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Perle des Indischen Ozeans

Hier finden sie alles mögliche über Mauritius.

Perle des Indischen Ozeans

Beitragvon W-OstAfrika » So Nov 18, 2012 22:38

Der Kitzel in der Magengrube, verursacht durch das fiebrige Bewusstwerden, über dem afrikanischen Kontinent zu schweben, ist mit dem Herandämmern des Morgens verflogen. Irgendwo hinter Madagaskar hatte man die Hoffnung beinahe aufgegeben. Nach einem fast unendlich scheinenden Flug blickt man verschlafen auf den Indischen Ozean dem allmählich größer werdenden Landflecken entgegen, und man ahnt bereits, daß man im Garten Eden angekommen ist. Man ist berauscht von goldenem Licht, bestaunt in Nebelschleier gehüllte Bergkegel inmitten dichten, satten Grüns, das Meer leuchtet in gleißendem Türkis, klitzekleine Wellen brechen sich schaumig weiß an den Riffen, man glaubt beinahe ihr Donnern zu hören. In das Flugzeug um einen herum kehrt unterdessen, man beachtet es kaum, quirliges Leben zurück, vergessen ist die endlose Nacht auf engstem Raum. Jetzt ist es Zeit, die Sinne zu schärfen. Was man noch nicht weiß, ist, daß man sein Herz unrettbar verloren hat.

Verloren an Mauritius, die Perle des Indischen Ozeans: Vom Flugzeug, so scheint es, ist alles zu überblicken. Doch wer vermag sich bereits die weißen Strände inmitten rauschender Brandung vorzustellen. Oder das kribbelnde Gefühl, zwischen bunten Fischen und faszinierenden Korallenwelten zu schnorcheln? Wer kann das fröhliche Gebrabbel bunter Menschen aller Hautfarben auf einem Markt voll greller Farben hören? Oder das beruhigende Gemurmel eines Wasserfalls inmitten sattgrüner Bäume? Und wer die unzähligen Vögel zählen, die in einem riesigen Banyanbaum sitzen? Wer schmeckt den süßen Wind, der auf der Haut prickelt, wenn man an einem Fallschirm hängend über das strahlend grün-blaue Meer gleitet? - Doch nur der, der auf diese Reise geht. Und ein bißchen nie mehr zurückkehrt.

Aus dem winzigen Flughafenareal heraus führt der erste Weg naturgemäß in das gebuchte Hotel. An den allgegenwärtigen Zuckerrohrfeldern, an waschenden Frauen in bunten Kleidern an sanft plätschernden Flüssen vorbei, über schmale, verschlungene Straßen bekommt man einen ersten Eindruck von der friedlichen Atmosphäre der Insel. Im Hotel angekommen stürmt zuallererst zum Strand. Nach Luft japsend in der leicht feuchten Hitze, staunt man über das Weiß des Sandes und freut sich an den sanft in einiger Entfernung am Riff brechenden Wellen. Schön ist es hier. Diesen banalen aber einen unvermeidlich anfallenden Gedanken wegschiebend, ringt man sich endlich durch, etwas passendere Kleidung an- bzw. abzulegen.

Einfach mal abschalten - manchmal schwieriger als gedacht

Es gehört schon ein wenig Gewöhnung dazu, es sich in den Luxus-Resorts so richtig schön machen zu lassen. Denn kaum ein Kellner mag es dulden, daß sich der Gast seinen Teller mit den Köstlichkeiten vom überbordende Hotelbüffet selbst zum Transport an seinen Tisch auflädt. Während als ein Kellner den Teller aus der Hand nimmt und den zögernden Neuankömmling zu seinem Tisch begleitet, wartet bereits ein zweiter Kellner darauf, den Stuhl unterzuschieben. Ein verstohlener aber dennoch prüfender Blick in die Runde beweist, so manchem anderen Hotelbewohner scheint es ebenso zu gehen. Schließlich läßt man allmählich von seinem Ansinnen ab, die Kellner arbeitslos zu machen.

