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Kohlekraftwerk in Mauritius

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Re: Kohlekraftwerk in Mauritius

Beitragvon wickus » So Sep 02, 2012 9:25

Wasserkosten sind so um die 55 - 90 Rupees pro Monat und es ist nicht wie in Deutschland, wo man nach Verbrauch bezahlt. Daher ist es auch kein Problem wenn man mal die Strasse waescht. [wacko] Die Kacheln im Hof werden nicht geputzt, da geht man grosszuegig mit dem Schlauch drueber. Gespuelt wird unter dem 10 Minuten lang laufenden kalten Wasserhahn.

Na mit dem Iran, ich hoffe das bringt uns nicht in die Schusslinie von Israel [biggrin]

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Re: Kohlekraftwerk in Mauritius

Beitragvon AllradFan » So Sep 02, 2012 14:19

Hallo Anne,

die Aussage ist, so verstehe ich es, das alle Länder berechtigt sind an einer friedlichen Nutzung der Atomenergie teilzunehmen. Dem kann ich ohne wenn und aber Zustimmen. Und wenn den seine Aussage hinterfragt wird wirst du sehen wie schnell der wieder zurück rudert. Da sind alle Politiker gleich, egal wo auf der Welt. Nur sollte man sich den Gefahren der Atomenergie bewusst sein, denn der Müll muss ja irgendwo hin. Und welche Gefahren bestehen sieht man ja auch in Japan.
Das wäre und ist ja auch die Meinung von allen anderen Ländern in der sogenannten Westlichen Welt, friedliche Nutzung der Atomenergie. Nur den Iran, mit dem Präsidenten Ahmadinejad kann man halt schlecht ernst nehmen in Bezug auf die Atomenergie. Zumindest solange er die gesamte Vernichtung Israels propagiert und auch versucht anzustreben. Wobei der Iran auch in den eigenen Reihen und in den Nachbar Ländern nicht ohne Kritik ist siehe http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 73084.html
Und das sich die Länder die am Gipfeltreffen der Blockfreien Staaten teilnehmen in irgendeiner Form zusammen tun ist wichtig, nur so haben sie überhaupt die Möglichkeit gehört zu werden. Den von den anderen Ländern, ganz vorne die Westlichen, bekommen sie bestimmt nichts, die möchten halt nichts abgeben vom Kuchen.

Na, da brauch ich mich ja nicht wundern, wie mit dem Wasser umgegangen wird bei dem Preis.
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Re: Kohlekraftwerk in Mauritius

Beitragvon aquawatch » So Sep 02, 2012 16:52

moin, "Na, da brauch ich mich ja nicht wundern, wie mit dem Wasser umgegangen wird bei dem Preis"
wenn es das nur waere, schlimmer ist eigentlich ein unaccounted for water von fast 50 %. d.h. nur jeder zweite liter, der produziert wird, erreicht die verbraucher bzw wird auch bezahlt. [mad]
da hatten wir vor 20 jahren in kleinstaedten in ghana schon bessere werte.
aus der sicht gesehen, ist mauritius tiefster afrikanischer busch [sorry] und das bild von dem modernen inselstaat mit topclasstourismus kommt schwer ins wanken. [bye] aquawatch
ach und in rodrigues sieht das noch viel viel schlimmer aus.
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Re: Kohlekraftwerk in Mauritius

Beitragvon AllradFan » So Sep 02, 2012 19:24

Dann kann ich das ganze jammern über zu wenig Wasser nicht nachvollziehen.
Es wäre doch ein leichtes dies abzustellen und die Wasserengpässe, wären erledigt.
Das es auf Rodrigues noch schlimmer ist, kann man sich kaum vorstellen.
Na ja das ist sicher nur noch eine Frage von Zeit, dann müssen sie das ändern, spätestens wenn das Wasser noch weniger wird.

Gruß
Dieter
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Re: Kohlekraftwerk in Mauritius

Beitragvon Charlie4711 » So Sep 02, 2012 22:47

Hallo,
ok, wenn das alte Kohlekraftwerk zur Zeit mit 50- 70% den Strombedarf abdeckt, dann kann es in der Tat erst nach der Inbetriebnahme des neuen Kraftwerkes stillgelegt und abgerissen werden, wenn man das dann so möchte.
Ein modernes Kohlekraftwerk kann man heute schon relativ schonend für die Umwelt bauen. Es gibt spezielle Filter, die den CO2-Ausstoß um so einiges reduzieren.

So viel ich weiß, kann man kein Windrad auf ein Haus montieren, es muss mindestens in einer Entfernung von 800 Metern zu einem Wohngebäude stehen. So ist es zumindest in Deutschland die Regel. Der Schallpegel ist echt nicht zu unterschätzen.

