzt kurz vor dem Aussterben. Die Bevölkerung der Insel verlangt jetzt den Abschuß der Tiere.
Bis ca 1925 hatte man um die 18 Koalas auf der Insel ausgesetzt...es wurden bis heute 27000 daraus! Ein Grund dafür ist, dass die Krankheit „Chlamydia“, die die Koalas auf dem Festland reduziert, auf Kängaroo-Island bislang nicht vorkommt. Ein weiterer Grund ist das Fehlen natürlicher Feinde.


Sie haben die Bäume so stark gefährdet, dass man durch Sterilisation versucht, die Lage in den Griff zu bekommen.

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Ein durch Koalas geschädigter Baum

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Cape Barren Gänse (Cereopsis novaehollandia) sind eine große Wildgänseart auf den Inseln vor Südaustralien. Benannt sind sie nach der Insel, wo die Europäer sie zum ersten Mal sahen. Sie sind in der Lage Salz-und Brackwasser zu trinken, weshalb sie auf kleinen Inseln brüten können. Sie fressen hauptsächlich das Tussock-Gras „Poa poiformis“, aber auch Speergras, Kräuter und Sukkulenten. Auf Kanguru-Island hat man sie eingeführt.


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Was mich traurig gemacht hat war, dass ich auf Kangaroo-Island die meisten toten, überfahrenen Tiere am Straßenrand sah. An zweiter Stelle war der Stirling Range Park. Auf den Autobahnen gibt es Geschwindigkeitsbegrenzungen, an die sich die Leute stur halten, weil sie keine Strafe zahlen wollen! Ich bin als Deutsche manchmal nervös geworden, wenn meine australischen Freunde sich stur an die Geschwindigkeitsbegrenzung gehalten haben, obwohl weit und breit keine Tiere waren. Wir sind über die Highways geschlichen!
Auf den üblichen Schildern wird allerdings auch nicht mit Tieren geworben, sondern „ Fahre langsam, fahre sicher“, „Denk an dein (Menschen)Leben. In dieser Hinsicht scheinen mir die australischen Gesetze strenger, wie in Deutschland. Aber in den Naturschutzgebieten, wo es keine Blitzer gibt, da rasen sie...und man sieht alle paar Meter tote Wallabies.



Flinders Chase NP

Die Remarkable Rocks sind von den Elementen geformt wie Skulpturen von Henry Moore.

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Cape Couedic
Es gibt mehrere Leuchttürme auf Kangaroo-Island. Dieser befindet sich im Südwesten der Insel.
Vor dem Bau des Leuchtturms sind hier viele Schiffe versunken und die Überlebenden hatten ein schweres Los auf der Insel.

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Von 1907 bis in die frühen 1930er Jahre erreichten den Leuchtturmwärter und seine Familie nur alle drei Monate die benötigten Waren. Hier wurde alles hoch geschleppt. Anschließend hätte ich auch drei Monate zur Erholung gebraucht!

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Am Admiral's Arch sollte man sich warm anziehen und die Ohren schützen, der Wind ist heftig und kalt. Ich habe mich hier der Antarktis näher gefühlt, wie auf Tasmanien, wo ich das schönste Wetter erwischt habe.
Die Kraft von Wind und Wellen kann neue Inseln erschaffen! Admirals Arch ist ein Beispiel dafür:
Zwei Inselchen, die Casuarina Islets liegen davor und dieser berühmte Bogen wird auch irgendwann einbrechen und es wird eine dritte Insel enstehen.

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Diese Flechtenlandschaft hatte es mir angetan!

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Admiral's Arch befindet sich an der Spitze einer schmalen Landzunge. Davor liegen die Casuarina Islets.

Die oberste, sehr harte Schicht besteht aus „calcrete“, das ist ein englischer, geologischer Begriff für den es keinen deutschen Namen gibt, weil der englische aus zwei Begriffen zusammengewürfelt ist, calc und cocrete.
Es ist ein Konglomerat aus Kies und Sand (oder kalkhaltigem Material) welches durch Calciumcarbonat zementiert wird. Die Schicht darunter besteht aus weicherem Kalkstein, der bereits erodiert ist. Der Boden schließlich besteht aus 500 Mio. Jahre alten Metamorphiten. Wenn das Dach einstürzt kann sich ein drittes Inselchen bilden.


