Am 7.11.09 ging es endlich los. Unser Flieger hob ab Richtung Mauritius.
Nach 11 endlosen Stunden waren wir endlich da und es hatte schon morgen um 6 Uhr (Ortszeit) 25C°.
Nachdem wir unsere Koffer in Empfang genommen und Geld gewechselt hatten, machten wir uns auf die Suche nach unserem Fahrer. Das war gar nicht so leicht, am Schluss fand er uns.
Die Fahrt zu unserem Hotel im Les Pavillons dauerte ca. 1 Stunde 15. Im Hotel angekommen reichte man uns ein feuchtes, wohlriechendes Erfrischungshandtuch. Wir kamen in die Lobby und unser erster Blick fiel auf die Palmen und das Meer.
Die Formalitäten des Eincheckens wurden für uns erledigt während wir mit Blick aufs Meer ein kleines Frühstück gereicht bekamen. Danach ging es auf unser Zimmer.
Wir kamen aus dem Staunen kaum heraus. Egal wo man hinsah, man sah nur Palmen und eine mit sehr viel Liebe angelegte Anlage. Das Zimmer raubte uns fast den Atem, sehr geräumig und gemütlich eingerichtet (King Size Bett, eine rießige Dusche, Badewanne, 2 Waschbecken, Flat TV, begehbarer Kleiderschrank, usw.).
Am ersten Tag lagen wir am Strand, nachdem wir zuvor eine Kleinigkeit zu Mittag gegessen haben.
Frisch ausgeschlafen machten wir uns am nächsten Morgen auf dem Weg zum Frühstück. Das Frühstücksbuffet war überwältigend. Es gab wirklich alles! Von Rührei, Omelette, gekochten Ei (selbstverständlich so gekocht, wie man es möchte) bis hin zu selbstgemachten Joghurt mit oder ohne Früchten. Müsli, Cornflakes, Crepes, Toast, Baguette, alles was das Frühstücksherz begehrt. Selbst der Kaffeegenuss ließ keine Wünsche offen.
Am selben Tag hatten wir noch einen Termin mit unserer Hochzeitsplanerin Manie, sie ist sehr nett und spricht sogar sehr gut deutsch. Wir besprachen alles mit ihr (Blumen, Essen, Location der Hochzeit, Candlelight Dinner am Abend der Hochzeit).
Im Anschluss nahmen wir uns ein Taxi ins nächste Örtchen (La Gaulette), wo es einen Supermarkt gab, wo wir uns mehrmals im Urlaub mit sämtlichen Sachen eindeckten, die so brauchten und nicht in der Halbpension inklusive waren, beispielsweise Wasser, Bier, Wein, Zigaretten, Knabbereien, usw.
Nachdem wir am dritten Tag das Wort Urlaub sehr "gelebt" haben mussten wir am vierten Tag recht früh aufstehen (07:00h). Um 08:15h wurden wir abgeholt um die letzten Behördengänge für unsere Hochzeit am nächsten Tag zu erledigen. Unser Fahrer Andy führte uns souverän und schnell durch das Behörden Labyrinth. Gott sei Dank war er da. Wer sich dort nicht auskennt ist hoffnungslos verloren. Wir mussten zu mehreren Behörden um Unterschriften und Stempel einzuholen, einen Schwur abzulegen und auf dem Rückweg beim Standesbeamten Halt machen. Gegen 12 Uhr waren wir bereits wieder im Hotel.
Dafür und für die Hochzeit braucht man an und für sich keinen Dolmetscher, wer normales "Schulenglisch" sprechen und verstehen kann, kommt super zurecht.
Am nächsten Tag haben wir auch schon geheiratet. Nach einem sehr entspannten Frühstück ging ich (Braut) gegen 11:45h Richtung Spa um Haare und Makeup gemacht zu bekommen. Die Friseurin Nathalie bemühte sich sehr und verwöhnte mich total. Ein Anflug von Aufregung war bis dahin noch nicht zu bemerken. Um 14 Uhr war ich dann fertig, zwischendurch kam Manie mit meinen Blumen und dem Anstecker vorbei, den ich dann auf dem Rückweg zum Zimmer an der Rezeption für meinen Zukünftigen hinterließ, denn er wollte mich nicht im Kleid vor der Hochzeit sehen.
Der Bräutigam verließ um kurz vor 14 Uhr das Zimmer und machte es sich in der Hotellobby gemütlich. Nach und nach wurde er etwas aufgeregt und musste dann mit Freunden / Kollegen chatten (Internet Terminal) um die Nervosität zu bekämpfen.
Während ich mich dann in unserem Zimmer fertig gemacht habe, stieg auch bei mir die Nervosität. Um 15:15h (geplant war 15:00h) wurde ich dann endlich von Manie abgeholt, die Minuten kamen mir vor wie Stunden und ich habe zwischendurch gedacht, dass sie mich vergessen haben! Während ich im Zimmer auf Manie wartete, stand mein Zukünftiger an unserer Location (Palme am Strand) und wartete sehr ungeduldig. Er fragte sich wo ich denn so lange bliebe.
An der Lobby angekommen wartete ich einen Augenblick und dann ging ich auf ihn zu. Das war ein wunderschöner Moment. Er stand mit dem Rücken zu mir und durfte mich erst ansehen, als ich neben ihm stand.
Die Zeremonie war auf englisch und der Standesbeamte und das ganze Team des Hotels waren sehr nett und zuvorkommend. Nach der Zeremonie stießen wir mit Sekt an, schnitten unseren Kuchen an, fütterten uns gegenseitig und lächelten dabei immer schön in die Kamera. Da ging es dann auch schon los zum Fotoshooting in der Hotelanlage.
Als der Fotograf dann mit uns fertig war, gingen wir erstmal auf unser Zimmer und rauchten gemütlich eine Zigarette. Dann machten wir mit unserer eigenen Kamera noch ein paar Bilder am Strand und in der Gartenanlage.
Um uns das Warten bis zum Abendessen zu verkürzen, schlüpften wir erstmal in etwas bequemeres, denn im Brautkleid wurde es mit der Zeit doch ziemlich warm und vertrieben uns die Zeit mit Würfelspielen. Das lenkte vom Hunger ab. Um ca. 19:30h machten wir uns dann auf dem Weg zu unserem Romantic Candlelight Dinner am Strand. Das war sooooooo romantisch.
Unser erster Morgen als Ehepaar war wunderschön. Wir bekamen unser Frühstück auf unserer Terasse serviert. Nach unserem romantischen Frühstück machten wir uns auf zum Strand, wo wir den gesamten Tag verbrachten.
Die restlichen Urlaubstage verbrachten wir mit Ausflügen, nichts tun und faulenzen.
Unser Entschluss im Les Pavillons zu heiraten haben wir nicht bereut, wir würden uns jederzeit wieder dazu entscheiden. So eine entspannte Hochzeit kann man in Deutschland gar nicht haben, wenn man noch Freunde und Familie dabei hat. Nichts desto trotz werden wir im Mai eine kirchliche Hochzeit mit Familie und Freunden feiern.
Liebe Grüße
Susanne & Michael














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