Allradfan hat Recht, man könnte auch in Mauritius bei Neubauten aller Art die Auflagen erteilen, generell die Dächer z.B. mit Photovoltaikanlagen auszustatten. Diese Energie wäre dann für den Eigenbedarf zu verwenden, z.B. für Warmwasser Generell könnte man diese Energie aber auch speichern. Es gibt dafür schon Lithium-Ionen-Akkus. Sie sind zwar in den Kosten recht hoch, und sie sind noch nicht am Markt etabliert, aber wir wissen ja, dass der Fortschritt bei der Technik enorm ist.

Ja, um den richtigen Energiemix zu haben, benötigt man Investoren. Könnte man da nicht auch Kapitalanleger für begeistern? Diese sind doch immer auf der Suche nach einer sicheren Rendite...

Oh Mann, ein Kernkraftwerk. Lieber nicht. Hoffentlich könnt Ihr Euch alle dazu stark genug machen, damit so etwas niemals bei Euch gebaut wird. Wo sollten denn die Brennstäbe entsorgt werden? Das ist doch auch in Deutschland bei den Castor-Transporten ein Riesenproblem. Und mit Recht.
Auf einer Insel ein Kernkraftwerk, ich mag mir das gar nicht ausmalen. Nee, wirklich nicht.

Dann lieber Kohle, und nach und nach der Zuwachs der erneuerbaren Energien...Bis eine Energie- oder auch Wasserwende in den Köpfen der Menschen etabliert ist, da kann leider noch viel Zeit vergehen.
Ist ja auch alles eine Frage des Geldes.
Ich bin da nicht ausgeschlossen. Ich kann mir auch nicht ständig 'ne neue Waschmaschine oder 'nen neuen Kühlschrank kaufen, weil ich mit den neuen Geräten Energie sparen würde. Ich erneuere die Geräte wenn sie defekt sind...Ich hasse diese Wegwerfgesellschaft. ja, und auch die Einwegverpackungen können ruhig aus dem Verkehr gezogen werden, ebenso die Plastiktüten.

Liebe Grüße von Angie
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Re: Kohlekraftwerk in Mauritius

Beitragvon aquawatch » So Sep 02, 2012 23:58

Moin allrad, es wird dich vielleicht ueberraschen zu hoeren, das mauritius mit 1335 mm mehr als doppelt soviel regen hat wie deutschland mit 603 mm im mittel.
http://www.mauritius.climatemps.com/
http://www.germany.climatemps.com/
leider ist die monatliche verteilung ungleicher. Eine grosse spitze im maerz und den oktober als trockensten monat.
Das heist, es kann keinen frage von „spätestens wenn das Wasser noch weniger wird“ sein, sondern es ist eine frage des bescheidenen managementes der wasserspeicherung und verteilung. Da muessen ziemlich stuemper in der CWA sitzen.
wasser wird nicht weniger, (ausser den langfristigen klimaschwankungen, "à la egypt mit 7 jahre duerre"), sondern der bedarf steigt, weil die verbraucher mehr werden.
in deutschland wurde der pro-kopf-wasserkonsum spuerbar gesenkt in den letzten jahren, von rund 150 l/kopfund jahr in 1990 auf unter 100l/kopf heutzutage. (das hat aber auch was mit der wiedervereinigung zu tun).
in mauritius hingegen stieg er im selben zeitraum von 150 l auf rund 200 l (das wiederum hat was mit der felderbewaesserung zu tun, knapp die haelfte geht dahin)

Rodrigues hat im mittel 1100 mm regen im jahr, das sind immer noch rund 400 mm mehr als in dem angeblich so regenreichen hamburg!!!. Nur dort ist die speicherung und verteilung wirklich grauenhaft und die schreien wirklich [help]
[bye] aquawatch
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Re: Kohlekraftwerk in Mauritius

Beitragvon AllradFan » Mo Sep 03, 2012 0:02

und wieder etwas dazu gelernt [good]
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Re: Kohlekraftwerk in Mauritius

Beitragvon Bayern » Mo Sep 03, 2012 0:13

Das ist ein echt informatives Thema mit äußerst interessanten Beiträgen [good] [good] [good]
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Re: Kohlekraftwerk in Mauritius

Beitragvon wickus » Mo Sep 03, 2012 11:15

aquawatch hat geschrieben:... Da muessen ziemlich stuemper in der CWA sitzen. ...

