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Zwei erlebnisreiche Wochen mit stürmischem Auftakt

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Zwei erlebnisreiche Wochen mit stürmischem Auftakt

Beitragvon Anouschka » Do Sep 29, 2005 1:28

Hallo,

drei Tage ist es nunmehr schon wieder her, dass wir (ein Paar mit 3-jährigem Kind) wieder im herbstlichen Deutschland weilen. Zwei erlebnisreiche Urlaubswochen an der Süd-Ostküste in Pointe d´Esny liegen hinter uns, in denen wir zahlreiche Eindrücke von diesert faszinierenden Insel sammeln konnten, die zunächst alles andere als Liebe auf den ersten Blick war. Doch daran war nicht Mauritius schuld, sondern schlechtweg das Wetter.

Dass unsere Ankunft am 11. September noch in die Mauritianische Winterzeit fiel, war uns wohl bewusst. Auch kannten wir die Klimatabellen der Ostküste, die in dieser Jahreszeit stürmischer als der Norden und Westen ist. Auf gelegentliche Schauer oder den einen oder anderen Regentag waren wir eingestellt - nicht jedoch auf heftigen Dauerregen, Temperaturen unter 20 Grad und Sturm. Einheimische erzählten uns, dass ein so genannter Anti-Zyklon die Ursache für die Schlechtwetterfront sei. Alle warteten jeden Tag auf eine Besserung. Gelegentlich klärte sich der Himmel auch auf und sonnen- und badehungrig wie wir waren stürzten wir uns gleich ins Wasser. Besonders unsere Tochter war dann kaum zu bremsen - ich glaube, sie hat keinen Sonnenstrahl ungenutzt gelassen! Doch meist war die Freude nur sehr kurz - dann hieß es wieder rein in die Wohnung und abwarten. :beer)

Anfangs nahmen wir es mit dem Wetter gelassen und dachten an die vielen Berichte im Forum, in denen es hieß, dass mieses Wetter meist nur kurz dauere und meist am nächsten Tag wieder die Sonne scheine. Pustekuchen! Mit kurzen sonnigen Unterbrechungen dauerten die überschwemmungsähnlichen Regengüsse knapp eine Woche. Unsere Enttäuschung wurde von Tag zu Tag größer. Irgendwann hatten wir auch nichts mehr anzuziehen, denn die Sachen trockneten kaum noch - selbst die Bettecken fingen aufgrund der hohen Feuchtigkeit an zu muffen. i:()

Obwohl wir versuchten das beste aus der Situation zu machen, diverse Exkursionen mit dem Taxi (Süd-Westküste, Flic en Flac, Casella Bird Park, Curepipe, Ile aux Cerfs) unternahmen, am Meer spazieren gingen und durch das verregntete Mahébourg bummelten, schwammen uns irgend wann die Felle weg. Trostloser kann auch kein verregneter Urlaub an der Ostsee sein, dachten wir. Immerhin hat man da noch diverse Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben: in Hallenbädern, Saunen oder gemütlichem Cafés bei einem heißen Grog.

Dabei sollte es der "perfekte Urlaub" werden. In der Tat war der Ort den wir ausgesucht hatten ideal: Wir wohnten in den Villas le Guerlande in Pomte d´Esny, zwischen Blue Bay und Mahébourg. Unser Bungalow mit zwei Schlafzimmern, einem Wohnraum und einer Spam war zweckmäßig aber freundlich eingerichtet und lag direkt am Strand. Die gesamte Anlage in kolonialem Stil hatte sehr viel Charme und sah wirklich genauso traumhaft aus wie auf dem Hotelprospekt. Wir waren begeistert so nahe am Meer zu wohnen und freuten uns auf auf entspannte Abende mit einer Flasche Rotwein auf der Terrasse, Schnorcheltouren und herrliche Strandtage mit unserer kleinen Tochter, wegen der wir uns genau für diese Anlage entschieden hatten. Es war, als würde man einem Hund einen leckeren Knochen unter die Nase halten, ihn aber nicht zuschnappen lassen....

