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Soziale Verhältnisse/Armut?

Hier finden sie alles mögliche über Mauritius.

Soziale Verhältnisse/Armut?

Beitragvon Elea » Sa Aug 13, 2005 21:36

Wir fliegen das erste Mal nach M. Mich würden die "sozialen" Verhältnisse der Einheimischen interessieren. Habe beim Stöbern in dem Forum etwas von Armut gelesen, was ist denn damit gemeint? Mir sind gleich so einige Bilder aus Europa durch den Kopf geschossen z.B. Brindisi aber auch Griechenland und die unterschiedlichen Reaktionen der Betroffenen in beiden Ländern auf die Situation. Wir alle, die wir uns einen M-Urlaub leisten können, gehören ja auch hier in Deutschland zu den Priviligierten, kenne aus meiner beruflichen Tätigkeiten einige Menschen, für die das immer ein Traum bleiben wird.
Mich würde interessieren, in welchen Verhältnissen die Mauritier leben und wie sie mit dieser Diskrepanz zwischen ihrem Einkommensvehältnissen und den der Touris umgehen und ob Vorsichtsmaßnahmen empfehlenswert sind. (Mein Mann denkt z.B. an abendliche Spaziergänge am Strand, mir ist das eher unheimlich!)
Für ein paar Tipps und Hinweise besten Dank!

Elea
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Beitragvon olivier » Mo Aug 15, 2005 13:25

salut,

ich glaub nicht, dass man dies pauschal beantworten kann.

wenn dein mann kung-fu kann oder sonst ne dampfhammer faust hat, dann kann man schon bedenkenlos durch die nacht schleichen, wenn nicht, ....passieren kann immer was....

in mauritius muss niemand wirklich hungern aber armut existiert. was mit armut genau gemeint ist, hmmm, wirf mal kreditkarte und so weg und geh 2 wochen in den wald (ohne camper), dann weisst du was armut ungefähr bedeuted.


beste grüsse
Lege dir jeden Tag
für deine Sorgen
eine halbe Stunde zurück.
Und in dieser Zeit mache ein Schläfchen
Laotse
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Beitragvon Elea » Mo Aug 15, 2005 15:50

Hallo Oliver,
das habe ich mir gedacht, weder KungFu ncoh Damphammer-Faust aber über viel Leichtsinn verfügt mein Mann - also keine Nachtschleicherein. Und es stimmt, in Köln ist so etwas auch nicht zu empfehlen. Und das andere probiere ich lieber nicht, wäre völlig aufgeschmissen!

Gruß aus dem verregneten Rheinland
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Beitragvon Hook » Mo Aug 15, 2005 18:45

Hallo!

Ich bin außer in MRU schon in recht vielen "armen" Ländern in Asien und Südamerika gewesen, ich möchte es mal so formulieren: Offene Armut wie in Indien oder Indonesien, wo Du von Kindern oder Leprakranken angebettelt wirst, gibt es in MRU imho nicht. Es gibt allerdings schon Behausungen und Gegenden, die man hierzulande eher als Bretterverschlag oder Slum bezeichnen würde.

Mit dem abendlichen Strandspaziergang - nun, zumindest in Flic & Flac war abends am Strand immer recht viel los. Jede Menge Einheimische Familien, die dort Picknik machten, Gitarre spielten, Bier tranken u.s.w. - insgesamt eine sehr friedliche, lockere Athmosphere, da braucht man wirklich keine Angst zu haben.

Unsere Unterkunft war ein Stück weit weg vom Strand, und die Straße dorthin war *sehr* dunkel (keine Beleuchtung). Und trotzdem sind wir jeden Abend vom Restaurant zurück durch die Dunkelheit spaziert (allerdings mit starker Taschenlampe in der Hand, sonst sieht man buchstäblich nicht die Hand vor Augen). Meine Frau hatte anfangs auch erst etwas bammel (weil es wirklich stockdunkel war), aber nachdem wir mit der Reiseleiterin gesprochen hatten, und diese das Gebiet als "sicher" eingestuft hat, sind wir dann auch immer Nachts zu Fuß zu den Restaurants. Ich habe mich dabei nie unsicher gefühlt (das "gefährlichste" waren dabei noch die streunenden Hunde, die man nachts irgendwo aufschreckt - wobei die eigentlich auch auf Distanz bleiben).

Wie gesagt, das gilt für Flic und Flac, wo abends eh recht viel "Leben" ist. In Port Louis würde ich nachts nicht allein rumlaufen.