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Hier hängen die Neuseeländischen Pelzrobben ab. Sie unterscheiden sich von den Australischen Seelöwen durch das dunklere Fell und die längere Schnauze. Sie sind scheinbar aktiver, wie ihre australischen Verwandten, die ich nur schlafend oder dösend erlebt habe.

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Video bitte anklicken:

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Slender Honeymyrtle (Melaleuca gibbosa)

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Die hat gut gerochen! Ich habe sie gar nicht mehr von meiner Nase weg bekommen- Aromatherapie während der Wanderung!


Strand im Norden und Australian Trefoil (Lotus australis)

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Pelikane in Kingscote

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Parkplatz, abends mit Licht!
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Bei meiner Rückkehr von der Insel musste ich feststellen, dass ich echt Glück hatte, dass man mir einen Flug gebucht hatte um mir die gleiche Busstrecke nochmals zu ersparen. Ich bin gegen halb Acht zurückgekehrt und habe mir mein großes Gepäck aus dem abgeschlossenen Raum geben lassen. Die Dame von der Rezeption ging schon um Acht, da ihr Sohn Geburtstag hatte. Wäre ich mit dem Bus spät zurückgekommen, hätte ich Probleme gehabt, mein Gepäck an mich zu nehmen.
Am nächsten Morgen musste ich das Hotel früh verlassen, als die Rezeption noch nicht besetzt war.
Bett abziehen und ab damit in den Wäschesack, Schlüssel in den Briefkasten werfen...so ist das in Backpackerhotels...und dann ist mir die Tür zugefallen! Zum Glück nicht die Außentür, sondern die Zwischentür zur Treppe. Die Hälfte des Gepäcks war hinter, die andere Hälfte vor der Tür. Und die Zeit drängte...ich habe gegen diese verhakte Tür gehämmert, bis sie endlich aufging!

Dann ging es weiter zu den Grampians. Da ich Freunde in Perth und in Melbourne habe, hat es sich angeboten von Adelaide aus die Great Ocean Road-Tour mitzumachen.

Von Adelaide nach Melbourne

Von Adelaide ging es durch die Adelaide Hills, über den Murray River (Australiens längstes Flusssystem) nach Bordertown. Wir mußten an der Grenze unsere Uhren um 35 Minuten verstellen.
Hier an der Grenze zwischen Südaustralien und Victoria, gibt es einen Wildpark mit weißen Kängurus (Albinos). 1980 wurde ein männliches, weißes Exemplar des Western Grey eingefangen und in diesen Wildpark verbracht. 1984 kam das erste weiße Joey zur Welt. Mittlerweile gab es hier über 50 Geburten von weißen Kängurus. In der Natur kommt wohl nur auf alle 10.000 Geburten ein weißes.

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Pink Lakes, sind nicht durchgängig intensiv rosa, da es von der Algenkonzentration abhängt. Dunaliella salina ist eine halophile rosa farbige Mikroalge, die Carotinoide produziert und als Anti-Oxodant in Kosmetika verwendet wird. Die Alge schützt sich mit durch viele Carotinoiden vor intensiver Sonneneinstrahlung und durch eine hohe Glyzerinkonzentration vor dem Osmotischen Druck.
In trockenen Gebieten gibt es dieses Phänomen in salzigen Seen öfters. Diese Seen sind zehnmal salziger wie das Tote Meer.
Nach dem Winterregen, morgens, abends und bei bedecktem Himmel kommt die Farbe gut raus.
Ich habe allerdings den Verdacht, dass mein Fotoapparat etwas Farbe „korrigiert“ hat, denn das Wasser war intensiver rosa.

Zum weiter lesen:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/article ... ool=pubmed

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Das dürfte ein Noisy Miner (Manorina melanocephala) sein. Er gehört zu den Honigfressern, diese wiederum zu den Sperlingsvögeln.

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Die Grampians

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Der Grampians NP befindet sich im Bundesstaat Victoria und bekam seinen Namen nach einem Gebirge in Schottland. Die indigene Bezeichnung Gariwerd wird mittlerweile auch häufig gebraucht.
Die Grampians bilden den westlichsten Teil der Australian Great Dividing Range. Die Bergkämme erheben sich mehr als 1000 m über die Tiefebene. Hier fällt mehr Regen als in der Tiefebene, im Winter kann es auch schneien.


