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Mauritius Reiseerlebnisse Hotel Le Sakoa

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Mauritius Reiseerlebnisse Hotel Le Sakoa

Beitragvon dolphindiver » Di Mär 06, 2007 19:19

Schon viel zu lange wieder hier.....

Nachdem wir nun schon fast wieder 4 Wochen von Mauritius zurück sind, wird es langsam Zeit, das eine oder andere von unseren immer noch sehr frischen Reiseeindrücken hier aufzuschreiben.

Schon nach dem Abwickeln der Einreiseformalitäten wurden wir beim Verlassen des Flughafengebäudes sehr freundlich gleich namentlich angesprochen statt wie woanders mit einem hochgehaltenen Pappschild empfangen zu werden. Auf der knapp einstündigen Fahrt zum Hotel erzählte uns der Chauffeur schon eine Menge über Land und Leute.

Als wir dort eintrafen waren wir gleich begeistert. So hatten wir uns das vorgestellt! Klein, übersichtlich, richtig gemütlich, fast schon „schnuckelig“. Der sehr gepflegte Garten mit kleinem Pool in der Mitte wurde auf der rechten Seite von den Bungalows und auf der linken Seite ebenfalls von zwei Bungalows, Rezeptionsgebäude, Speiseraum und Bar eingerahmt. Dahinter schimmerte durch die Palmen der weiße Strand und das Meer. Obendrein war noch die Brandung vom Riff zu hören. Hallo? Paradies?
Die Rezeption war zu dieser frühen Stunde nicht besetzt, der Nachtwächter hatte noch Dienst. Wir haben erst mal die Aussicht genossen. Nach etwa einer Stunde Wartezeit in langen Hosen –es war schon ziemlich warm für europäische Winterverhältnisse- traf Marie-Nöelle ein. Sie gab uns sofort den Schlüssel für den „Changingroom“, damit wir uns zumindest umziehen konnten. Die Badesachen haben wir zwar nicht sofort im Koffer gefunden, aber zumindest kurze Hose und T-Shirt. Das nächste Mal kommt die Badehose direkt oben in den Koffer. Die Wartezeit zur Zimmerübergabe verkürzten wir mit dem Frühstück. Die Auswahl war nicht so berauschend, drei Sorten Brot, eine Sorte Käse, zwei mal Marmelde, Saft leider aus dem Tetrapack, Milch, Müslikörner, natürlich Tee oder Kaffee. Auf Wunsch gab es noch frisch zubereitete Eierspeisen. Ein Highlight waren allerdings die frischen Ananas und Passionsfrüchte, manchmal auch frische Orangen. Wie sich herausstelle, änderte sich diese Auswahl während unserer drei Wochen nicht. Wir haben das ganze zwischendurch mit einigen Dingen aus dem Supermarkt von schräg gegenüber etwas „aufgepeppt“.

Noch im Laufe des Vormittags konnten wir unser Zimmer beziehen. Es war genau so wie beschrieben. Sehr groß, bequeme Matrazen im Bett, abgeteilte Garderobe, dahinter eine kleine Küche, und einem großen Bad. Auch der Balkon ließ nichts zu wünschen übrig, großzügig, mit Esstisch und vier Stühlen sowie zwei Korbsesseln und Tisch mit Windlicht ausgestattet. Wir haben uns sofort wohl gefühlt. Der Zimmerservice war nicht nur zum Thema Sauberkeit perfekt, selbstverständlich wurde die niedergebrannte Kerze im Windlicht ausgetauscht oder das Plättchen im elektrischen, sehr wirksamen Anti-Moskito Gerät. Leider lag das Zimmer im 1. Stock im Bungalow direkt an der Straße nach Grand Baie. Im Nachhinein hat es nicht gestört, wenn der Verkehrslärm morgens wieder einsetzte, waren wir sowieso schon am Strand. Da hatten wir ihn fast für uns allein.

In den ersten etwa drei Tagen setzte uns die Hitze und die Luftfeuchtigkeit doch sehr zu. Selbst die Einheimischen sprachen von außergewöhnlich schwüler Hitze. Deshalb pendelten wir früh morgens zum Strand bzw. ins Wasser und abends zurück ins Zimmer. Unterbrochen wurde das Ganze nur durch Strandspaziergänge am Morgen und am späteren Nachmittag. Besonders an den Wochenenden am Nachmittag machten die Spaziergänge großen Spass. Viele einheimische Familien und viele Kiddies hielten sich dort auf und es war dann eine ganz einzigartige, schöne Atmosphäre. Gleich am ersten Wochenende haben wir mitbekommen, wie zwei, drei einheimische Jungen einen Steinfisch, etwa so groß wie zwei Fäuste, aus dem Wasser geholt haben. Hier im Forum hatte ich ja schon einiges über diese Tiere gelesen, aber nun wurde es uns doch etwas mulmig. Also ging unsere Diskussion wieder los, ob wir jetzt die eigens gekauften Taucherschuhe zum Schwimmen anziehen sollten oder nicht. Wir haben es dann mit dem Motto „Füße hoch“ gehalten, sobald das Wasser halbwegs tief genung war. Weit in das Meer hineinlaufen ging ohnehin nicht, weil stellenweise die ersten Wasserpflanzen und Korallen relativ dicht an der Wasserlinie wachsen. Also immer schön auf dem Sand bleiben, da sieht man wenigstens, wo man hintritt und macht nichts kaputt..
Einige Tage später habe ich in der Tauchschule bezüglich der Steinfische noch mal nachgefragt. Die Angestellten dort bestätigten, das immer wieder mal in Ufernähe ein Steinfisch gefunden wird, man solle mit den Füßen im Wasser über den Sand schlurfen und nicht von Fuß von oben aufsetzen.