Schon des Oefteren in Albion am Bus Terminus gesehen: Wenn eine Wasserleitung geflickt wird, dann wird dort der Hahn aufgedreht, und das Wasser sprudelt feuchtfroehlich auf den Asphalt und laeuft die Gass runter. Und solange an dem Rohrschaden gebuddelt wird, blubbert auch das Wasser. (Natuerlich auch waehrend der Trockenheit)
Siehe Bild: Der Gulli laeuft ueber

Ich frage mich nur, wieviele der lokalen KKW Gegner sich morgens in die Zuckerrohrfelder stellen und diese abfackeln. Heute morgen erst wieder teilweise vor Brandnebel kaum was sehen koennen. (Auch eine nette Umweltverschmutzung aus reiner Bequemlichkeit).
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Re: Kohlekraftwerk in Mauritius

Beitragvon Titus » Mo Sep 03, 2012 12:38

Na, Ihr überrascht mich aber auch immer wieder: das es keine Wasserzähler gibt, das macht mich nun wirklich stutzig.
Vor rund 20 Jahren hatte ein Kunde aus Mauritius mal rund 20.000 Wasserzähler bei meinem damaligen Arbeitgeber angefragt - sollte für eine Ausschreibung der Wasserbehörde gewesen sein.

Aus dem Geschäft ist nie was geworden - ich bin damals ausgegangen, dass es einfach an jemanden anderes ging.
Oder waren das etwa nur Zähler für Geschäftskunden?

***
Regenmengen (aquawatch)
Die Böden auf den Inseln sind sehr penetrabel: Wasser versickert hier schneller, als in Mitteleuropa (oder wahrscheinlich auch Ghana [biggrin] )
Das ist auch ein Problem für Stauseen.
Gegenüber Deinem Beispiel: Hamburg [biggrin] [biggrin] - dort im Umland dürfte der Grossteil der Niederschläge im Grundwasser "landen", wo es später als Trinkwasser gewonnen werden kann.
Bei uns ist die Verdunstungsrate wesentlich höher - und vom Rest rauscht das meiste ruck-zuck ab ins Meer.

***

So, jetzt dann habe ich mir mal ein bisschen Vergleichsmaterial zusammen gesammelt (zu Réunion):
in Réunion ist der pro Kopf Wasserverbrauch mit 269 ltr/Kopf/Tag rund 60% höher, als im Mutterland Frankreich (165 ltr) - und auch im Vergleich zu den anderen franz. Überseedepartements ist unser Verbrauch wesentlich höher +56% (97 litres) im Vergleich zu Martinique, +40% zu Guadeloupe (77 litres) und +117% im Vergleich zu Guyanne.
Lt. Studien, haben die Top-30%-Verbraucher davon einen Anteil von fast 60% der insgesamt verbrauchten Wassermenge, mit einem Schnitt von 530 ltr/Person/Tag.

In der Trockenzeit steigt der Durchschnittsverbrauch von 250 ltr. auf 280 ltr. pro Verbraucher, wobei die "trockene" Inselseite (=Osten) mit einem Durschnittsverbrauch von 330 ltr. wesentlich über der "regnerischen" Seite der Insel (=Westen) liegt, welche nur einen Durchschnittsverbrauch von 190 ltr. aufweist.

Rund 35% der Haushalte haben einen sparsamen Umgang mit Wasser (weniger als 150 ltr/Tag/Bewohner)

Höhere Einkommensgruppen haben den höchsten Verbrauch.
Hausbesitzer mit Garten verbrauchen je nach Einkommensgruppen zwischen 50 und 60% mehr, als "gartenlose" Bewohner.
Weiterer Faktor der Konsumsteigerung ist die Ausstattung mit Waschmaschine/Geschirrspüler/Pool.

Bei uns kostet das Wasser im Schnitt rund €1.40/cbm (gemeindeabhängig).

Landwirtschaftliche Bewässerung floss in diese Studie nicht ein, bzw. nur für Kleingärtner, die am Stadtnetz hängen (die meisten ländlichen Gemeinden haben bei uns ein getrennte Netz für die Agrikultur).

Die Studie ist von 2010 - Wasserpreise sind bei uns seitdem aber kräftig hoch gegangen.
Meine eigene Gemeinde schlägt bei mir seitdem rund 50% drauf - weils sie ein neue Kläranlage finanzieren müssen. (Entsorgunggebühr rund 60-70cents /cbm, obwohl ich gar nicht an der Kanalisation angeschlossen bin => eigenlegalisierte Räuberei...)
++++
So, da darf sich jedermann die "Parallelen rauspicken", es sind sicherlich ein paar da.
Wenn bei uns aber Wasser auch so zum "Festpreis" aus der Wand quellen würde - dann würde ich wohl auch mehr meinen Garten wässern, Auto waschen, und Zähne putzen whistle .

===
Brunnen (Nachtrag):
*zu den deutschen Zahlen (Aquawatch) fällt mir noch ein: Deutschland hat gerade auf dem Lande sehr viele Hausbesitzer mit eigenen Brunnen.
In meinem Dorf mindestens jeder 2. Haushalt. Die meisten davon nehmen das Stadtwasser fast nur zum Kaffeekochen.
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