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2 Wochen La Pirogue - Tauchen - Genießen

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2 Wochen La Pirogue - Tauchen - Genießen

Beitragvon rasselbande » Mo Jun 19, 2006 11:35

Hallo an alle,
wir sind gerade zurück nach zwei wunderschönen Wochen im La Pirogue, unser erster Mauritius-Urlaub. Es wird nicht der letzte bleiben, denn die Insel hat uns sehr gut gefallen, auch das Hotel. Da wir sehr mit Tauchen beschäftigt waren, haben wir nur einige Ausflüge gemacht (Port Louis, Pamplemousses, Ile aux cerfs, Chamarel, Südküste) und waren dank dieses Forums gut vorbereitet auf die endlosen Zuckerrohrfelder und die dichte und nicht gerade schöne Besiedlung im Landesinneren. Ich kann allerdings nicht feststellen, dass wir so viel mehr Dreck gesehen hätten als in so manchen europäischen Ländern. Wie wohl jeder Besucher waren wir beeindruckt von der Freundlichkeit der Bevölkerung. Wir hatten sehr gutes Wetter und haben den Aufenthalt rundum genossen.

LA PIROGUE: Das Hotel ist sehr gepflegt, die Gartenanlage wunderschön – wir haben uns einige andere Hotels angeschaut und finden das Gelände und die Unterbringung in kleinen, palmwedelgedeckten Häuschen mit Abstand am gelungensten. Das Personal ist kompetent und äußerst freundlich, aber selbstbewusst und nicht devot. Das Sportangebot ist hervorragend (wobei ich Windsurfen in der sehr flachen Lagune mit Korallen bis knapp unter der Wasseroberfläche ziemlich gefährlich finde). Das Tauchcenter ist prima (weiter unten mehr dazu). Essen: Das Frühstücksbüffet ist hervorragend und lässt keine Wünsche offen. Das Abendbüffet ist abwechslungsreich und gut (aber nicht mehr), eben so wie das Essen im Seafood-Restaurant Paul et Virginie. Da wir als bekennende Gourmets allerdings reichlich hohe Ansprüche haben, waren wir damit schon ganz zufrieden, andere stufen das Essen sicherlich weit höher ein. Die Auswahl an Flaschenweinen ist selbst für Kenner ausreichend; gute südafrikanische Weine kosten ca. zwei Drittel von dem, was man in Deutschland im Restaurant dafür bezahlen müsste. Die abendlichen Shows sind sehr gut getanzt und gespielt (sehr gute Tänzer und Musiker), aber nach einer Weile ein bisschen langweilig (überwiegend Klassiker und Hits aus den 70ern; Leute in unserem Alter (Mitte/Ende 40) erkennen wehmütig den Sound ihrer Jugend, aber für Jüngere ist das wohl nicht so attraktiv. Ein bisschen was Fetzigeres, eine Disco irgendwo in einer Ecke des weitläufigen Geländes wäre für Leute von 14 bis 35 (so ungefähr) sicher nicht schlecht. Für Jugendliche ist abends total tote Hose (allerdings waren außer unserer 15jährigen Tochter auch kaum welche dort). Die Zimmer sind nett eingerichtet und haben je nach Renovierungszustand neue, mittlere oder alte Klimaanlagen. Wer demnächst ins La Pirogue will: ich empfehle, um ein Zimmer mit einer neuen Anlage zu bitten, die kann man nämlich nachts laufen lassen. Die anderen sind schlicht zu laut, und dann wird es trotz „Wintertemperaturen“ doch relativ warm und stickig.