Nach einer knappen Woche wurde es nun endlich Zeit etwas zu unternehmen. Unsere erste Tour fiel im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Im strahlenden Sonnenschein in Trou aux Biches losgefahren, bewölkte es sich immer mehr in Richtung Süden. Kurz vor dem Vanilla Park regnete es wie aus Eimern. Krokodile und Schildkröten im Regen. In Gris Gris war es kurz troken von oben. Danach setzte wieder der Regen ein, von der Black River Schlucht war kaum etwas zu sehen. Wir haben die Fahrt dann abgebrochen, wollten vielleicht noch etwas von der Waterfront in Port Louis sehen. Es ging nur sehr langsam wieder in Richtung Norden, schon ein ganzes Stück vor Port Louis staute es sich, es wurde einfach zu spät. Die Wolken rissen erst wieder auf, als wir uns vor dem Hotel von unserem Fahrer verabschiedeten. Den Frust dieses Tages haben wir dann bei einem leckeren Abendessen und einer guten Flasche Wein heruntergespült.

Gleich am nächsten Tag ging es mit einem Holzkatamaran älteren Baujahrs zur Gabriel Island. Als Hobbysegler hat mir diese Tour gut gefallen, nur das alle anderen Boote schneller waren. Ich durfte auch mal ans Ruder, es war aber nicht mehr herauszuholen. Das Schnorcheln hat viel Spaß gemacht, das servierte Essen und natürlich auch die Getränke schmeckten uns sehr gut. Ein gelungener Tag.

Alle weiteren Landausflüge haben wir mit Kumar gemacht. Er fährt als einziger, in Anlehnung an die Farbe eines italienischen Sportwagenherstellers, ein rotes Taxi. Er kennt auch einiges vom englischen Fussball, insbesondere vom FC Liverpool. Was er aber besser kennt, ist seine Insel und Schleichwege. Er hat uns eine ganze Menge berichtet und erzählt über Land und Leute, zu den Sehenswürdigkeiten und auch über sich und sein Leben. Es war sehr interessant.
Eine Tour führte durch den Norden in den Osten, Trou d’Eeau Douce, und zurück über Pamplemousses Garden. Hier hatten wir das Vergnügen, einen mauritianischen Landregen erleben zu dürfen.
Die nächste Tour ging in den Süden, wir wollten die auf der ersten Fahrt entgangenen Sehenswürdigkeiten besuchen. Dieser Tag hat uns mit am Besten gefallen, diesmal spielte sogar das Wetter mit. Nach dem Shoppingvormittag in Port Louis und vielen Eindrücken von der Natur sind wir irgendwann nachmittags südlich von Le Morne aus dem Gebirge gekommen. In La Gaulette hat Kumar sich durchgefragt und uns an Turenne, einen einheimischen Fischer vermittelt, der mit uns auf’s Meer gefahren ist und rund um Benetier Island. Er hat viel von den lokalen Eigenheiten der Gegend berichtet und Kumar hat übersetzt. Leider haben wir dabei auch erfahren, das nach dem letzten Regierungswechsel endlich die Genehmigung vorliegt, auf Benetier Island ein Hotel bauen zu dürfen. Das gleiche soll für entweder Flat Island oder Gabriel Island gelten, hörten wir bei anderer Gelegenheit.
Die vierte Tour führte uns zur Ille aux Cerfs. Schade um die Zeit und ums Geld. Völlig überlaufen, das Personal dort hat ja gar keine Chance alles wegräumen was die Touristen dort meinen nicht in die Mülleiner werfen zu müssen. Ausser auf den Golfplätzen natürlich. Für uns ein klassisches Beispiel für die negativen Ausprägungen des Massentourismus.
Die letzte Tour führte uns zu den Delfinen nach Tamarin. Die langen Taxifahrten haben sich nicht gelohnt, zumal die Tiere nur für wenige Sekunden zu sehen waren und sich am Ende über zwölf Schnellboote an der Jagerei beteiligten. Wenn wir wieder nach Mauritius kommen, machen wir das nicht noch einmal. Im entsprechenden Thread hier im Forum habe ich meine Meinung dazu schon geäußert.