Die Angestellten der Resorts sind die Dienstleistungs-Elite von Mauritius. Sie arbeiten dort, wo viel Geld verdient wird, und sie tun dies aus dem Gefühl heraus, jeden Tag ihren kleinen Anteil daran zu erhalten. Die Menschen außerhalb der auffallend gepflegten Anlagen müssen darum kämpfen. Mauritius packt derzeit mit vereinten Kräften an, die Wirtschaftskrise Schritt für Schritt zu überwinden. Die Zahl der Luxus-Hotels nimmt immer weiter zu. Die Mauritianer sind stolz darauf, als Hotelangestellte die Insel für Touristen noch attraktiver zu machen. Zumal die traumhaften Urlaubs-Resorts ihnen, wie erwähnt, ein sehr gutes Einkommen garantieren. Als 1968 die Kolonialherren gingen, hinterließen sie eine Zuckerrohr-Monokultur. Anfang der 80er Jahre kam ein bescheidenes Wirtschaftswunder. Angelockt von steuerlichen Vorteilen und Niedriglöhnen kamen Investoren, vor allem aus der Textilindustrie. Die Textilindustrie wurde zum zweitstärksten Wirtschaftszweig und machte Mauritius zum weltweit drittgrößten Pullover- und Strickwarenexporteur, unter anderem an die Unternehmen Boss und Polo lieferte. Bei einem Wirtschaftswachstum von jährlich zwischen fünf und zehn Prozent konnte die Inselnation sogar pünktlich ihre Auslandsschulden zurückzahlen. Allmählich stieg jedoch das Lohnniveau. In der Folge wanderten die Produktions- und Handels-Unternehmer in billigere Länder ab. Seit 1995 scheint der Boom zu Ende.

Mauritius ist sichtbar in zwei Lager geteilt. In der Mitte die Städte auf einem Felsplateau, außen an der 330 Kilometer langen Küstenlinie die ungefähr hundert Beach-Resorts. Viele in der Vier- oder Fünfsternekategorie. In manchen, etwa dem "Royal Palm" oder dem "Prince Maurice", kostet ein Zimmer leicht bis zu 1000 Euro pro Nacht und mehr. Das "Prince Maurice" nimmt eine ganze Halbinsel ein. Die "Zimmer" liegen in kleinen Häusern oder in raffiniert gebauten Villen, die auf Stelzen in einer Lagune stehen. Zum Dinner flanieren die Gäste durch einen parkähnlichen Garten, in dem Blumen blühen und Palmen leuchten, weil sie mit Lichterketten eingehüllt sind. Mit seiner Mischung aus Kolonialstil und Moderne ist das "Prince Maurice" ein Meisterwerk der Hotelarchitektur. Ein paar Stufen führen zur Empfangshalle, einer offenen Holzkonstruktion, über der sich ein landestypisches Dach aus Zuckerrohr spannt. Hinter der Halle mit ihrem glänzenden Marmorboden erstreckt sich die spiegelglatte Oberfläche eines Pools. Das Wasser ergießt sich über den Beckenrand in andere Wasserbecken. Es entsteht eine rauschende Kaskade. Dahinter der Strand. Ein Traum in Weiß. Nicht umsonst gilt Mauritius als Trauminsel-Elite.

Mauritius abseits der schützenden Hotel-Resorts entdecken

Bei all dem Traumhaften ist man manchmal fast geneigt, die Insel "auf eigene Faust" zu er-leben, abseits der Luxushotels. Zu dieser Entscheidung ist ebenso nur zu gratulieren. In einem der relativ preisgünstigen Miet-Resorts, am besten als Strand-Anrainer, zum Beispiel im "Le Surcouf" in Belle Mare, in einer kleinen Wohnung mit Terrasse, Schlafzimmern und kleiner Küche, fühlt man sich seinem Traum vom Ausstieg in die Tropen ein großes Stück näher.

