seit vorgestern sind wir wieder körperlich zurück, verweilen aber in Gedanken immer noch auf Mauritius!
Unser Traum von einer Hochzeit an einem einsamen Strand wurde Wirklichkeit, ich kanns immer noch kaum glauben, aber unsere vielen schönen Fotos beweisen die Realität.
Gerne möchte ich unsere Erlebnisse mit euch teilen:
Am 04.07. sind wir früh morgen gelandet. Die An- und Einreise war sehr ermüdend. Nach 11 Stunden Flug (mit AirFrance über Paris) haben wir fast 2 Stunden am Einreiseschalter warten müssen. Der Angestellte hat jedes Visum einer akribischen Prüfung unterzogen, selbst Buchstaben (die seiner Meinung nach nicht schön genug gemalt waren) wurden einzeln nachgezeichnet... bei über 400 Passagieren schon eine Mammutaufgabe...
Der Flug selber war ziemlich ruhig, von der Beinfreiheit und vom Service her sehr gut. Die Stewardessen waren allerdings nicht sehr kooperativ, was unsere Hochzeitsbekleidung anging. Ein Aufhängen des Kleides/Anzuges war nicht möglich, wir mussten die Sachen in das Staufach legen. Entsprechend sahen die Kleidungsstücke bei der Ankunft aus. Im Shandrani bekommt man aber gottseidank ein Bügeleisen und Brett kostenlos zur Verfügung gestellt.
Nachdem wir endlich durch die Passkontrolle waren, haben wir unsere Koffer eingesammelt und durften feststellen, dass unser Tauchgepäck fehlt
...also noch mal eine Stunde am Schalter für Gepäckverlust verbracht, denn wir waren nicht die Einzigen.
Das Tauchgepäck ist allerdings ein paar Tage später wieder in Frankfurt aufgetaucht und wurde uns ins Hotel nachgeliefert. In Düsseldorf wurde beim einchecken vergessen, den Code ans Gepäck zu kleben. Also unbedingt darauf achten, insbesondere wenn ihr euer Kleid in den Koffer packt!
Diese ganzen Unannehmlichkeiten machte dann aber unsere Ankunft im Shandrani wett. Wir wurden sehr herzlich mit einem Cocktail empfangen und auf unser Zimmer begleitet. Wir haben ein Upgrade in eine Deluxe-Suite erhalten
Da wir an einen Samstag angekommen sind, hatten wir unseren Termin mit der Wedding-Planerin am Montag. Sie hieß Sandrine und war sehr nett und sympatisch. Alternativ gibt es wohl noch Raphael, dieser hatte uns am Hochzeitstag betreut. Organisiert wurde aber alles von Sandrine. Anhand eines Albums konnte man sich den Brautstrauss und wenn man mochte (gegen Aufpreis) einen Blumembogen aussuchen. Wir haben abgesprochen um welche Uhrzeit die Trauung sein sollte und wie generell der Tagesablauf gestaltet wird. Sandrine hat uns noch Extra-Leistungen (wie Filmaufnahmen und Musiker) vorgestellt, scheint aber nicht alle Möglichkeiten aufgezählt zu haben. Bei anderen Hochzeit haben wir gesehen, bzw. später vom Brautpaar erfahren, dass z.b. ein Fotografen-Upgrade (vier stündige Begleitung) oder Tänzerinnen möglich gewesen wären. Wer auf so etwas Wert legt, sollte also nachhaken.
Aber grundsätzlich ist das Shandrani sehr bemüht auch Sonderwünsche umzusetzen. So haben wir uns z.B. gewünscht, anstelle eines kleinen Cocktails im Glas, bei der Trauung einen Cocktail in einer Kokonuss zu bekommen. Eigentlich wollten wir das austauschen, aber wir haben beides erhalten
Mit Sandrine haben sind wir dann die Anlage abgefahren. Grundsätzlich kann man heiraten, wo man möchte, aber natürlich gibt es vier, fünf besonders gut geeignete Stellen, die sie uns gezeigt hat. Da zur Zeit ein Antiziklon in der Nähe war, war das Wetter sehr windig und durchwachsen. Sehr wolkig, wenig Sonne und Schauern. Aufgrund des Wetter kamen somit nur zwei Stellen in Frage. Eine überraschend windstille Ecke am Naturstrand und ein Zelt (für Regen) am Ende der Lagune. Wir haben uns für den Naturstrand entschieden. (Ein kurzfrister Umzug der Dekoration bei Regen zum Zelt oder in ein Restaurant wäre möglich gewesen).
Am 08.07. hatten wir unsere Fahrt nach Port Louis, auf die ich gar nicht näher eingehen will. Nur so viel, dass alles reibungslos geklappt hat und unser Fahrer auf Zack war. Nach knapp zwei Stunden hatten wir sämtliche Stationen durchlaufen und hielten unsere Papiere in der Hand. Zum Schluss fand dann noch der Besuch beim Standesbeamten in Mahebourg statt, der übrigens ein echtes Unikat ist!