Wie eingangs erwähnt, war das Frühstück im Hotel nicht unbedingt abwechslungsreich. Am ersten Abend haben wir das angebotene Dinner im Hotel in Anspruch genommen wie an zwei anderen Abenden auch. Ansonsten sind wir jeden Abend in verschiedenen Restaurants in der Umgebung und in Grand Baie essen gewesen. Nach einigem Ausprobieren hat es uns im Roadhouse und im Coco de mer, nur wenige Meter rechter Hand die Straße nach Pointe aux Piments herunter, am besten geschmeckt. Creolische bzw. seyschellinische (schreibt man das so?) Küche, sehr lecker und das Preis/Leistungsverhältnis stimmt absolut. Weitere Favoriten waren das Hidden Reef links im Ortseingang von Grand Baie und das Cafe de la Plage im Zentrum. Etwas teurer, ebenfalls creolisch, allerdings französisch angehaucht. Für alle Lokale gilt auf jeden Fall eine unschlagbare Freundlichkeit und Aufmerksamkeit des Personals. Sagenhaft!

Ja, und zwischendurch bin ich Tauchen gewesen, in der Basis vom Trou aux Biches Hotel. Dank und Gruß an Larissa und Ari, sie arbeiten dort in der Taucherausbildung. Es hat alles sehr gut funktioniert, ich wurde souverän durch alle Tauchspots begleitet und habe meinen OWD zumindest zm Adventure Diver ausgebaut. Auch bei Richard, Chef und Mitinhaber der Tauchschule konnte man sich während der Tauchgänge immer sicher fühlen, dabei ist er auch geschäftlich nicht auf den Kopf gefallen. Gäste des Trou aux Biches Hotels als auch Vet, der „Hoteltaxifahrer“ vom Sakoa berichteten, dass das TaB Hotel von Grund auf renoviert und um das Gelände des heute gegenüberliegenden Golfplatzes erweitert werden soll. Im Zuge dessen wird die Straße dort weiter nach Osten verlegt.

Während der gesamten Zeit sind uns nur die französischen Touristen negativ aufgefallen. Da meinen einige offensichtlich, sie wären noch immer Kolonialherren, benehmen sich und handeln auch so, gleichgültig ob gegenüber Einheimischen oder Touristen anderer Nationalitäten. Und wenn man obendrein auch noch deren Sprache nicht spricht, ist eh‘ alles zu spät. Die Beispiele will ich hier gar nicht wiederholen, da fiel es manchmal trotz lockerer Urlaubsstimmung schwer, sich nicht aufzuregen.

Ganz anders dagegen ist die einheimische Bevölkerung. (Eine Ausnahme haben wir kennengelernt, auch hier „Schwamm drüber“.) Alle Menschen sind freundlich, höflich. Sei es der Mann am Schalter der Maurice Telecom, der mir geduldig das Handy sogar auf deutsche Ansagedienste eingestellt hat oder die Angestellten in den Geschäften und Supermärkten, im Hotel.... Auf den Touren haben wir nur freundliche, nette Menschen kennen gelernt. Beim Handeln wurde es manchmal etwas schwierig einen angemessenen Preis zu finden, aber das Gefühl, "übers Ohr gehauen" zu werden hatte ich nicht, wobei ich den anderen auch nicht übervorteilen möchte.
Auch wenn manchmal zB. am Supermarkt die Anlieferung nun endlich mal abgewickelt werden musste, ging auch das immer noch mit einer gewissen Lässigkeit und Lockerheit, die in Mitteleuropa kaum noch vorhanden ist. Das gleiche gilt irgendwie auch für den teilweise doch chaotischen Straßenverkehr, insbesondere in Port Louis oder in Triolet zur Rushhour.

So verging viel zu schnell ein Tag nach dem anderen, und plötzlich fiel uns ein, das wir ja am nächsten Tag schon die Koffer packen müssen. Trotz der ganz frühen Morgenstunde holte uns der Taxifahrer pünktlich vom Hotel ab und brachte uns sicher zum Flughafen. Auch hier klappte die Organisation und Betreuung genau so gut wie schon bei der Anreise.


Jetzt habe ich aber langsam genug geschrieben. Seht es mir bitte nach, wenn ich damit eure Zeit in Anspruch genommen habe. Aber beim Schreiben ist man irgendwie mit seinen Gedanken wieder vor Ort. Eigentlich will ich auch noch nicht wieder weg , deshalb könnte ich locker noch ein paar Seiten weiter schreiben.......

Bis dahin und Gruß

Martin

PS: Ach ja, Bilder vom Sakoa und der Gegend zu Wasser oder Land lade ich in die einzelnen Rubriken hoch.

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Beitragvon stefan » Mi Mär 07, 2007 5:01

danke fuer diese muehe, sollch einen bericht zu erstellen, er hilft sicher einigen :ploppop
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