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Die Mauritius-Rupee in der Spekulation.!!!

Hier finden sie alles mögliche über Mauritius.

Beitragvon Joe » Mo Jan 01, 2007 14:42

Moin,

habe vorgestern mit dem europaeischen Besitzer einer Einrichtung gesprochen, die von Touristen & Einheimsichen genutzt werden kann. Da die Attraktion technischer Art ist und sehr stark von Ersatzeilen etc. aus dem Ausland abhaengt (harte Euro oder Dollar), klagt der Mann sehr ueber den Kurs der Rupie, denn er kann die Preise kaum noch weiter anheben, wenn er die durhc den Kurs gestiegenen Kosten weitergeben will. Dann bleiben die Einheimischen weg und er muesste nur vom Erloes der Touristen leben. Aber offensichtlich hat der Mann da heftige Bedenken das das gut geht.

Das ist genau das was ich vorher hier im Thread schon erwaehnt hatte. Damit werden lokale kleine Unternehmen unter Druck geraten, waehrend die grossen Hotelketten davon profitieren.

Gruss, Joe
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Beitragvon WolfgangDaerr » Di Jan 02, 2007 15:36

Joe hat geschrieben:Moin,.....Das ist genau das was ich vorher hier im Thread schon erwaehnt hatte. Damit werden lokale kleine Unternehmen unter Druck geraten, waehrend die grossen Hotelketten davon profitieren.

Das stimmt natürlich, aber auch hier muss man die starke Verflechtung beachten. Importwaren werden teurer, wenn die heimische Währung an Wert verliert. Dafür verkaufen sich aber die Produkte des Landes im Rest der Welt besser, weil sie billiger sind. Und Mauritius lebt stark vom Export und ist preislich starker Konkurrenz ausgesett. Das gilt für die Textilproduktion (Madagaskar, China), Zucker (Cuba) und Tourismus (Phuket, Koh Samui, Bali...).

Ob es nun besser ist den Preis zu erhöhen in dem man die eigene Währung im Wert erhöht ud nicht auf Quantität, sonder auf (teure) Qualität setzt (so machen es die Seychellen) oder versucht im Export preislich konkurrentfähuig zu bleiben (eher mauritische Taktik) ist schwer zu beurteilen. Ich persönlich würde es vorziehen, wenn Mauritius teurer würde und so der zunehmende Bebau der Strände mit Hotels gebremst würde.

Aber das muss die Politik in Mauritius entscheiden. Was für das Wohlergehen der Bevölkerung letzlich besser ist (mehr Gäste die weniger zahlen oder weniger Gäste die mehr zahlen) kann man nur entscheiden, wenn man die Wirtschaft des Landes sehr genau kennt. Auf den Seychellen ist die Entscjeidung einfach, denn sie haben kaum anderen Export aber sehr viel Import - also muss mit wenig Export (Tourismus, Edelfisch) viel Devisen reingeholt werden, um den hohen Importbedarf (Lebensmittel, Elektrogeräte, Baumaterialien - eigentlich alles) zu finanzieren ohne durch viel Tourismus und Überfischung den dünnen Ast abzusägen, auf dem man sitzt.

In Mauritius sieht das vermutlich anders aus, denn man produziert viel selbst (Lebensmittel, Textilien, Elektrogräte), und exportiert eine Menge (Zucker, Textilien, Tourismus).
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Beitragvon Werner » Di Jan 02, 2007 16:59

Zitat W.Daerr:
**In Mauritius sieht das vermutlich anders aus, denn man produziert viel selbst (Lebensmittel, Textilien, Elektrogräte), und exportiert eine Menge (Zucker, Textilien, Tourismus).**
Sorry:
Tourismus paßt NICHT in diesen Kontext:
WEIL.: Die Touristen importieren ja die Euro...bzw Dollars.was ja einen Vorteil bingt (für die Zahlungs-Bilanz und Euro-Guthaben der BoM)
-------------
Nach meinem Verständnis moniert Joe...daß kleine und mittelständische Unternehmer u.U. leiden unter der Abwertung und:
1.: Sich nicht so gut *wehren* können
2.: Zu klein und unflexibel im wirtsch. Bereich sind.

Klar: Große Unternehmen ( wie Hotels oder Shell o.Mau.) haben derart viele Geschäftfelder...daß sie schon auf Grund ihrer Größe weniger angreifbar sind.
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Beitragvon WolfgangDaerr » Di Jan 02, 2007 17:56

Werner hat geschrieben:1. Sorry: Tourismus paßt NICHT in diesen Kontext:
WEIL.: Die Touristen importieren ja die Euro...bzw Dollars.was ja einen Vorteil bingt (für die Zahlungs-Bilanz und Euro-Guthaben der BoM)

2. Klar: Große Unternehmen ( wie Hotels oder Shell o.Mau.) haben derart viele Geschäftfelder...daß sie schon auf Grund ihrer Größe weniger angreifbar sind.


zu 1: Doch Werner, das stimmt schon, denn Tourismus ist volkswirtschaftlich gesehen Export. Dienstleistungen werden den Ausländern gegeben, die dafür Euros ins Land bringen. So wie Textilien (oder Fische oder Zucker) exportiert werden und dafür Euros ins Land kommen.

zu 2: Ich denke nicht, dass die Regierung gegen die Interessen kleiner Unternehmen handelt "weil die sich nicht wehren können". Die kleinen Leute wählen die Regierung, nicht die 4 % Frankomauritier, denen die Zuckerrohr- und Tourismusindustrie weitgehend gehört. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie schnell in Mauritius eine Regierung abgewählt wird, wenn sie nicht die Interessen der "kleinen Leute" wahrt.
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Beitragvon Werner » Di Jan 02, 2007 18:14

Hallo Wolfgang:
zu 1.:
Dein statement ist aber sehr abstrakt gedacht/formuliert.
Der Fluß des Geldes und der Hintergrund ist wohl der gleiche...:
Kosten in Rupee...Erlöse in Euro.
Trotzdem hat diese *Einordnung* wohl eher akademischen Charakter... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Touristen als *Export*... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
----------
zu 2.:
Nicht die Regierung handelt gegen die Interessen der kleinen und mittleren Unternehmen...
Sondern:
Die sind einfach negativ betroffen...mit oder ohne Regierung.
Die Regierung kann vielleicht einige *Salben* auf die Wunden auflegen...mehr aber nicht.
Den Schaden aber haben trotzdem die kleinen Unternehmen.
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Beitragvon WolfgangDaerr » Di Jan 02, 2007 18:46

Werner hat geschrieben:Hallo Wolfgang zu 2.: Nicht die Regierung handelt gegen die Interessen der kleinen und mittleren Unternehmen...Sondern: Die sind einfach negativ betroffen...mit oder ohne Regierung. Die Regierung kann vielleicht einige *Salben* auf die Wunden auflegen...mehr aber nicht.
Den Schaden aber haben trotzdem die kleinen Unternehmen.

Da ich miterlebt habe wie sich der Lebensstandard der "kleinen Leute" in den vergangenen Jahren verbessert hat, bin ich eher der Meinung, dass die wirtschafts- und finanzpolitischen Regierungsentscheidungen auch den "kleinen Leuten" und den "kleinen Unternehmen" zu Gute gekommen sind.

Aber vielleicht hat sich deren Standard nicht "wegen" sondern "trotz" der Regierungsentscheidungen verbessert. Wer weiß.
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