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Hospital versus Clinique

Beitragvon MmeTortue » Do Dez 13, 2007 6:23

Hallo Lapreneuse und Joe,

Schon als ich Lapreuneuse' erstes Posting zum Thema Krankenhaus und Behandlung las, juckte es mich heftigst in den Fingern. Da der Thread jetzt in Richtung aerztliche Behandlung und oeffentliche Krankenhaeuser abdriftet hier meine Erfahrung:

Mein - mittlerweile - neunjaehriger Neffe kam ohne After auf die Welt, wurde im JN Krankenhaus in Rose Belle sofort operiert. Vier Jahre spaeter stellt sich heraus, dass die Operation nicht gut gemacht worden war: das Kind hat einen kompletten Darmverschluss und ein sog. Megakolon, sprich der gesamte Bauch ist voller Kot. 6 Operationen innerhalb von 8 Wochen spaeter sehen die 'Spezialisten' ein, dass sie eigentlich keine sind... und wir erreichen Gott sei Dank noch rechtzeitig, dass das Kind im Ausland operiert werden kann. (Die Einzelheiten was die Visa fuer Kind und Eltern anbelangt erspare ich Euch, alleine das wuerde einen mehrseitigen Thread fuellen..).

Auf Reunion erhaelt der Knabe zunaechst mal zwei kuenstliche Ausgaenge - fuer Kot und Urin. Zurueck nach Hause... Ein Jahr spaeter wird - ebenfalls im Krankenhaus auf der Nachbarinsel - der Darmverlauf korrigiert und zunaechst der Blasenausgang zurueckverlegt. Weitere sechs Monate spaeter wurde schliesslich der After zurueckverlegt.

Die Regierung beteiligte sich 3 x mit jeweils MRs. 200,000. Das Krankenhaus auf Reunion besitzt nicht nur aus medizinischer Sicht europaeischen Standard, sondern auch was die Preise anbelangt... Also verkauften mein Mann und ich unser Boot samt Genehmigung zum Transport von Touristen und konnten so die Behandlung mitfinanzieren.

Fazit: ohne unser beharrliches Draengen und unsere finanzielle Beteiligung waere das Kind heute mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr am Leben. Haetten die mauritianischen Aerzte von vornherein die OP korrekt ausgefuehrt (mit voruebergehend kuenstlichen Ausgaengen, denn mittlerweile bin ich 'Spezialistin') waere dem Kind und uns viel erspart geblieben.

Erwaehnenswert waere auch alles, was wir in den vier Monaten, die Adesh hier im oeffentlichen Krankenhaus verbrachte, erleben 'durften'... Dazu muss noch gesagt werden, dass er alleine durch die Tatsache, dass er eine europaeische Patin mit weisser Haut hat, die auch naechtelang an seinem Bett gewacht hat, im JN Krankenhaus 'speziell' behandelt wurde.

Mme. Tortue

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Beitragvon Titus » Do Dez 13, 2007 13:41

stefan hat geschrieben:welche laender geben noch eine kosten freie behandlung?
....
mich frag
stefan


Eigentlich ist dies in ganz Südamerika der Fall.
Qualitätsmässig darf man dort im öffentlichen Krankensystem aber oft auch keine grossen Wunder erwarten.

Ich habe mich mal in Sao Paulo/Brasilien in der Uniklinik behandeln lassen (Tropenkrankheit im Amazonas geangelt) - war 1A.
Aber ich habe von dort auch schon viel Negatives aus anderen Orten gehört.
Ist regional sehr stark unterschiedlich (je nachdem, wieviel der "Bürgermeister" in die eigene Tasche umleitet).

In Malaysien, wo ich letztes Jahr war, bin ich mal zum Auffrischen meiner "Standardimpfungen" in's Krankenhaus gegangen.