In unserer Verzweiflung wälzten wir Reiseführer und telefonierten sogar mit einigen Hotels im Norden der Insel, da wir dachten, da hier das Wetter besser sei. zum Glück jedoch blieben wir dann doch in Pointe d´Esny, denn wie wie später erfuhren, war die Situation im Norden auch nicht viel besser - nur der Wind war dort etwas schwächer und es regnete nicht ganz so viel.

Nach einer Woche holten wir unseren Mietwagen am Flughafen ab, den wir bereits in Deutschland wegen der besseren Versicherungskonditionen vorgebucht hatten. die Fahrt ging entlang der Ostküste in Richtung Norden - anfangs schüttete es wie aus Kannen - zum Leidwesen meines Mannes, der sich sein Debüt auf holperigen Straßen mit Linksverkehr auch etwas anders vorgestellt hatte. Nachdem er fast einen Bus gerammt hätte und bei einer Kreuzung plötzlich intuitiv auf der rechten Seite gefahren war bis Schnauze an Schnauze mit einem Mauritianischem Auto standen, ging es mit der Zeit immer besser und bald war er richtig fit. als chaotisch haben wir den Verkehr niemals empfunden - nur das Linksfahren war anfangs gewöhnungbedürftig.

Mit jedem Kilometer hatten wir riesig Spaß und genossen die Freiheit, auf eigene Faust das Land zu entdecken, anzuhalten wann es uns gefiel und auch mal querfeldein zu fahren, wenn wir irgendeine schöne Ecke entdeckt hatten. Wir fuhren durch endlos lange Zuckerrohrfelder, sahen Landarbeiter, kleine Tempel und Frauen, die ihre Wäsche im Fluss wuschen. Es ging vorbei an grünen Bergmassiven und durch viele kleine Dörfer, in denen die Zeit stehengeblieben zu schein schien.

Die Reise führte uns durch Belle Mare, Flaq und Goodlands über Cap Malheureux bis nach Pereybère. Dort suchten wir uns ein kleines Hotel, wo wir die Nacht verbrachten. Abends dinierten wir in einem noblen indischen Restaurant. Am nächsten Tag schien alles um uns herum wie verwandelt. Die Sonne schien - wir konnten es kaum glauben. Auch der Wind war plötzlich anders, milder und aus einer anderen richtung. Nach einem kurzen Abstecher in Grand Baie, das uns gar nicht gefiel, das sich der Ort völlig auf westlichen Tourismus eingeschossen hat und man an jeder Ecke abgeneppt wird, ging es weiter nach Troux aux Biches, Pointe aux Piments und Triolet. In der versteckten Baie du Tombeau legten wir einen mehrstündigen Bade-Stop ein - bis auf wenige Einheimische waren wir dort die einzigen Touristen. Auf der Rückfahrt gerieten wir dann ungewollt in den Stadtverkehr von Port Louis - wo wir schon einmal dort waren, nutzten wir die Gelegenheit, noch auf einen Sprung am Hafen und am Einkaufszentrum Caudan Waterfront vorbeizuschauen.

Spät am abend kamen wir erschöpft wieder in unserem Hotel an der Ostküste an. tja- was soll ich sagen: Auch dort hatte der Sommer Einzug gehalten. Plötzlich war alles anders: die Luft, die Farben, die ganze Stimmung. Unser Nachholbedarf nach Sonne und Strand war riesig. Mit herrlichen Strandtagen, Scnnorcheltouren mit dem Motorboot in der Blue Bay und zur Ile de Deux Cocos wurden wir dannfür die Misere der ersten Tage entschädigt. Ein erneuter Tagestrip zur Ile aux Cerf, wo wir auch die Wasserfälle besichtigten und das Farbenspiel genossen, rundeten die Woche ab. :cool:

Am letzten Abend saßen wir dann ganz melancholisch am Strand - wir waren traurig, von diesem Ort mit seinen vielen Möglichkeiten und interessanten Menschen Abschied zu nehmen. Plötzlich fielen uns noch so viele Sachen ein, die wir sehen wollten. Gleichzeitig blieb ein wenig Wehmut zurück für die verregntenen Tage am Anfang, die uns doch insgesamt viel von unserer Euphorie genommen hatten.

