Info Mauritius        
Urlaub Info Mauritius
   
Webcam Mauritius
 
Mauritius Wetter
  Mauritius Forum  
Mauritius Bilder
 
Mauritius Unterkunft
   
Mauritius English Home
   

 

 
               

Unsere Reise im August 2006

Hier ist Platz für Ihre Berichte, Erfahrungen und Geschichten.
Sagen Sie den anderen, was Sie wie erlebt haben ;)
Forumsregeln

Unsere Reise im August 2006

Beitragvon Gerald » Mo Sep 18, 2006 18:20

Reisebericht Mauritius – Flic en Flac

„You´re welcome !“ :cool:
Dieser Satz, von vielen Einheimischen vorgetragen mit dem schönsten strahlendsten Lächeln, wird mir lange in Erinnerung bleiben. Wir fühlten uns tatsächlich willkommen auf dieser wunderschönen Insel, freundlich aufgenommen im Hotel Klondike in Flic en Flac, wie von vielen anderen Mauritiern. Ich habe bisher noch in keinem Land erlebt, dass wildfremde Menschen auf den Straßen, in den Bussen oder am Strand mich freundlich grüßen und mir ein Lächeln schenken. Gerade wir Europäer könnten in Sachen Toleranz und Freundlichkeit viel von den Mauritiern lernen.
Wer sind denn nun eigentlich diese Mauritier: Ein buntes Völkergemisch aus Indern, Afrikanern, Europäern und Asiaten, welche Hindus, Moslems, Christen oder Buddhisten sind, und sich auf Kreolisch verständigen, eine wilde Sprachmischung aus Englisch, Französisch, afrikanisch und indisch (dann und wann versteht man ein englisches oder französisches Wort, der Rest klingt wie Geblubber). Und alle diese unterschiedlichen Volks- und Religionsgruppen leben friedlich miteinander. Unser Taxifahrer Pritam meinte, dies sei so, da wir ja letztendlich alle nur Gäste auf dieser früher unbewohnten Insel seien. Dies war für mich das Beeindruckenste an Mauritius – dieses freundliche, tolerante Miteinander.
Und dann die Strände – weißer Korallensand, dunkelgrüne Nadelbäume, manchmal Palmen vor hellgrünem Lagunenwasser, und dazwischen die Einheimischen, welche sich alle Zeit der Welt lassen, um vor dieser Kulisse zu Picknicken und zu relaxen. Ist schon klar, klingt wie aus einer Werbebroschüre eines Reiseveranstalters – ist aber eben dort auch so.
Unter Wasser geht´s zu wie im exotischen Aquarium. Bereits vier, fünf Meter vom Strand entfernt, wimmelt´s von Fischen. Gelbe, grüne, blaue, kleine und große (ich hab nen Flötenfisch gesehen, der war locker 1Meter50 lang), ungefährliche, aber auch gefährliche (Steinfisch, Rotfeuerfisch). Wir waren im August dort, also im Winter Mauritius, trotzdem hatte das Wasser in der Lagune gefühlte 25 Grad, Lufttemperatur in etwa ebenso.
Wir haben mehrere Ausflüge mit dem Taxi unternommen: ganztägige Tour so zwischen 1000 und 1600 Rupien = 25 bis 40 €. Wir hatten das Glück, einen sehr netten und freundlichen Taxifahrer kennen gelernt zu haben, welcher uns nicht nur herumchauffierte, sondern bei den Sehenswürdigkeiten auch mit ausstieg und uns viel erklärte.
Empfehlenswert ist sicher der Ausflug zum Grand Bassin, eine große hinduistische Anlage, DAS Heiligtum der Hindus auf Mauritius.
Ein unbedingtes Muß ist ein Ausflug auf die Ile aux Cerfs, einer kleinen vorgelagerten Insel im Osten Mauritius. Als Beschreibung sollte reichen: „Ile aux Cerfs – wo der Indische Ozean zur Südsee wird“. Nur ein kleiner Spaziergang weg von der Anlegestelle, wo´s von Touristen und Hawkern nur so wimmelt, und kein Mensch ist mehr zu sehen (zumindest bei uns im Winter).
Das krasse Gegenteil dazu kann in Port Louis „bewundert“ werden. Menschenmassen, ein ständiges Hupkonzert, Verkehrschaos, fliegende Händler, die diesen Lärmpegel noch überbrüllen. Hier pulsiert das Leben, für unsere erholungsbedürftige Seele war´s ein bißchen zuviel „Puls“.
Sehr interessant war der botanische Garten in Pamplemousse. Hier bekommt man einen Eindruck, wie´s wohl vor der Abholzung Mauritius dort ausgesehen hat, wenn auch die Pflanzen und, teilweise, riesigen Bäume aus der ganzen südlichen Hemisphäre stammen.

