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Doppelbesteuerungsabkommen

Hier finden sie alles mögliche über Mauritius.

Doppelbesteuerungsabkommen

Beitragvon Schnitzelprinz » Mo Sep 19, 2005 22:53

Hallo,

ich habe bei Wikipedia erfahren, daß zwischen Deutschland und Mauritius seit den 80ern ein Doppelbesteuerungsabkommen besteht. Wer von Euch Deutschen auf Mauritius hat Erfahrung damit und kann mir zur Anwendung und Praxis beider Finanzbehörden etwas sagen. Was verlangen die deutschen und mauri-Behörden für Auskünfte und gibt es Dinge, die unbedingt beachtet werden müssen. Ich kann nicht ganz nachvollziehen, daß der Fiskus noch eine Differenzbesteuerung vornimmt, wenn bereits im Ausland Steuern bezahlt werden. Ich lebe dort und schaffe dort (auch zu den Bedingungen). Das Einkünfte, die in der BRD erwirtschaftet (z.B Sparbuch oder Vermietung und Verpachtung auch in der BRD entrichtet werden müssen, ist mir noch klar). Wie wird also umgegangen mit Einkünften, die eindeutig in Mauritius erwirtschaftet bzw eindeutig in Deutschland angefallen sind ? Interessant ist die Sicht der Behörden für mich auf die Einkünfte, die im jeweils "anderen" Land erwirtschaftet worden sind. Gibt es dann noch Unterschiede bei der Behandlung, ob man ein oder zwei Wohnsitze hat ? :he()

BTW: Meinen Steuerberater werd ich ebenfalls dazu befragen. Den Tip nehme ich einfach mal vorweg ...
PMs are welcome

Vielen Dank im voraus. :dank)
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Beitragvon axel » Di Sep 20, 2005 9:40

Ich hatte mal vor einigen Jahren das grosse Problem, dass mir das hiesige Finanzamt nie eine Bescheinigung austellen wollte, die ich in Dland hätte einreichen können. Immer fanden die einen neuen Verzögerungsgrund, so blieb das Doppelbesteuerungsabkommen für mich blanke Theorie...
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Beitragvon Joe » Di Sep 20, 2005 12:32

Hi Axel,

das kann ich mir gut vorstellen und der deutsche Fiskus haette dann garantiert 1000x mal dran rumgemosert , das es aus irgeneinem Grunde nicht formal korrekt sei.

Ausserdem habe ich mal irgendwo gelesen, das die Gruenen den Vorschlag gemacht haben, das alle Deutsche auch wenn sie nicht in Deutschland leben und arbeiten Ihr Steuern in Deutschland zahlen sollten :shock:

Wenn die damit durchkommen sollten wirds hoechste Zeit fuer eine andere Staatsbuergerschaft.
Gruss, Joe
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Beitragvon Tommy » Di Sep 20, 2005 14:11

Hallo Joe,

den Gedanken an eine andere Staatsbürgerschaft kann man schon angesichts des derzeitigen Wahltheaters hier bekommen .....

Viele Grüße

Tommy
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Immer wieder gerne auf Mauritius und im Meer darunter ;-))
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Beitragvon mapro » Di Sep 20, 2005 18:20

Hallo zusammen,

meines Wissens gibt es ein neues Gesetz welches besagt, dass das erwirtschaftete Geld, sei es in D oder Mu, zu versteuern ist. In den ganzen Jahren war das zwar auch schon Gesetz, hat sich aber keiner drum gekuemmert. Im neuen Gesetz steht nun aber, dass du nachweisen musst, dass du die ganze Kohle, sprich welche du in Mu und D verdient hast, in dem Land versteuert hast, in dem du dich ueberwiegend aufhaelst. Das Gesetz gilt seit 2004.
Hier der Text dazu, wenn es jemanden interessiert.

§ 50d Einkommensteuergesetz ab 2004
....
....
(8) (3) Sind Einkünfte eines unbeschränkt Steuerpflichtigen aus Nichtselbstständiger Arbeit (§ 19 ) nach einem Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung von der Bemessungsgrundlage der deutschen Steuer auszunehmen, wird die Freistellung bei der Veranlagung ungeachtet des Abkommens nur gewährt, soweit der Steuerpflichtige nachweist, dass der Staat, dem nach dem Abkommen das Besteuerungsrecht zusteht, auf dieses Besteuerungsrecht verzichtet hat oder dass die in diesem Staat auf die Einkünfte festgesetzten Steuern entrichtet wurden. Wird ein solcher Nachweis erst geführt, nachdem die Einkünfte in eine Veranlagung zur Einkommensteuer einbezogen wurden, ist der Steuerbescheid insoweit zu ändern. § 175 Abs. 1 Satz 2 der Abgabenordnung ist entsprechend anzuwenden.


Fragen????

:Q :Q :Q

Gruss

Marcus
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Beitragvon Schnitzelprinz » Fr Sep 23, 2005 1:48

Hallo Marcus,

Das hört sich ersteinmalgut an.
Eine Frage habe ich da noch ....