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Tannenzapfenskink (Tiliqua rugosa)

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Hollow Mountain Cave

Am Ende des Frühlings war es unter Mittag schon sehr warm und man ist beim Klettern der prallen Sonne ausgesetzt. Am zweiten Tag waren wir schlauer und sind früh losgegangen.

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Blick nach unten

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Im Frühling gibt es eine große Vielfalt an Pflanzen. Von den ca. 90 Blütenpflanzen sind 20 endemisch.

Fringe Lily (Thysanotus tuberosus) und flüchtender Echidna (eierlegende Igel)

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Hop Goodenia (Goodenia ovata) und Helichrysum scorpioides. Diät-Tip: Wenn man durch eine Wiese mit Hop-Goodenia läuft, soll man keinen Hunger verspüren! Woher der Glaube kommt, habe ich nicht herausgefunden.
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Grampians Tea Tree (Leptospermum turbinatum) und Grampians FringeMyrtle (Calytrix tetragona)

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Glockenblume und Orchidee
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Die Kletterei war schweißtreibend, aber toll!!
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Urticularia dichitoma


Das Dorf, wo wir übernachtet haben (Halls Gap) ...und wieder ein Kookaburra

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Great Ocean Road

Die Great Ocean Road zieht sich auf 250 km Länge entlang der Südküste zwischen Geelong und Warrnambol in Victoria.
Angedacht war eine solche Straße schon länger, da man von Geelong nach Lorne damals nur per Schiff gelangen konnte. Konkrete Planungen begannen 1918 und ein Jahr später begannen die Bauarbeiten.
Ungefähr 3000 ehemalige Soldaten bauten mit Schaufel und Hacke bewaffnet an dieser Straße. Man wollte, dass die Männer durch Arbeit wieder in ein geregeltes Leben zurück finden. So wurde die Straße zum längsten Kriegerdenkmal der Welt.
Die Great Ocean Road ist eine der schönsten Straßen der Welt, da der Erbauer nicht nur eine Verkehrsanbindung, der Küstenorte erreichen wollte, sondern bereits Tourismus einplante und Platz für Aussichtspunkte ließ.
Der erste Abschnitt zwischen Torquay und Lorne war 1922 fertig, der letzte und schwierigste Abschnitt zwischen Apollo Bay und Lorne wurde 1932 abgeschlossen, damit war die Strecke durchgängig befahrbar.
WestlIch der Apollo Bay führt die Straße durchden gemäßigten Regenwald des Great Otway NP. In nordwestlicher Richtung folgt der Port-Campbell-NP mit den berühmten Felsformationen: die 12 Apostel, die wohl nur noch 8 sind, Loch Ard Gorge (mit Island Archway), The Grotto, Razorback und London Arch. Dieser Küstenabschnitt heißt auch "Shipwreck coast" , da hier mehr als 80 Schiffe gesunken sind.
Um Verwirrungen vorzubeugen: ich bin diese berühmte Strecke in umgekehrter Richtung von Ost nach West gefahren, also von Ende bis Anfang , da ich von den Grampians gekommen bin und nach Melbourne wollte.
Der Verlauf von Ost nach West: Von Torquay, Bells Beach, Anglesea, Lorne, Apollo Bay, Great Otway NP, Port Campbell NP, Hinterland bis Allansford-dort wieder auf Princess Highway.
Schneller kommt man auf dem Princess Highway voran, aber die Great Ocean Road bietet großartige Blicke auf die Bass Strait und den Südlichen Ozean.


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Die Crofts Bay gehört zur Bay of Islands
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Bay of Martyrers gehört zur Shipwreck-Coast. Wo die Bay of Islands aufhört und die Shipwreckcoast anfängt ist mir immer noch nicht klar!

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Der London Arch hieß früher London Bridge bevor die natürliche Brücke am 15. Januar 2009 einstürzte. Ein Touristenpärchen, das sich dort befand mußte damals mit dem Hubschrauber geholt werden.
Zuerst bilden sich Halbinseln, die durch natürliche Brücken mit dem Festland verbunden sind, bis sie einstürzen.

