Zu Rodrigues – da hier offensichtlich nicht so ‚in’ – nur soviel: die kleine Schwester mag zwar politisch und geologisch zu Mauritius gehören, ist aber in vielen Dingen ganz anders. Die Bevölkerung ist überwiegend kreolisch und zu über 95% katholisch. Es gibt weniger Strände als auf Mauritius und man kann eigentlich nur bei high tide richtig schwimmen – dafür ist die Unterwasserwelt noch intakt.
Der Empfang in Plaisance war wie fast erwartet – wolkenbruchartiger Regen bei etwas über 20 Grad.
War aber auch schon das einzige mal dass wir von oben nass wurden. In den darauf folgenden 2 Wochen hat sich uns Mauritius von zwei Seiten gezeigt: da ist einmal das ‚touristisch erschlossene’ Mauritius mit allen Vor- und Nachteilen, je nach Sichtweise des geneigten Betrachters, typischerweise verkörpert durch unseren Fahrer der mir während der ca. 90 Minuten bis zu unserem Hotel mindestens 50 Suuuper-Sonder-Angebote in allen Varianten vermitteln wollte.
Mit den noblen Ressorts, die den Einheimischen den Zutritt verweigern.
Mit den organisierten Touren zu den ‚klassischen’ Sehenswürdigkeiten.
Und mit den Shops in denen man fast alles was man braucht ( oder auch nicht ) kaufen kann – mir ging z.B. ein Brillenglas kaputt. Kein Problem, binnen einer Woche hatte ich zwei neue – und das zu einem Preis, der etwa 60 – 70 % unter dem in Deutschland lag.
Und dann gibt es eben noch das ‚alte’ Mauritius, abseits der touristischen Zentren, die kleinen versteckten Shops in den Seitenstrassen, die fahrbaren Snackbuden, den Brotverkäufer auf seinem mindestens zwanzig Jahre alten Moped und so weiter und so fort.
Lässt sich übrigens auch fast geographisch darstellen: das moderne Mauritius im Westen, bis hoch nach Grand Baie, typischerweise verkörpert durch das quirlige, aber eben auch verkehrs- und luftmässig überforderte Port Louis. Und das alte Mauritius im Südosten, hier darstellbar an Mahebourgh das sich in den letzten 20 Jahren nur wenig verändert hat.
Alles in allem bietet das heutige Mauritius für jeden Geschmack etwas, man muss nur wissen was man will und bereit sein dies unter Umständen erst suchen zu müssen.
Noch ein paar News, die hier meines Wissens noch nicht erwähnt wurden: das Trou aux Biches soll voraussichtlich ab ca. März 2007 für 18 Monate wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen werden – konkret soll der alte 9-Loch-Golfplatz plattgemacht und durch zusätzliche Bungalows ersetzt werden.
Und in Pereybere gibt’s ein relativ neues Restaurant namens ‚Sea Lovers’ – nicht gerade billig, aber das gegrillte Fischfilet, das ich dort hatte, war schon vom Feinsten ( 450 Rupees, aber jede einzelne wert ).
Noch ein Wermutstropfen zum Abschluss: kurz vor Weihnachten scheint – nach Auskunft der örtlichen Polizei – die Kriminalität hochzugehen. So wurde in unserem Hotel – einen Tag vor unsere Ankunft – eingebrochen und alles ‚Elektronische’ wie div. Handies und Digi-Kameras mitgenommen.
Nichtsdestotrotz ist eines sicher – wir kommen wieder !!
Klaus
















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