Außerhalb des Hotels sieht man blitzend lächelnde Einheimische in fleckigem Hemd und glänzender Hose, die versuchen, Kunden für Hochsee-Angeltouren zu gewinnen. Sie haben Ringbücher mit vergilbten Polaroids dabei, die triumphierend strahlende Männer mit ihrer Beute zeigen. Doch dieses Abenteuer kostet viel Geld. So scheint es. Man muß mit dem "Skipper" handeln. Doch das ist oft peinlich. Touristen fühlen sich wohler, wenn sie sich von den Agenturen beraten lassen, die in den Hotels residieren. Freundliche Frauen, alle in schwarzem Rock und weißer Bluse, verkaufen Abenteuer zu Festpreisen - Katamaransegeln oder Jeeptouren ins Landesinnere, zum Beispiel in den berühmten Botanischen Garten von Pamplemousses, oder eben Hochseeboots-Touren. Wenn abends der Sega-Tanz-Abend am Hotelpool in eine gewisse Weinseligkeit übergeht, tauchen verschwörerische Geschichten vom legendären Blue Marlin auf, ein majestätischer Schwertfisch, Inhalt bodenloser Hochseefischer-Träume. Umso froher ist man, in umbrafarbener Nacht in Strandnähe ein eiskaltes "Blue Marlin" genießen zu können, ebenso Markenname eines der ausgezeichneten Biere von Mauritius.

Die Insel erschließt sich in ihrer Faszination insbesondere dann, wenn man auf den klimatisierten Touristen-Kleinbus verzichtet, der einen nonstop vom Hotel zu den Sehenswürdigkeiten und zurück transportiert. Mit dem Mitwagen erfährt man das andere Mauritius. Ein wenig mulmig wird einem anfangs schon dabei. Der Linksverkehr auf der Insel ist sicherlich gewöhnungsbedürftig. Ebenso das schlecht ausgebaute Straßennetz. Doch schnell sind diese Gedanken beiseite gewischt, der Entdeckergeist obsiegt. In kleineren Orten mit Namen wie Centre de Flacq oder Trou D’Eau Douce, beispielsweise, "entdeckt" man den bunten, schmuddeligen Markt, den nach Dieselruß stinkenden Busbahnhof und viele große, graue Betonhäuser. Junge Männer stehen oder hocken am Straßenrand. Sie sehen den manchmal vorbeifahrenden Touristenbussen nach. Unmöglich zu deuten, was ihre Blicke verraten. Ärger? Womöglich Enttäuschung darüber, daß sie keine Chance haben, am einzigen Geschäft teilzuhaben, das auf der Insel (noch) gut läuft?

Doch die Atmosphäre ist friedlich, fast entspannt. Die Mauritianer, aus aller Welt Länder abstammend, sind wundervoll friedliche Menschen. Kriminalität, von den als weltweit mittlerweile üblich abzuheftenden Taschendiebstählen abgesehen, ist nahezu unbekannt. Man steigt aus dem Wagen. Schlendert Richtung Markt. Trotz des Gewimmels fühlt man sich absolut sicher. Gerät schnell mit Händen und Füßen in eine Art Gespräch mit den Händlern, die ihre Chance auf ein paar Rupien wittern. Im Entdeckerrausch deckt man sich nach und nach mit den Dingen des alltäglichen Bedarfs ein. Und erkennt, daß die Insel - in einigen (Luxus-)Dingen, z.B. Zigaretten, Alkohol, Fotofilme und anderes atemberaubend teuer; obendrein klingelt einem noch die Erinnerung an die Reisebüro-Rechnung im Kopf herum - ihre unglaublich preiswerten Seiten hat. Insbesondere, wenn man sich abends beim Dinner mit Kapitänsfisch oder auch... ja, Blue Marlin, und Farata, dem weichen Fladenbrot, mit dem Fisch, Gemüse und Sauce aufgenommen und gegessen werden, die hervorragende Vielfalt der Landesküche erschließt.

Unvermeidlich, aber wahr: Objektiv betrachtet ist der Rückflug freilich genauso lang wie der Hinflug. Doch irgendwie vergeht die Flugzeit wie in Trance: mit einem Lächeln.

