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Nachtrag: zum Thema "Flugpaten"

Hier finden sie alles mögliche über Mauritius.

Nachtrag: zum Thema "Flugpaten"

Beitragvon Titus » Do Feb 04, 2010 19:44

Aus aktuellem Anlass, fiel mir das Thema:
Flugpaten gesucht aus diesem Forum wieder ein.
mauritius-forum-deutsch/flugpaten-gesucht-t6306-10.html
das anscheinend abgeschlossen wurde.

Ich schrieb dort ja auch schon mal u.a.:

Hier gibt es u.a. Tierkrankheiten und Parasiten, die in Europa gar nicht vorkommen.
Möchtest Du es verantworten, diese dort einzuschleppen ????


Und möchte bei dieser Gelegenheit dem "Tierfreund" danken, der uns in Réunion die Hydatidose eingeschleppt hat.

Kennt niemand? Ich kannte diese auch nicht.
Das ist eine Krankheit, von der auch der Mensch befallen wird (vom Wirt Hund) und welche operativ behandelt werden muss.
Reunion war bisher frei von dieser Krankheit, und heute wurde von der Präfektur ein erster Fall bei einem Menschen hier gemeldet.

Nochmal mein herzlichen Dank an den Tierfreund, der uns diese nette Krankheit mit seinem Hund mitgebracht hat.

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Re: Nachtrag: zum Thema "Flugpaten"

Beitragvon Doro » Sa Feb 06, 2010 8:15

Hallo Titus,
müssen die Tiere bei Einreise nicht erstmal in Quarantäne? Auch bei Euch?

Wenn ich an die Gesundheitszeugnisse und Impfungen denke, die unser Kater damals über sich ergehen lassen musste bevor er für würdig befunden wurde 'Mauritianer' zu werden. War ganz schön heftig.

Grüße aus Tamarin
Doris
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Re: Nachtrag: zum Thema "Flugpaten"

Beitragvon Rosi » Sa Feb 06, 2010 12:16

Hallo Titus. Außerdem ist es nicht nur der Hund, der den Bandwurm einschleppt und diese Krankheit auslöst. Die Zwischenwirte sind Rinder, Schafe, Ziegen, Schweine, Pferde, Esel, Kamele, Kaninchen und der Mensch. Der Mensch kann daran erkranken, wenn er Kontakt mit den Ausscheidungen hat bzw. Innereien dieser Tiere ißt. Und ich nehme mal an, daß Reunion auch Fleisch aus anderen Ländern einführt!? Wie Doro schon schrieb, brauchen Hunde ein akribisches Gesundheitszeugnis bzw. müssen wochenlang in Quarantäne. Der Mensch nicht! Andererseits ist es in der heutigen Zeit gar nicht mehr zu vermeiden, daß alle Krankheiten sich rasant in der Welt verbreiten (siehe Schweinegrippe), es sei denn Titus baut sich eine Mauer um Reunion [biggrin] Freundlichen Gruss von Rosi
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Beitragvon Titus » Sa Feb 06, 2010 19:12

Nein, der gute Mann hat es wohl von seinem Hund bekommen.

Quarantäne gibt es bei uns nicht für Haustiere, die aus der EU kommen.

Schlachthöfe, Wurstwarenhersteller, etc. benötigen natürlich die EU Zulassungen, wie bei allen derartigen Importen, sowie amtliche Gesundheitszeugnisse.
Geht hin bis zu den Impfungen, die die Tiere erhalten haben. Ist ziemlich komplizert und umfangreich.
Innereien werden, soweit ich informiert bin, gar nicht hier importiert (nur als Dosen-Leberwurst)
Fleischimporte kommt ausschliesslich aus Europa, bzw. Botswana/Namibia

Ähnliche Probleme haben wir leider auch mit Importen pflanzlicher Materialien.
Nach EU Recht dürfen wir bestimmte Importe nicht blockieren, obwohl das aus sanitären Gründen wünschenswert wäre.

Nachweislich wurden bei uns schon mehrere Pflanzenkrankheiten die Kulturpflanzen befallen auf diese Weise "importiert".

Akribische Gesundheitszeugnisse...
Bei dem Thema fällt mir ein Skandal ein, der bei uns vor einigen Jahren herauskam.
Treibende Kraft war ein Verantworlicher der SPA (Societe de Protection des Animaux = Tierschutzverein).

Als wir vor rund 10 Jahren, diesen (Pseudo??) Skandal hatten mit Strassenhunden als Haifischködern, da brach in Europa wohl eine Mitleidswelle aus,
die diese Tiere adoptieren wollten.
Einer der Ortsvereine der SPA machte dann ein Geschäft daraus, und es wurden hunderte von Tieren "exportiert" gegen Obolus von 300 Euros.
Das musste wohl so schnell gehen, dass Gesundheitszeugnisse gefälscht wurden, bzw. ein von denen angestellter Tierarzt diese blanko ausstellte, und viele Tiere auch ohne die üblichen Pflichtimpfungen eines erhielten.
Hauptziel von den gehandelten Tieren war übrigens Österreich.

Der "Obulus" landete leider in der Privatkasse des Leiters des Ortsvereines. Der war so knapp an Tieren, dass er sich sogar von den Nachbarvereinen Tiere liefern liess. Die Verantwortlichen wurden aber zwischenzeitlich verurteilt.

Vor einigen Jahren wurde bei uns übrigens auch eine Rinderkrankheit aus Europa eingeschleppt (Namen vergessen, irgendetwas mit "Blauer Zunge" bekommen die). Sind etliche Betriebe bei uns dran zugrunde gegangen. Kamen auch alle mit "akribischen" Gesundheitszeugnissen, wurden von der Rinderzucht-Genossenschaft importiert, und durchliefen auch eine Quarantäne (ich weiss nicht, wie lange diese dauerte).

Ja, auch Menschen können Krankheiten einschleppen (siehe Chikungunya).
Aber bestimmte Tierverpflanzungen sind kaum notwendig, weder aus humanen, noch aus wirtschaftlichen Gründen.
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Re: Nachtrag: zum Thema "Flugpaten"

Beitragvon napasai » Mo Feb 08, 2010 19:32

"Das Leben ist immer lebensgefährlich."
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Re: Nachtrag: zum Thema "Flugpaten"

Beitragvon Rosi » Mo Feb 08, 2010 22:07

Fast alles auf dieser Welt ist nicht NOTWENDIG! Da könnten so gut wie ALLE mal in sich gehen!Gruß Rosi
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Re: Nachtrag: zum Thema "Flugpaten"

Beitragvon Birgit77 » Sa Apr 09, 2011 19:51

Wenn der Verein des geschafft hat, einen Hund für nur 300 Euro zu exportieren, dann waren die wirklich gut!
Allein die transportbox für den Flug nach IATA-Norm kostet ca. 150 Euro, der Flug ebenfalls ca 150 Euro - und die ganzen Impfungen und den Mikrochip gabs dann kostenlos?

Mal im Ernst: bei 300 Euro pro tier waren wohl wirklich gerade mal die Unkosten gedeckt.
Das daran noch jemand Gewinn gemacht haben soll ist undenkbar.
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