Wenn man uns nach den schönsten Erlebnissen fragt, so gehört hierzu zweifelohne unsere zweitägige Tour mit dem eigenen Wagen. wir können es nur jedem empfehlen, den Mut zu haben, auf eigene Entdeckungstour zu gehen. Erst hier hatten wir das Gefühl, ganz in die fremde Welt einzutauchen und sie hautnah und ohne Filter zu erleben. Die Taxitouren, die wir gemacht haben, waren zwar okay - dennoch fehlte uns hier nach einiger Zeit immer die Freiheit, sich einfach mal treiben zu lassen, wegen eines interssanten Fotomotiovs auch einmal (oder mehrere Male) den Rückwärtsgang einzulegen - ganz ohne Zeitlimit, ganz spontan und ohne irgend jemand, der auf einen wartet. Tja, wahrscheinlich sind wir einfach zu sehr Individualisten, als dass wir uns auf Dauer "am Händchen" wohlfühlen.

Beeindruckt hat uns auch die Freundlichkeit der Menschen, ihre Gelassenheit und Ruhe, die wir als stressgeplagte Mitteleuropäer besonders positiv empfanden. Dennoch hatten wir im Gegensatz zu vielen Berichten in diesem Forum häufig auch das Gefühl eines gewissen Reserviertheit und Distanz gegenüber Touristen. Auch die drei Taxifahrer, mit denen wir Touren unternahmen, waren eher muffig. :mrgreen:

Am Ende hätten wird fast das Glück gehabt, bei einer Mauritianischen Familie zu Gast zu sein. Unser Bootsführer, den wir in Blue Bay kennengelernt hatten und mit dem wir verschiedene Schnorcheltouren unternommen hatten und der unsere Tochter ins Herz geschlossen hatte, lud uns ganz spontan zu seiner Familie nach Mahébourgh zum Abendessen ein. Begeistert sagten wir zu und kauften im Supermarkt ein paar nette Präsente, von denen wir dachten, sie könnten Freude machen. Leider kam der Familie jedoch kurzfristig etwas dazwischen und die Einladung musste abgesagt werden. Schade- wir hatten uns sehr auf den Abend gefreut und es wäre sicherlich ein schöner Abschluss unserer Reise gewesen. Na ja, vielleicht haben wir ja beim nächsten Mal mehr Glück. Wann das sein wird, wissen wir noch nicht - sicher jedoch ist nur eines: Wir buchen Mauritius nur noch in der Hochsaison! :wink)

Andrea

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Heimweh

Beitragvon MmeTortue » Fr Sep 30, 2005 14:10

Hallo Andrea,

Danke fuer den schoenen Bericht, der mir richtig Heimweh bereitet, denn seit Dienstag bin ich beruflich in Australien unterwegs... Meine neue Heimat ist Mahebourg und ich konnte Deine Schilderungen gut nachvollziehen.

Wie bereits in einem anderen Posting geschrieben, hattet Ihr wirklich extremes Pech mit dem Wetter.

Liebe Gruesse aus Adelaide
Mme. Tortue
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Huhu!!!

Beitragvon Seestar » Di Okt 11, 2005 17:08

Hi!

Ich entneh,e eurem Berricht, dass Ihr auch am 26.09.05 zurück geflogen seid... Wir auch. Allerdings hatten wir 3 Wochen Zeit. Die eine Woche mit dem miesen Wetter war aber im Norden wirklich nicht so schlimm wie sich das bei Dir anhört. Wir hatten trotzdem JEDEN Tag Sonne. Es war nie so, dass es durchgeregnet hat... blöd, aber ich bin begeistert, dass Ihr trotzdem wieder hin eollt.

Ich werde auf jeden Fall auch zum Wiederholungstäter bzw. ...rin! Es hätte auch 3 Wochen regnen können und ich hätte mich in die Insel verliebt!!!

Hey bestimmt waren wir im selben Flieger LTU/Air Mauritius oder???

Grüsse Kathy!!!
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