Zuletzt geändert von W-OstAfrika am Mo Nov 19, 2012 0:34, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Perle des Indischen Ozeans

Beitragvon Staun » So Nov 18, 2012 23:30

irgendwo abgeschrieben, komischerweise fehlerfrei - wohingegen das Andere nur so wimmelt von Fehlern! Man bekommt nicht die richtige Aufmerksamkeit - vielleicht jetzt [biggrin]
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Re: Perle des Indischen Ozeans

Beitragvon sheila2003 » So Nov 18, 2012 23:51

[ahgm]

...Naja der Anfang war nicht schlecht... [lol]
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Re: Perle des Indischen Ozeans

Beitragvon W-OstAfrika » So Nov 18, 2012 23:56

Staun hat geschrieben:irgendwo abgeschrieben, komischerweise fehlerfrei - wohingegen das Andere nur so wimmelt von Fehlern! Man bekommt nicht die richtige Aufmerksamkeit - vielleicht jetzt [biggrin]


schätzelein , es ist von mir allerdings etwas älter ... und rum stinkern kann jeder schreib doch sebst was !
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Re: Perle des Indischen Ozeans

Beitragvon W-OstAfrika » Mo Nov 19, 2012 0:06

sheila2003 hat geschrieben:[ahgm]

...Naja der Anfang war nicht schlecht... [lol]



Danke ! [lol]
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Re: Perle des Indischen Ozeans

Beitragvon sheila2003 » Mo Nov 19, 2012 0:12

Ah da schau her, da ist ja noch was nachgekommen... [twiddle]
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Re: Perle des Indischen Ozeans

Beitragvon W-OstAfrika » Mo Nov 19, 2012 0:14

sheila2003 hat geschrieben:Ah da schau her, da ist ja noch was nachgekommen... [twiddle]


besser jetzt ? [lol]
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Re: Perle des Indischen Ozeans

Beitragvon sheila2003 » Mo Nov 19, 2012 0:25

W-OstAfrika hat geschrieben:Bei all dem Traumhaften ist man manchmal fast geneigt, die Insel "auf eigene Faust" zu er-leben, abseits der Luxushotels. Zu dieser Entscheidung ist ebenso nur zu gratulieren. In einem der relativ preisgünstigen Miet-Resorts, am besten als Strand-Anrainer, zum Beispiel im "Le Surcouf" in Belle Mare, in einer kleinen Wohnung mit Terrasse, Schlafzimmern und kleiner Küche, fühlt man sich seinem Traum vom Ausstieg in die Tropen ein großes Stück näher.


...Vor dem "Ändern" war doch nachdem man das anbringen konnte schon wieder Schluß!?...
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Re: Perle des Indischen Ozeans

Beitragvon W-OstAfrika » Mo Nov 19, 2012 0:28

sheila2003 hat geschrieben:
W-OstAfrika hat geschrieben:Bei all dem Traumhaften ist man manchmal fast geneigt, die Insel "auf eigene Faust" zu er-leben, abseits der Luxushotels. Zu dieser Entscheidung ist ebenso nur zu gratulieren. In einem der relativ preisgünstigen Miet-Resorts, am besten als Strand-Anrainer, zum Beispiel im "Le Surcouf" in Belle Mare, in einer kleinen Wohnung mit Terrasse, Schlafzimmern und kleiner Küche, fühlt man sich seinem Traum vom Ausstieg in die Tropen ein großes Stück näher.


...Vor dem "Ändern" war doch nachdem man das anbringen konnte schon wieder Schluß!?...



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Re: Perle des Indischen Ozeans

Beitragvon wickus » Di Nov 20, 2012 11:34

W-OstAfrika hat geschrieben:
Staun hat geschrieben:irgendwo abgeschrieben, komischerweise fehlerfrei - wohingegen das Andere nur so wimmelt von Fehlern! Man bekommt nicht die richtige Aufmerksamkeit - vielleicht jetzt [biggrin]


schätzelein , es ist von mir allerdings etwas älter ... und rum stinkern kann jeder schreib doch sebst was !


Dann weiss ich nun zumindest Deinen richtigen Namen [mocking]
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