TAUCHEN: Wir kamen als Neulinge (ich hatte direkt zuvor in Deutschland den Open Water Diver gemacht, meine älteren Kinder wollten den Kurs in Mauri abschließen. Die Tochter war dann doch zu ängstlich, der fast 12jährige Sohn beendete den Kurs bei Sun Divers und dem Instructor Jean-Marc, der nur zu empfehlen ist. Da uns das Tauchen so gut gefiel, hängte ich gleich noch den Advanced OWD dran, wodurch ich auch zu den attraktiven Tauchplätzen in größerer Tiefe kam (Kathedrale – einfach klasse!). Steinfische, Langusten, Tintenfische, Seeschlangen, Muränen, massenweise Rotfeuerfische und eine unglaubliche Vielzahl anderer Fische haben uns schwer beeindruckt. Jean-Marc zeigte uns immer wieder die tollsten Viecher, die wir ohne ihn nie gesehen hätten. Sun Divers hat ein sehr nettes, kompetentes Team, die Ausrüstung ist gut (soweit wir das als Anfänger beurteilen können), alles ist gut organisiert – ich kann das Tauchcenter nur empfehlen. Meine ersten Unterwasserfotos sind nur zum Teil gut gelungen, aber ein paar werde ich hier ins Album stellen.
Bei der ersten Ausfahrt mit dem Schnorchelboot sahen meine Kinder und mein Mann direkt neben dem Boot Delphine; bei der Rückfahrt im Tauchboot vom letzten Tauchgang sahen wir als krönenden Abschluss 20 Meter vor dem Boot einen Buckelwal.

HOCHSEEFISCHEN: Beim Hotel gab es ein Angebot für 200 Euro: ein halber Tag, sozusagen ein halbes Boot mit einem Angelplatz und zwei Zuschauern. Für das gleiche Geld bot uns ein Bootsinhaber am Strand das Boot für die ganze Familie (5 Leute) an, für 300 Euro ein ganzer Tag mit Lobster-BBQ auf der Ile aux Benitiers. Das haben wir dann gemacht. Anfangs waren wir entsetzt, weil das Boot (anders als die hochglänzenden Hochseeboote mit ihren 6 Angeln) reichlich versifft war. Aber an diesem Tag sahen wir 5 Hochglanzboote, die alle nichts gefangen hatten. Wir hatten nicht mit großen Marlins oder Bonitos gerechnet, sondern uns schon darauf eingestellt, dass wir wahrscheinlich gar nichts fangen würden; daher waren wir schon recht stolz auf drei 50-80 cm große, jeweils mehrere Kilo schwere Fische (1 Thun, 1 Dorade, 1 Wahoo). Eine halbe Dorade verspeisten wir dann gleich beim BBQ und stellten fest, dass unser Skipper diese und die Langusten besser zubereitete als das Paul et Virginie beim teuren Lobster-Dinner. Insofern waren Eltern und Söhne mit dem Siff-Schiff wieder versöhnt.

AUSFLÜGE: Bis auf eine Shopping-Tour nach Port Louis, bei der sich Vater und Tochter allein durch die Boutiquen schoben, waren wir mit dem Minibusfahrer unterwegs, den uns Monika vom Sofitel empfohlen hat (danke, Monika!) Bridge war ein sehr netter, umsichtiger Fahrer. In Chamarel waren wir in dem Adventure-Parc; eine nette Sache für sportliche Kinder, die sich amüsieren, wenn ihre Eltern auf Hängebrücken keuchend in den Seilen hängen. Wer mit Kindern auf die Ile aux cerfs fährt, sollte genügend Geld (oder einen eisernen Willen) mitnehmen, da die wilden Funsport-Angebote ziemlich unwiderstehlich sind.

MÜCKEN: Im Hotel wurde nur noch wenig gefoggt. Abends gab es einige wenige Stiche an unbedeckten und nicht eingesprühten Stellen. Wir haben eigentlich nur in Pamplemousse gesprüht (dort waren aber praktisch keine Mücken) und in Chamarel. Dort allerdings wurden wir trotz massivem Mückenschutz reichlich zerstochen (an Anti-Brumm haben sich die Viecher wohl inzwischen gewöhnt). Wir haben uns aber darauf verlassen, dass Chic inzwischen „out“ ist, und uns keine allzu großen Sorgen gemacht.

FAZIT: Hotel sehr empfehlenswert für Paare und Familien mit Kindern, für Teenies eher weniger; Tauchen entdeckt und genossen, Strand wunderbar, von der Insel noch zu wenig gesehen, günstige Klamotten gekauft. Wir kommen gerne wieder – aber vielleicht in kleinerer Besetzung.

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