Liebe Grüße,

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Armut

Beitragvon ManuelaK » Mo Aug 15, 2005 20:55

Hallo Elea!

Ich bin gestern Abend von meinem ersten Mauritius-Urlaub zurück gekehrt. Schade, dass er schon vorbei ist - hier in Wien schüttet es seit gestern Abend und es ist saukalt... :::(

Zu deiner Frage wegen der Armut. Ich hatte vor meiner Reise schon gelesen, dass Mauritius ein eher armes Land ist. Was wir aber auf der Fahrt vom Flughafen zu unserem Hotel gesehen haben, hat uns dann doch sehr erschüttert. Direkt an der Straße durch die großen Städte wie Port Louis sieht man viele Wellblechverhaue und viel Müll, mitten drin leben die Leute. Ich war echt entsetzt. Solche Slums hätte ich eher im Hinterland erwartet aber nicht an den Hauptverkehrsrouten. Die Läden in Triolet sahen so heruntergekommen aus, da hätte ich nirgends reingehen wollen. Das selbe Bild bot sich auch an der Südküste. Das hat mir ehrlich gesagt die Urlaubsfreude anfangs sehr getrübt.

Es ist wohl so, dass die Leute, die mit Tourismus zu tun haben, recht gut verdienen und leben. Aber viele andere leben offenbar von der Hand in den Mund.

Recht schön fanden wir es dann in Grand Baie, das war dann endlich mal eine Ortschaft mit Straßencafés und Bars und schönen Geschäften, die einladend waren.

Wo werdet ihr residieren? Die Wahl der Küste ist sehr entscheidend. Wir waren mit dem Nordwesten (Trou aux Biches) sehr zufrieden. Wir hatten nicht weit nach Grand Baie zum Einkaufen und diversen Veranstaltungen (U-Boot, Unterwasserspaziergang etc.) und das Wetter und die Sonnenuntergänge waren hier sehr schön. (Mit Regen muss man täglich rechnen, es spritzt aber immer nur für ein paar Minuten, dann ist der Spuk vorbei und Regenbogen zieren den Himmel). Der Strand in Trou aux Biches ist einfach traumhaft, kilometerlang weißer, weicher Sand, keine Seeigel und Palmen säumen den Strand.

Allerdings mussten wir für Ausflüge in den Süden immer durch Port Louis und das ist unter der Woche ein Horror, soviel Verkehr und Gestank (Autoabgase) ist da.

Liebe Grüße
Manuela
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Beitragvon stefan » Mo Aug 15, 2005 21:29

ich denke armut gibt es ueberall, mauritius gehoert zu afrika und aus dieser sicht gesehen, finde ich steht es sehr gut da. es ist die zweite welt meine ich, nicht die ditte und nicht die erste.
was mauritius geleistet hat mit seinem mischmasch an kulturen und das es nur ne kleine insel ist, finde ich schon erstaunlicht. wir wissen ja wie es aussehen kann, wenn verschiedene kulturen zusammen treffen.

es gibt viertel hier auf mauritius, wo ich nicht bei nacht durchlaufen wollte, aber das ist ja wiederum nicht anders als in deutschland. nachts am strand denke ich nicht das dies insbesonders gefaehrlich ist. man schaut sich halt um und sieht wie die stimmung ist, wenn man sich nicht wohl fuehlt, sollte man auch nicht gehen, denn dann macht es ja auch keinen spass :wink)

ich suche noch leute zum arbeiten, also so ganz glaube ich die arbeitslosen zahlen noch nicht. man bedenke auch das viele firmen chinesen hier einfliegen zum arbeiten. fuer die firma teurer aber die arbeiten auch mehr, was wiederum gefragt ist damit das produkt billiger wird, damit man guenstig seine klamotten hier kaufen kann *frechgrins*

mit dem muell, da denke ich, das die mauritianer auch eine gute hand fuer haben, oder besser einen guten wurfarm. denn wenn ich sehe was da ueber mauern, fenstern, strassen fliegt, ist wahnsinn. die muellen sich gerne selbst zu, solange es aus dem sichtfeld ihrer augen ist, ist es "ok".
aber da habe ich hoffnung das der tourismus die sache aendern wird, denn welcher tourist moechte schon ne verdreckte insel sehen, somit muss der staat anfangen, den leuten zu zeigen, wie man es sauber haelt.
und eines tages, blinkt die insel vor reinlichkeit.
gruss
stefan
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Beitragvon Stony » Mo Aug 15, 2005 22:13

stefan hat geschrieben:...
und eines tages, blinkt die insel vor reinlichkeit....