Trotzdem ist das Hinterland auch einen Ausflug wert. Grade im Süden, im Black River Nationalpark, hat´s uns sehr gut gefallen. Dort darf nicht gebaut und auch nichts angebaut werden, die Landschaft wirkt noch sehr ursprünglich, hier trifft man auch öfter wildlebende Affen (ich glaube, Rhesusaaffen), denen man allerdings nicht zu nahe kommen sollte. Ein Einheimischer meinte mal, eine Familie mit einem Hund im Haus sei „safe“, aber ein Hausaffe als Wachtier mache das Haus zu „Fort Knox“.
Ich könnte noch viel berichten, z.B. über das leckere Essen, allerdings nicht im Hotel Klondike (siehe Tipps), über die samtweiche Luft oder die beeindruckenden Herrschaftshäuser der Kolonialzeit. Mauritius ist jedenfalls eine Reise wert, für mich war´s sicher nicht die letzte dorthin.

Tipps zu Flic en Flac: :ploppop

Hotel Klondike:
Sauberes, gut geführtes, einfaches Hotel, sehr schöner, aber kleiner Pool. Einziger Abstrich: das Essen war dort katastrophal, wir haben nur einmal dort gegessen und dann nie wieder. Also besser Bungalow (allerdings ohne Meerblick) buchen mit Frühstück, als das Zimmer mit Halbpension.

Bois noir:
Ein sehr gutes kleines Esslokal ist das Bois Noir, die Schwarzwaldstube, wie Dodolein aus diesem Forum sie mal nannte. Ich habe selten so lecker gegessen: verschiedenste Curryvarianten, ein sehr gutes Rindersteak und leckerer Fisch. Das Bois Noir ist nur ca. 10 Gehminuten vom Klondike entfernt (vor auf die Hauptstrasse, dort links, nach ca. 100 Metern auf der rechten Seite)
Lesley´s:
Gegenüber vom Bois Noir. Auch gut, Bois Noir war aber noch besser.
Chez Pepe:
Eine sehr gute Pizzeria an der Hauptstrasse. Ca. 20 Gehminuten vom Klondike entfernt

Schnorcheln:
Am Klondike geht´s grade so bei Flut (dann ca. 1 mtr. Wassertiefe), ca 400 Meter weiter südlich am Strand dann tieferes Wasser. Unbedingt schnorcheln! Ist ein tolles Erlebnis

Taxi:
Wir waren begeistert von unserem Taxler. Richtet ihm einen Gruß von uns aus! Daher hier seine Daten: Rosan Sauboorah (Pritam), Quatre Bornes, Tel.: 7179222

Internet:
Im Klondike zu teuer. Im Post Office kann man kostenlos 30 Minuten surfen (Pass mitnehmen!)

Nachtleben:
Gibt´s keins. Ab 21:00 werden die Bürgersteige hochgeklappt. Uns hat´s nicht gestört

Einkauf:
Der legendäre Spar-Supermarkt. Tolle Auswahl, gute Preise.

Autovermietung:
Z.B. Le Resh Autovermietung, schräg gegenüber vom Bois Noir. Ein Auto kostet dort zwischen 900 und 1400 Rupien /Tag. Rechnet man das Benzin mit ein, ist das Taxi günstiger!

Bus:
Unbedingt mal fahren. Ist Klasse, weil uralte Klapperbusse, kostet 50 Cent, egal wie weit man fährt. Buslinie 123 nach Port Louis, hält direkt am Anfang der Stichstrasse zum Klondike.

Der Weg ist das Ziel
Gerald
encor Basic
encor Basic
 
Beiträge: 7
Registriert: Mi Jul 19, 2006 18:44
Wohnort: Friedberg/Bayern

Info Mauritius Annonce
 

Zurück zu Mauritius Berichte-Erfahrungen-Geschichten



 


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast