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Wasserversorgung

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Wasserversorgung

Beitragvon Rick » Fr Jun 29, 2012 17:53

Hallo Leute,

Hat jemand eine Ahnung wieviel Druck die Plastikleitungen vertragen ?
Da die Wasserversorgung wohl nicht besser wird , hab ich mich entschlossen einen 1500 L-Tank und Pumpe zu installieren --- in Deutschland ist ein Hauswasserdruck von 3-4 bar üblich nur traue ich den hiesigen Leitungen nicht so recht .

MfG Rick

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Re: Wasserversorgung

Beitragvon aquawatch » Fr Jun 29, 2012 19:04

moin rick, diese hauswasserwerke haben normalerweise eine stellschraube, an der du den druck einstellen kannst. in deutschen systemen "faehrt" man einenen mittleren durck von rund 6 bar. auch schon mal 8 - 10 bar. das haengt individuell von jedem haus ab. wichtig ist an dem letzten punkt der leitungen im haus einen mindestdruck zu haben. viele waschmaschinen arbeiten auch mit sogenannten oeffnungsventilen, die den wasserdurchlauf in die maschine erst ermoeglichen, wenn ein mindestdruck in der leitung ist, um ein trockenlaufen zu vermeiden. deswegen benutzen hausfrauen in laendern mit unsicherer wassersorgung (wenn sie nicht die waesche am waschbrett rubbeln) sogennante toploader, da kann man das wasser einfach reinfuellen, denen ist der druck egal.
die rohre, auch die billigsten chinesischen, halten die 6 bar locker aus. das problem sind die verbindungen, wenn die unsachgemaess ausgefuehrt werden, leckts halt. ein weiteres problem sind aeltere haeuser, wenn die leitungen ueber jahre korridiert sind und nur wenig druck bekamen und du mit einmal da ordentlich druck draufbringst, fangen die irgendwo in der wand an zu lecken und du merkst es nicht. wenn dir doch was spanisch vorkommt, mal alle wasserhaehne schliessen und wenn sich der wasserzaehler, falls vorhanden, immer noch dreht, haste nen leck. oder wenn deine wasserrechnung ploetzlich steigt, obwohl du keinen besuch bekommen hast. oder wenn neben dem haus ploetzlich irgendwelche graeser oder buesche voellig unmotiviert anfangen rumzubluehen und zu wachsen.
meinst du mit dem tank einen bodentank oder hochtank auf dem dach? bodentank ist besser, dann laeufts wasser nachts leichter nach. hochtank ist besser, wenn es nachts in eurem viertel druck hat und nachlauefen kann. dann brauchst du naemlich kein hauswasserwerk, hast aber auch nur den druck, wie der tank hoch ist ueber der wohnung. 10 m = 1 bar. und wenn stromausfall ist, hast du mit dem bodentank auch kein wasser, weil ohne strom keine pumpe.
falls noch fragen sind, anytime gerne.
aquawatch.

ps.: wenn es andere fragen zu trinkwasserproblemen, auch qualitativ, gibt, ich helfe gerne. es gibt naemlich oft, verursacht durch halb- oder keinwissen die abenteuerlichsten vorstellungen ueber wasserangelegenheiten auf dem afrikanischen kontinent. [sad]
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Re: Wasserversorgung

Beitragvon Rick » Fr Jun 29, 2012 20:51

Hallo ,
Ja schon klar was du ausgeführt hast , bin vom Beruf Maschinenbauer und wenn man 3 und 3 zusammen zält , usw .... wollte nur wissen ob die Leitungen einen Druch von 3 Bar verkraften ohne das ich alle 2 Wochen fließend Wasser von den Wänden habe , hat mich 6 Monate gekostet um das zu beseitigen [biggrin]

MfG Rick
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Re: Wasserversorgung

Beitragvon aquawatch » Sa Jun 30, 2012 2:24

moin rick, tja, dann wirst du wohl mal deinen maschinenbauerischen sachverstand nutzen muessen und auf die rohre schauen. da ist naemlich die PN Klasse aufgedruckt. PN 6 heisst,die koennen 6 bar ab usw.

der satz:
"wollte nur wissen ob die Leitungen einen Druch von 3 Bar verkraften ohne das ich alle 2 Wochen fließend Wasser von den Wänden habe , hat mich 6 Monate gekostet um das zu beseitigen"
ist irgendwie nicht nachvollziehbar. Ich dachte, du willst fliessend wasser haben [nea] ?
alle mir bekannten neuen pvc wasserleitungen dieser welt koennen 3 bar ab, es liegt normalerweise an den verbindungen, nicht an den leitungen, wenn bei dir das wasser aus den waenden tropfte (vorausgesetzt, du meinst mit dem wort leitungen die einzelnen rohre) , oder eben wie bereits gesagt, du hast ein altes wasserrohrnetz im haus, (aus welchem material auch immer) dass locherig ist. Das ganze wasser-system in deinem haus nennt man rohrleitungsnetz und das besteht aus rohren, verbindungen, abzweigungen usw. die alle irgendwie miteinander verbunden sind, entweder geklebt oder mit moderneren "steckverbindungen".
es waere vielleicht einfacher dir zu helfen, wenn du beschreiben wuerdest, was dein problem ist und was du vorhast, um das problem zu loesen.
nach deinem letzten satz vermute ich mal, du hast dir ein hauswasserwerk zugelegt, ordentlich druck auf dein rohrnetz im haus gegeben und da fing es an ueberall zu "suppen". wenn es so ist, gibts nur die loesungen: entweder du drehst den druck an der stellschraube der pumpe wieder runter, so wie es vor dem "suppen" war oder du stemmst alle waende auf, wo du fliessend wasser von den waenden hast und dichtest dein rohrnetz ab. oder du legst ueberall neue leitungen auf putz und das alte netz still, das wird dich am billigsten kommen. macht man normalerweisebei dem netz der elektrischen leitungen in altbauten, wenn das vorhandene netz nicht, wie heutzutage ueblich, in leerrohren verlegt wurde und einfach durch ziehen der leitungen ersetzt werden kann.