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Islands Arch
Der gorge ist nach einem Schiff benannt, das 1878 bei Muttonbird Island, nach einer dreimonatigen Reise von England nach Melbourne sank. Von den 51 Menschen an Bord haben nur zwei 18jährige überlebt, ein Tom und eine Eva. Nach ihnen sind die zwei Steine benannt, die nach dem Einsturz der Island Archway geblieben sind.

http://video.au.msn.com/watch/video/isl ... 0vn?fg=rss

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Die Steilküste der Port-Campbell klippen weichen jährlich etwa 2 cm zurück. Die karbonatische Grundsubstanz der Apostel (Heytesbury-Gruppe) wurde nach einem Meeresspiegelanstieg im Miozän abgelagert. Trotz des Namens waren es nur 9 Apostel, seit 2005 sind es nur noch acht.

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The Razorback

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Auf dem Weg zum Heli hatte ich meine erste intensive Schlangenbegegnung. Ich war so in ein Gespräch vertieft, dass ich das Tier nicht sah. Als ich es bemerkte, war mein Fuß nur noch einen Zentimeter von ihrem Kopf entfernt. Sie hat kurz aufgeschaut und sich dann zur Seite getrollt. Sie sind tatsächlich eher langmütig und überhaupt nicht angriffslustig. Die meisten Unfälle passieren wohl eher in Gärten beim Heckenschneiden oder wenn sie von "ganzen Kerlen" provoziert werden.

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Die Küste aus der Luft:

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Video, bitte anklicken:

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Otway NP

Dieser Tree Top Walk, im Otway NP, an der Great Ocean Road, wurde nach dem Vorbild in Westaustralien gebaut. Der Wald hat aber ein ganz anderes Gesicht.
Ein lehrreicher Rundweg für Kinder zweigt vom Hauptweg ab und stellt Dinos in dieser altertümlichen Landschaft vor.

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In diesem Bach leben Schnabeltiere, ich habe allerdings keines zu Gesicht bekommen.

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Den Baumfarn Dicksonia antartica findet man nur auf der Südhalbkugel. Er wird über 12 m hoch. Der Stamm ist mit fibrösen Luftwurzeln bedeckt, die oberen Teile sind mit weichen braunen Härchen bedecht. Die riesigen Wedel können bis zu 2 m lang werden.
Der Stamm bietet Aufsitzerpflanzen, wie Moosen, Flechten, anderen Farnen und Insekten ein Zuhause. Die größeren Waldbäume sind auf diese Stämme angewiesen, da sie ein idealer Anzuchtpot sind. Possums und Rosellas fressen gerne die noch nicht entrollten Wedel.

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Moose

In Australien liegen die temperierten Regenwälder immer in Küstennähe und haben Sommerregen. Sie sehen den subtropischen Wäldern ähnlich. Die Eukalypten leben hier im Südosten Australiens und in Tasmanien mit den Südbuchen in Partnerschaft; in diesem Park dominieren noch die Blackwoods (Acacia melanoxylon). Diese Wälder brennen nur alle paar hundert Jahre, bleibt das Feuer aber länger wie 400 Jahre aus, sterben die Eukalypten ab und Scheinbuchen beherrschen für längere Zeit das Bild.

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Pomaderris aspera und Mountain Ash (Eucalyptus regnans). Die Bergesche ist natürlich ein Eukalyptus, der die ersten Siedler an eine Esche erinnert hat.

Myrtlebeech (Nothofagus cunninghamii), direkt übersetzt: Myrtenbuche. Korrekt heißt es Scheinbuche, oft auch Südbuche, da sie nur auf der Südhalbkugel, vom Äquator bis zum 54. Breitengrad vorkommt. Dort allerdings von Meereshöhe bis zur subalpinen Baumgrenze, in tropischen und temperierten Wäldern. In Australien ist sie in den temperierten Wäldern von NSW, Victoria und Tasmanien stellenweise dominant. Dieser Baum ist ein Gondwanarelikt und wuchs schon hier, als statt Touristen noch Dinos hier herum liefen. Verwandte Arten gibt es in ähnlichen Wäldern Südamerikas, Neuseelands und Papua-Neuguineas. Fossile Blätter hat man in der Antarktis gefunden. Eine Scheinbuche kann über 300 Jahre alt werden.
Die kleinen Blätter, die wie ein Fächer überlappen sorgen für eine dichte Kanopis und halten so den Regenwald kühl und feucht. Anders wie die Eukalypten, sind sie nicht an Feuer angepasst. In den Otways lagen vor Ankunft der Europäer 400 und mehr Jahre zwischen zwei Bränden. Nach Ankunft der Europäer änderte sich das allerdings mit dem Black Thursday 1851. Große Brände in den Otway Ranges gab es 1886, 1898, 1919, 1926, 1936, 1951 und am Ash Wednesday 1983. Der spezielle Teil des Waldes, der hier abgebildet ist, hat seit 80 Jahre kein Feuer mehr abgekriegt.
In Australien gibt es drei Arten: N. Cunninghamii, N. Moorei und N. Gunni und jeweils Unterarten.

