Hallo!
Ignorante Touris gibts eben überall - aber die kommen dann meistens ohnehin nicht mehr oft, denn wenn man den "Mehrwert", den die Menschen auf mru und die angenehme Atmosphäre ausmachen, nicht erkennt, dann kann man ebenso gut auf irgendeine andere tropische Insel fliegen - landschaftlich gibt´s da sogar schönere.
Andererseits will ich´s auch niemandem vorwerfen, wenn er einfach nur am Strand relaxen will - mir tun solche Leute, die auch nach einer Woche entspannen nicht mehr mitkriegen, eher leid, weil ihnen so viel entgeht.
Das völlige Verdammen von schönen, luxuriösen Hotels find ich auch

- ich bin immer sehr gerne eine woche lang im pirogue und genieße es dann auch für die paar tage, den totalen Komfort und Luxus zu haben. (Wobei ich auf noch mehr Luxus auch keinen Bock hab, dann wird´s einfach zu steif und ungemütlich).
Danach wohnen wir dann immer in einem Apartement, wo wir natürlich mehr "real life" mitbekommen, aber wenn man will, dann schafft man das auch vom Hotel aus. Denn bei meinem ersten Aufenthalt war ich nur im Hotel, und hab trotzdem viele mauritianer kennengelernt (nicht nur personal) und den besonderen "spirit" erfasst. Und obwohl ich sicher kein Alternativ-Rucksack-Typ bin, und es einfach komfortabler finde, im Leihwagen statt im Autobus zu fahren (haben wir schon auch mal gemacht), geh ich mit offenen Augen durch die Welt und versuche, dem "wahren Mauritius" auf die Spur zu kommen.
Wobei ich dieses sowohl bei einem Imbiss-Lokal-Besitzer erlebt habe, der uns spontan zu einem Familienfest eingeladen hat (dort hab ich dann richtig Sega-Tanzen gelernt), wie bei einer jungen Familie in Quatre Borne, bei der wir übernachtet haben, beim Chef eines Freundes in Pereybere, bei einer Hindu-Hochzeit eines Freundes, der Investment-Banker ist, bei der Familie unseres Transferbus-Fahrers, beim Pferderennen in Port Louis, aber auch wenn man sich mit Hotelangestellten unterhält (über den small talk hinausgehend), und und und - was ich damit sagen will: ich hab manchmal den Eindruck, dass viele das "echte" nur in ärmlichen Verhältnissen vermuten - ich meine aber, dass die große bunte Vielfalt erst ein Gesamtbild ergibt, und dass man da nichts ausklammern sollte.
Wenn man aber gar kein interesse dran hat, wo man eigentlich genau ist, und nur sand, meer und palmen wichtig sind, dann wird man auch kein interesse für die menschen entwickeln können.
Wobei ich mir natürlich auch wünschen würde, dass ausschließlich "Reisende" im besten Sinn des Wortes, die dem Gastgeberland respektvoll begegnen, nach Mauritius kommen. Wird ein Wunschtraum bleiben. Nichts ist perfekt - es gibt schließlich auch unsympathische Mauritianer
In 12 Tagen bin ich dort - juhuuuu!!!
lg,
ingrid