Nun, diese Hoffnung hab ich auch noch nicht aufgegeben. Das Geschäft mit dem Müll dürfte noch nicht so richtig etabliert sein....

LG,
Tony
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Also - wenn Sie DAS Lesen können brauchen Sie keine Brille .......
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Beitragvon anne » Di Aug 16, 2005 12:40

Hi Manuela

einen richtig "sauberen" Urlaub, hatte ich bis jetzt nur in Singapur.

Direkt an der Straße durch die großen Städte wie Port Louis sieht man viele Wellblechverhaue und viel Müll, mitten drin leben die Leute. Ich war echt entsetzt. Solche Slums hätte ich eher im Hinterland erwartet aber nicht an den Hauptverkehrsrouten.


das war Roche Bois, einer der non walking Gegenden von Port Louis.
Das ist ein richtiger Slum, mit Prostitution, Drogen und Arbeitslosigkeit,
die Kinder, die da aufwachsen haben keine Perspektive,
werden in die Fußstapfen der Eltern treten.
Der Staat versucht da, die Kinder in Tagesstätten andere Werte beizubringen.

Slumviertel sind überall auf der Welt am Rande der großen Städte.

Wegen MÜLL:
Als ich vor 10 Jahren das erstemal auf der Insel war,
da gab es noch KEINE Müllabfuhr, sie kam erst 1997, seitdem sieh es wesentlcih besser aus.
An den öffentlichen Stränden stehen auch große Schilder
>keep Mauritius clean <
und die öffentlichen
Strände werden täglich von einer Putzkolonne gereinigt.

Vor 10 Jahren sah man auch noch in Triolet auf Grundstücken,
Wellblechhütten stehen und daneben wurde ein Steinhaus gebaut,
Baufortschritt, je nach Geldlage.
Diese Hütten sich heute verschwunden.

liebe grüße anne
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Beitragvon Hook » Di Aug 16, 2005 13:30

Hallo!

Zum Thema Müll:
Das ist eigentlich typisch für alle ärmeren Länder. Ich kenne das gut aus Jamaica, da kommt es selbst in den besseren Vierteln vor, daß mal zwei Wochen keine Müllabfuhr kommt, weil der Truck kaputt ist. Was sollen die Leute machen? In der Regel schichtet man dann alles auf einen Haufen und zündet den Kram an. Ist hygienischer, als es in der tropischen Sonne gammeln zu lassen.

Dazu vielleicht noch eine nette Anekdote: Ich hatte seinerzeit an der Uni einen Dozenten, der jahrelang für einen Erdölkonzern in arabischen Ländern lebte, so kam er irgendwann in den 60ern in die Emirate. Auch da warfen die Leuten ihren Müll immer über die Mauer vom Hof, hauptsache raus damit. Er als "ordentlicher Deutscher" tat das natürlich nicht - bis ihn dann die Nachbarn darauf ansprachen, warum er denn "so geizig sei". Hintergrund: Von dem Müll (hauptsächlich Essensreste) ernährten sich Heerscharen von wilden Ziegen, Hunden und Katzen. Und die hatte er mit seinem ordentlichen Verhalten um ihr Futter betrogen ;-)

Liebe Grüße,

Hook
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Muellabfuhr

Beitragvon MmeTortue » Mi Aug 17, 2005 7:31

Fuehle mich bemuessigt die mauritianische Muellabfuhr zu verteidigen :wink) Seit acht Jahren lebe ich in Mahebourg und in diesem Zeitraum kam die Muellabfuhr fast immer zweimal woechentlich an den vorgesehenen Tagen (bei uns Mittwoch und Samstag!). Ausnahmen waren lediglich Zeiten waehrend oder kurz nach Zyklonen.

Wuerden meine Nachbarn ihren Muell auch erst am Morgen kurz bevor die Muellmaenner kommen vor die Tuer stellen, und gleichzeitig ihre Hunde nicht die ganze Nacht auf der Strasse 'Wolfsrudel' spielen lassen, herrschten in Mauritius (fast) europaeische Verhaeltnisse...

LG Tortue (die mit der blauen Muelltonne!) :mrgreen:
DER WEG IST DAS ZIEL!
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