beste gruesse aquawatch (zwar kein hausbauer, aber wasserbauer)
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Re: Wasserversorgung

Beitragvon Rick » Sa Jun 30, 2012 14:15

hallo

die 6 Monate habe ich gebraucht um all Undichten Stellen im Dach ausfindig zu machen und abzudichten.
Wenn die Plastikleitungen so unverwüstlich wären wie du vorgibst , dann hätten wir den ganzen Tag Wasser und brauchten keinen Tank und Pumpe.

MfG Rick
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Re: Wasserversorgung

Beitragvon MartinB » Sa Jun 30, 2012 14:55

Hallo Rick,
Aquawatch hat recht,es sind nicht die Rohre die lecken,sondern die von den selbsternannten Plumbern zusammen geschusterten Vebindungen. Da wird vor dem Kleben nicht aufgerauht und entfettet und danach die Aushärtezeit nicht eingehalten. No problem!!!! In unserer Wekstatt haben wir fuer die Druckluftversorgung PVC-Rohre verlegt.Trotz 10 bar Druck seit 11 Jahren kein Leck,während uns die vom Gebäudeeigentümer verlegten Wasserrohre (Verbindungen/Anschlüsse) laufend platzen (bei max 3 bar Wasserdruck)
In unserem Haus habe ich Kunststoffrohre von einem europäischen Hersteller verlegt bei denen die Verbindungsstücke verschweißt werden. Der Verkäufer sagte mir allerdings gleich,ich soll alles selbst verlegen,da sich die lokalen Plumber bei dieser Technik oft „blond“ anstellen würden.
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Re: Wasserversorgung

Beitragvon wickus » Sa Jun 30, 2012 15:43

Das mit den Wochenend-Klempnern kann ich nur bestaetigen. Wir hatten ne Spuelung die nicht funktionierte, als der Typ fertig, lief die neue Spuelung und das Wasser auch aus dem Spuelkasten ins Badezimmer.
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Re: Wasserversorgung

Beitragvon MartinB » Sa Jun 30, 2012 17:13

Hi Mario
Am besten einmal das notwendige Werkzeug kaufen und dann selber machen. Die lokalen sealtape Künstler kannst Du allemal toppen.
[biggrin] [biggrin]
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Re: Wasserversorgung

Beitragvon aquawatch » So Jul 01, 2012 9:46

moin, daher, in etlichen anwendungsgebieten denkt man auch ueber die wiedereinfuehrung der bambusrohrtechnologie nach, zumindest bei freispiegelgefaellen. vorteil: irre billig, waechst ueberall, einfach zu verarbeiten.
nachteil: bei den verbindungen, abzweigen und armaturen wirds kniffelig [nea]
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Re: Wasserversorgung

Beitragvon Joe » Di Aug 21, 2012 14:54

Hallo Rick,

wenn du die Plastikleitungen aussen verlegen musst/hast, dann unbedingt die Leitungen mit weisser Wandfarbe anpinseln. Die grauen Kunstoffrohre sind bei der Sonnenbestrahlung innert 3-4 Jahre nicht mehr grau, sondern weisslich und wenn du sie dann anpackst, wirst du festellen das sie komplett sproede geworden sind und ganz schnell brechen. Dann bekommst du schoene kleine Bachlaeufe mit Wasserfaellen an den Waenden.

Ich hatte bei mir die Pumpe in einem Bereich zwischen 2 und 3 bar betrieben. Wir hatten fuer 2 Appartements insgesamt 3000 Liter an Tankkapazitaet an der Pumpe und einen 600 Liter Reservetank auf dem Dach fuer den Fall das kein Strom die Pumpe antreibt - Cyclone oder aehnliches.
Muss dazu sagen das ich einen Dieselgenerator hatte, der also bei laengerem Stromausfall die Pumpe wieder haette antreiben koennen. Ohne Generator waeren bei uns mindestens 1000Liter auf dem Dach sinnvoll gewesen. Wichtig: So ein Reserve-Tank MUSS ab und an benutzt werden, sonst ist das Wasser unbrauchbar/verdreckt/gruen und man steht dann im Notfall ziemlich dumnm da.

Gruss aus Luxembourg, Joe
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