Mir hat ein einheimischer Touristguide erzählt, daß die Besteuerung von Einkommen in Mauritius davon abhängt, ob man auf dem Lande wohnt, oder in der Stadt. (Stadt: ja , Land: steuerbefreit) Stimmt das ????
Gesetzt der Fall, das würde stimmen und ich wohne auf dem Land und müßte keine Steuern entrichten: Heißt das für mich in anderen Worten,
das Mauritius auf die Steuern "freiwillig" verzichtet und ich demnach auch keine Steuern für in D erwirtschafte Einkünfte zu zahlen habe ???
Müßte ja dann halt nur 6 Monate un einen Tag auf Mauri leben.
Das wäre zu schön, um wahr zu sein.

Gruß
Schnitzelprinz
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Beitragvon Joe » Fr Sep 23, 2005 7:22

Moin Schnitzelprinz,

glaubst du ernsthaft Mauritius waere so reich, das es darauf verzichten koennte Steuern zu erheben ? Das mag in einigen Oel-Scheichtuemern gehen, aber garantiert nicht auf MRU. Die Einkommensteuer hier gilt gleichmaessig auf der ganzen Insel ob Land oder Stadt. Aber die MRU Steuern sind verglichen mit den europaeischen Steuern recht zivil. Ich schaetze da hat jemand aus Grimms Maerchenbuch vorgelesen.

Im Uebrigen wuerde ich generell vorschlagen solche Aussagen erst von amtlicher Stelle schriftlich verifizieren zu lassen. Denn auch am Telefon kann man von den verschiedene Aemtern schon mal leicht heftig divergierende Aussagen bekommen und dann daraufhin z.B. nach MRU umzuziehen finde ich mehr als gewagt.

Und wie das halt generell weltweit mit so Behoerden ist und so auch hier in MRU, sie wollen sich nicht packen lassen, keiner will gerne fuer den verbockten Mist verantwortlich sein, also rueckt man da sehr ungern was Schriftliches raus. Also braucht man Hilfe. Steuerberater und Anwalt, Board of Investment (BOI), Beratungsfirma etc. Und auch dort gilt, den Inhalt eines Telfongespraechs kann keiner hinterher mehr beweisen, also immer schriftlich Auskunft verlangen !!!
Gruss, Joe
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Beitragvon mapro » Fr Sep 23, 2005 8:11

Guten Morgen,

also das mit Land/Stadt Besteuerung waere ja cool, is aber nicht.
Noch ein kleiner Zusatz. Ich hatte mich mit der Oberfinanzdirektion unterhalten, welche mir auch den Link zum Finanzministerium gegeben hat. Der Nachweis von dem ich geschrieben habe betrifft nur solche Menschen, die ihren Wohnsitz noch in D haben. Alle Personen, die sich in D abgemeldet haben und auch ueber kein Haus oder eigene Wohnung verfuegen unterliegen nicht diesem Gesetz. Abmeldung alleine wird nicht anerkannt wenn ein eigenes Haus oder Wohnung vorhanden ist. Es kann nur ein Problem im Rueckzugsjahr sein, wenn der Aufenthalt in M kuerzer als die 180 Tage war. Dann muss nachgewiesen werden, dass das Einkommen von M und D komplet in M versteuert wurde. War dies nicht der Fall hat D das Recht, die Steuern fuer das Einkommen von M und D zu erheben. Es gibt nuch den Punkt zu beachten, dass die Wirtschaftsjahre von D un M unterschiedlich sind. Somit musst du im Wirtschaftsjahr die 180 Tage anwesend gewesen sein.

Bei weiteren Fragen steht auch gerne die Oberfinanzdirektion in Karlsruhe zu Verfuegung.

Ich bitte aber jeden sich nicht auf das zu verlassen was in meinem Fall gesagt wurde. Es kann durchaus sein, dass bei Euch durch irgendein kleines Detail alles fur mich zutreffende nicht mehr greift. Ich bin auch kein Steuerberater sondern nur Designer.

Gruss

Marcus
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Beitragvon Werner » Fr Sep 23, 2005 11:32

Mapro hat es bereits angedeutet...ich will es noch einmal unterstreichen:
Diesen einen Punkt:
Man gilt in DEU als steuerpflichtig im Sinne der Doppel-Besteuerung:
Wenn man auch nur eine einzige winzige Kleinigkeit in DEU hat:
Ein angemeldetes Auto...ein ( vergessenes ) Grundstück...erst Recht ein Haus oder ETW...eine gemietete Wohnung/Büro etc etc etc
Sogar ein Hund reicht schon aus...

In Bezug auf Doppel-Besteuerung muß man *absolut clean* sein...!!! :ploppop

Sonst kommt dein Freund ,der Fiscus, und will seinen Anteil haben... :Q :Q
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Beitragvon Schnitzelprinz » Fr Sep 23, 2005 14:54

Hallo Joe,

wenn die Behauptung gestimmt hätte, wären bereits alle auf Maritius .... auf dem Land ...
Im Reisebus hat das damals auch keiner geglaubt. Es könnte sein,
daß er da was durcheinandergebracht hatte und falsche Begrifflichkeiten
ins Deutsche übersetzt hat. - oder anders gesagt: Ich habe es falsch verstanden.

Na egal. Trotzdem vielen Dank für Eure Antworten.

Gruß
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