Die haben mich dort auch mit grossen Augen angeschaut, da ich zahlen wollte, und nach den Preisen fragte.
Ich hatte doch den Eindruck, die waren nicht darauf vorbereitet, dass jemand "zahlen" wollte, und mussten auch erstmal jemanden aus der Buchhaltung rufen.

Hat mich dann auch nur einen Witz gekostet - ich glaube, die haben mir nur die Medikamentenpreise berechnet.
Waren so rund 10% von den Kosten, die ich dafür bei uns in Reunion gezahlt hätte.

Das Krankenhaus dort schien mir auch Top zu sein - aber Malaysien hat Öl und man merkt dort auch anderen öffentlichen Bauten an, dass Finanzen nicht gerade knapp sind.
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Beitragvon Silberpfeil » Do Dez 13, 2007 15:00

.. sehr gute kostenfreie Behandlung bekommt man auch auf Tobago!
Man freut sich aber über eine kleine Spende.
Geringe Beteiligung für Medikamente.

Gruss
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Beitragvon kantor » Sa Dez 15, 2007 21:08

Da ich mich auch gerade damit beschäftigen musste, hier ein paar Fakten zur Visumfrage: Man bekommt problemlos ein Arbeitsvisum, wenn man mindestens 30000 MUR pro Monat verdient, das sind derzeit ca. 715 EUR.
siehe:
http://www.investmauritius.com/download ... .03.07.pdf
http://www.investmauritius.com/download ... h%2007.pdf

Für mauritianische Verhältnisse sicherlich recht viel, aber mit weniger dürfte man es als Einwanderer aus einem reichen Land sowieso schwer haben, wenn man auch noch mal zurück nachhause fliegen will, denn die Flugpreise sind ja nicht besonders günstig. Mit 30000 MUR pro Monat dürfte man aber auch auskommen können, je nach persönlichem Anspruchsniveau natürlich.

Bezüglich der medizinischen Versorgung habe ich auch nur Schlechtes gehört. Mein eigenes Erlebnis: Die medizinische Untersuchung für meine Occupation Permit habe ich in der Grand Bay Clinic gemacht, weil sie nicht weit von meinem Appartment entfernt ist und weil ich auch mal herausfinden wollte, wie es dort so läuft. Das Röntgenbild musste dreimal gemacht werden, weil die ersten zwei Versuche misslangen, ohne Bleischürze o.ä., weder für mich noch für das Personal - wirklich vertrauenswürdig war das alles nicht. Auf meinen Hinweis, dass so häufiges Röntgen nun wirklich nicht gesund sei, meinte der Röntgenarzt nur, ich solle mir mal vorstellen, wie ungesund es erst für ihn und seine Mitarbeiter sei, die das jeden Tag mehrfach machen !? :roll:
Er fragte mich noch, ob ich diese Untersuchung denn auch schon in Deutschland gemacht hätte. Auf meine verwunderte Frage, weshalb ich das wohl machen sollte, erklärte er, dass es in Mauritius so ist, dass jemand, der das Land verlässt, auch diese Untersuchung machen muss, und dann wieder, wenn er zurückkommt. Ahja...

Sofern möglich, würde ich mich vor jedem Arzt-/Krankenhausbesuch nach Europa oder zumindest nach Reunion absetzen.
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Beitragvon mapro » Sa Dez 15, 2007 22:21

Hallo zusammen,

ich melde mich mal nach langer Abwesenheit zurück.

i:() i:()
Als ich die Untersuchungen über mich ergehen lassen musste war nicht die Rede von Untersuchungen bei der Ausreise. Komischerweise musste ich den HIV Test ein zweites mal angehen. Die Begründung war, dass ich die Insel mehr als 14 Tage verlassen habe...war aber nur dieses eine mal in meinen fast vier Jahren auf Mauritius.
Bei der medizinischen Versorgung würde ich nur in private Kliniken gehen. Hat sich positiv bestädigt nach den ganzen Wunden meines Sohnes, die zum Nähen anstanden.
Wenn man weiterhin in Deutschland gemeldet ist und Krankenversicherung bezahlt kann man die Belege einreichen und bekommt die Ausgaben auch erstattet.