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Myrtle Wilt (Chalara australis) ist ein parasitärer Pilz, der die Scheinbuchen befällt. Es ist ein natürlicher Vorgang, der aber in den letzten Jahren sehr zugenommen hat.

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Blackwoods werden etwa 30 m hoch und sind die langlebigsten unter den Akazien. Er hat keine Blätter, sondern Phyllodien, abgeflachte Blattstiele, die die Photosynthese-Funktion übernehmen, aber weniger Spaltöffnungen wie ein Blatt haben.
Aus ihrem harten Holz wurden Speere, Bumerangs, Keulen und andere Dinge gefertigt. Mit eingeweichter Rinde wurden schmerzende Gelenke behandelt. Aus der inneren Rinde wurden Schnüre und Angelleinen hergestellt.

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Känguruh-Farn ist eine Aufsitzerpflanze, man sieht sie häufig auf Bäumen.

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Satin Wood (Nematolepis squamea)
Ein kleinerer Baum mit sehr hartem Holz, weißen Blüten und intensivem Geruch. Die Ureinwohner haben Speere draus gemacht, die frühen Siedler Zaunpfosten.

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Ich habe die Entfernung zum Boden nicht gemessen, aber ich hatte den Eindruck, dass es höher hinauf geht, wie beim Tree Top Walk in WA.

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1803 entkamen William Buckley und 19 weitere Häftlinge. Die meisten davon wurden wieder eingefangen. William wurde jedoch von Aborigines mitgenommen und lebte 30 Jahre unter ihnen in diesem Gebiet. Erst um 1830 begannen Europäer in der Nähe dieses Waldes zu siedeln. Ab 1840 wurde eine Straße gebaut, 1950 begann der Holzeinschlag.

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Nach diesem Waldspaziergang ging es weiter auf der Great Ocean Road in Richtung Osten. Irgendwo zwischen Lorne und Torquway haben wir Picknick gemacht und viele Vögel und Koalas gesehen.

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Rosellas bekamen ihren Namen von dem ersten Ort, wo sie gesichtet wurden. Das war in Rose Hill in Sydney, im 18. Jahrhundert. Aus Rose Hill Parrot wurde erst Rose Hillers und dann Rosellas.

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Augenbrauenente (Anas superciliosa)

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Gelbhaubenkakadus

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Die Faulpelze! Von den vieleicht 20 Tieren, die ich insgesamt in Australien gesehen habe, haben sich nur zwei aktiv im Baum bewegt, alle anderen waren Schlafmützen.

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Endlich am Ziel!...oder am Anfang...je nachdem, woher man kommt.
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Der Ort Torquai wird auch "Surf City" genannt, das muß ich nicht erklären.

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Dann bin ich in Melbourne angekommen, wurde von einem Freund abgeholt, der außerhalb der Stadt wohnt und habe drei Tage sintflutartigen Dauerregen erlebt. Deshalb gibt es keine Bilder von Melbourne! Basta! Am dritten Tag hat der Sohn des Hauses mir einen hübschen See gezeigt und dann angemerkt, dass dies bis letzte Woche noch sein Fußballplatz war!! Ich habe es vorher nicht geschnallt, es sind sogar Enten auf dem Fußballplatz geschwommen!

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Re: Australien, Teil 3

Beitragvon B-Vitamin » Fr Sep 23, 2011 15:07

Wunderschöne Bilder, war auch mal ein Jahr in Australien, hab mich damals leider nicht sooo sehr fürs fotographieren interessiert, das ruft schöne Erinnerungen hoch :)
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