Ein naiver Pauschaultourist hält sich für kompetent!
Man stelle sich vor, es wird ein Deutschlandexperte gesucht, und es meldet sich ein Japaner zu Wort, der gerade eine einwöchige Europareise hinter sich hat.
Pauschaltouristen sind Konsumenten, keine Reisenden. Sie verbringen die meiste Zeit im Hotel und am Strand direkt vor dem Hotel. Sie machen einige Touren und lernen nur Angestellte des Hotels oder des Tour-Unternehmens kennen. Sie zahlen überall deutlich höhere Preise, die sie sich auch leisten können, denn bei der Buchung haben sie auch nicht aufs Geld geschaut.
Entweder kommen sie aus dem Urlaub zurück und schwärmen vom Paradies (die Bibel läßt grüßen), oder sie maulen rum, dass nicht alles so war wie zuhause.
Zitat: "Die Insel ist total überbewertet und alles, wirklich alles ist total überbezahlt."
== So einen Schwachsinn kann nur jemand schreiben, der keinen Schritt vor die Hoteltür getan hat.
Zitat: "...schmutz, die toten Korallenbänke, den Umgang mit der Natur, den Nepp und die große Armut der Bevölkerung gesehen haben, frage ich mich nur warum sich dieser Mythos des Paradieses nun schon so viele Jahre von dieser Bananenrepublik hält."
== Weil Du dämlich und arrogant bist, weil Du wahrscheinlich noch ans Christkind, den Weihnachtsmann und den Osterhasen glaubst und fest davon überzeugt bist, dass das Schicksal Dich und Deine Frau füreinander bestimmt hat. Du hättest nur einen Blick vor der Reise in einen beliebigen Reiseführer tun müssen, um zu wissen, dass Mauritius eine dicht besiedelte Insel ist und dass dort keine amerikanischen Millionäre wohnen. Ein Umweltbewußtsein wie in Deutschland gibt es nicht einmal in südeuropäischen Ländern. Bananen werden dort auch nicht angebaut, jedenfalls nicht auf Plantagen. Und Nepp ist beispielsweise gang und gebe in den Touristenzentren der DomRep, nicht aber auf Mauritius. Gerade die Freundlichkeit und Ehrlichkeit der Mauritier macht das Reisen dort sehr angenehm. Aber Du bist ja nicht umher gereist.
Im Übrigen ist Armut ein relativer Begriff. Im weltweiten Vergleich sind deutsche Sozialhilfeempfänger schon sehr reich. Die Löhne auf Mauritius sind in der Tat erschreckend niedrig, aber höher als in anderen Ländern der Region. Viele Textilfabriken sind vor einigen Jahren wegen der gestiegenen Löhne nach Madagaskar ausgewandert.
Zitat: "...Mexiko-Yukatan ... da könnte sich Mauritius einige Scheiben abschneiden, was da manchmal sogar schon um die hälfte des Geldes geboten wird kann ich jedem nur empfehlen."
== Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Vergleich doch Mauritius mal mit Deutschland. Mach doch mal in einem noblen Nordsseebad Urlaub. Sind die Preise dort niedriger und die Stände schöner als auf Mauritius?
Mauritius ist eine kleine Insel und die Regierung hat beschlossen, sich nicht vom Massentourismus überrollen zu lassen. Das ist am sinnvollsten über hohe Gebühren zu realisieren. Pauschalreisen sind deshalb relativ teuer. Das ist eine sehr kluge Entscheidung, denn es gibt schon genug Länder, die vom Massentourismus zerstört werden. Gehe doch mal auf den Malediven tauchen. Außer an ein paar flachen Stellen, die von schnorchelnden Pauschaultouristen zerstört wurden, ist die Unterwasserwelt von Mauritius noch relativ intakt.
Also, wenn Dir Mauritius nicht gefallen hat, dann hat das vor allem mit Deiner Art von Urlaub zu tun. Ein Paradies ist Mauritius nie gewesen, und die Zeit ist dort auch nicht stehen geblieben. Wer sich für Kultur und Menschen interssiert und einen einigermaßen preiswerten und sicheren Urlaub in den Tropen verbringen möchte, sollte unbesorgt einen reinen Flug nach Mauritius buchen und alles andere vor Ort organisieren. Du hingegen solltest den nächsten Urlaub besser in Disneyland verbringen.
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