Wenn ich es recht verstanden habe muss aber bei professionals immer noch ein Arbeitgeber vorhanden sein.

Gruss
Marcus
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Beitragvon monika » So Dez 16, 2007 9:13

Hi,
Nur zur Info, mit 30000 Rs Einkommen bewegt man sich schon im mittleren Management Bereich!

Gruss,
Monika

PS. Mit den Privat Kliniken und niedergelassenen Fachärzten hab ich bisher nur positive Erfahrungen gemacht. Hatte aber auch noch nichts Ernstes bisher.
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Beitragvon Hinundweg » Mo Dez 17, 2007 22:14

Hey Leute,

sorry, leider hat mein Laptop alle Viere von sich gestreckt...
Das mit den Krankenhäusern kann euch übrigens auch in Europa passieren - habe in Portugal mehrmals Gäste in staatlichen Krankenhäusern besucht, die zwar auch privat auslandskrankenversichert waren, aber eben trotzdem im staatliche KH - das war auch nicht lustig. Zumal die auch eher wenig Deutsch oder zumindest Englisch sprechen. Intensivstation mit 30 Betten und ohne Klimaanlage, die Ärmeren lagen in den Gängen... Und alles nur gegen Vorkasse! :pp)

Erzählt noch mal bitte genauer, was es mit diesen Untersuchungen auf sich hat, wenn man das Land verlässt/betritt. Gilt das nur für MRUler oder auch für zugereiste Wohnsitzinhaber? Visumbesitzer?
Was für Untersuchungen sind das genau?
Heisst dass, dass der MRUler auf jeden Fall einen HIVTest machen muss, wenn er aus-/einreist?

lg, hinundweg
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Beitragvon kantor » Di Dez 18, 2007 1:17

Wenn man das Arbeitsvisum beantragt, muss man die medizinischen Untersuchungen machen lassen: Röntgenbild des Oberkörpers, Blutuntersuchung, Untersuchung beim Arzt. Das ist soweit nicht extrem ungewöhnlich, diverse andere Länder wie Australien oder Neuseeland verlangen das für Dauervisa auch. Ungewöhnlich fand ich die Aussage des Arztes, dass Mauritianer, die dauerhaft das Land verlassen, eine solche Untersuchung auch machen müssen. Für Ausländer gilt das wohl nicht.

Kosten für die medizinische Untersuchung: 3000 MUR in Grand Bay, kann (sollte) man auch anderswo (auch in Deutschland) machen lassen, die Preise variieren natürlich.
Kosten für das Visum: einmalig 10000 MUR
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Beitragvon Doro » Di Dez 18, 2007 8:33

Also, ich habe mein Medical Certificate erst im August machen lassen und da hiess es ganz klar das dieses Certificate von eine mauritiianischen Klinik erstellt werden muss. Hatte nämlich auch vor mir das Geld hier zu sparen und meine Krankenversicherung in Deutschland kurz vor der Ausreise mal zu nutzen.
Gruss
Doris
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aerztliche Untersuchungen

Beitragvon MmeTortue » Di Dez 18, 2007 9:24

Ich musste lediglich einmal vor nunmehr 10 Jahren saemtliche Untersuchungen inklusive AIDS-Test absolvieren.

Seitdem reiste und reise ich jaehrlich mindestens fuenfmal overseas und lediglich bei Reisen in Laender mit Malariagebieten kommt nach meiner Rueckkehr auf Mauritius Dr. 'pic-pousse' (der den Daumen piekst und Blut nimmt) bei mir zuhause vorbei und nimmt eine Blutprobe.

Die Herren, die am Flughafen nach der Immigration an kleinen Schaltern sitzen und die weissen Zettelchen einsammeln sind dafuer zustaendig, dass diese Untersuchungen falls notwendig durchgefuehrt werden.

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