Dann war endlich, endlich der große Tag gekommen, auf den wir schon so lange hingefiebert haben:
Um acht Uhr haben wir uns mit der Familie (unsere Väter nebst Ehefrauen sind mitgeflogen) beim Frühstück getroffen. Wirklich viel habe ich nicht runterbekommen
Um neun Uhr hatte ich meinen Termin bei der Friseurin Joanita. (Am Tag vorher hatte ich mit ihr gesprochen und anhand eines riesigen Albums meine Frisur festgelegt). Was sie aus meinen Haaren gezaubert hat, war unglaublich. Ich glaube nicht, dass meine Friseurin in Deutschland so eine tolle Frisur hinbekommen hätte. Ich hätte auch nicht geglaubt, dass Joanita pünktlich mit hochstecken und Make-Up fertig wird. Denn sie hat wirklich akribisch gearbeitet und auch noch mal was wieder aufgemacht, wenn sie der Meinung, es wäre nicht perfekt. Raphael kam zwischendurch mal schauen, wie wir in der Zeitplanung lagen und mein Papa kam, um Fotos zu machen.
Kurz nach elf Uhr war ich dann wirklich fertig und bin auf unser Zimmer gegangen, um mich umziehen. Mein Schatz war vorher mit seinen Sachen in das Zimmer seines Vater gewechselt, denn er sollte mich ja nicht vorher sehen
Meine zukünftige Schwiegermutter kam zu mir rüber, um mir ins Kleid zu helfen. Mein Papa hatte die Aufgabe die Fotos zu machen und durfte mich das erste Mal sehen. Er war richtig gerührt ....
Nachdem ich umgezogen war, hieß es auf den Fotografen zu warten. Dieser brachte mir meinen Brautstrauss mit. Schoß seine ersten Fotos im Zimmer und ging dann mit mir an den Strand. Vorher hatte er bereits die Einzelfotos mit meinen Schatz gemacht.
Danach hieß es wieder warten. Und zwar auf Raphael, der meinen Papa und mich abholen und zur Zeremonie fahren sollte. Die sollte um 12 Uhr beginnen ... um 12.20 Uhr habe ich immer noch gewartet ... Himmel war das furchtbar!
Aber dann ging es endlich los! Wir fuhren zum Strand. Dort stand mein Schatz mit dem Rücken zu mir, die restliche Familie saß in mit Hussen bezogenen Stühlen im Halbkreis beim Blumenbogen. Der Standesbeamte stand schon fertig an seinem Platz. Als ich aus den Wagen ausgestiegen bin, mein Papa mich am Arm nahm und Richtung Trauung führte, setzte unsere Musik ein ... da mußte ich mir schon ein Tränchen verdrücken.
Wir schritten auf meinen Schatz zu, der sich er in letzter Minute umdrehen durfte und ich sah, dass er ebenfalls feuchte Augen hatte und ihm buchstäblich die Luft wegblieb ...
.... dann bekam ich meinen ersten Kuß ... Was der Standesbeamte erzählt hat (und er hat sich wirklich bemüht, langsam und deutlich zu sprechen), hab ich kaum mitbekommen. Das Ganze war wie im Film. Irgendwie war ich nur in Wolke sieben und grinste wahrscheinlich die ganze Zeit debil vor mich hin ....
Dann kam der Zeitpunkt zum Ja-sagen. Endlich
und während des Ringtausches haben wir uns unser persönliches Eheversprechen gegeben. Das war sooooo romatisch. Mein Schatz hat so wunderbare Worte gefunden und wir beiden waren so gerührt, dass uns fast die Stimme versagt ist, aber wir haben beide unsere Verprechen hinbekommen, und waren einfach nur seelig.
Nun waren wir Herr und Frau Z.
... das ganze wurde in eine vorbereitete Urkunde eingetragen, wir, unsere Trauzeugen und der Standesbeamte haben diese unterschrieben. Unsere Familie hat uns nun gratuliert und der offizielle Teil war abgeschlossenn.
Uns wurde der Kokosnusscocktail serviert und es wurden ein paar Bilder vom Fotografen geschoßen.
Anschliessend haben wir die Torte angeschnitten und diese wurde dann von einem sehr schick gekleideten Kellner vom Shandrani an unsere Gäste verteilt. Dabei wurde dann Champagner ausgeschenkt und wir hatten unsere erste Verschnaufpause und konnten ein paar Worte miteinander wechseln. Kurze Zeit später hat der Fotograf noch ein paar Bilder geknipst und war dann verschwunden ....
... zum Glück war mein Papa ja da und hat weitergeknipst.
Leider war unser sonniges Zeitfenster für diesen Tag vorbei und es fing an zu regnen. Ich habe es allerdings so aufgefasst, dass es ja Glück bringt, wenn es der Braut in den Strauss regnet. Ich wäre gern noch ein bisschen am Strand geblieben, der übrigens menschenleer gewesen war! Keine badehosenbehangene Gaffer weit und breit. Das war wirklich genial. Unser absoluter Traum!
Wir haben dann beschlossen unseren vorbereiteten Lunch in der Strandbar einzunehmen und den Schauer somit auszusitzen, um später weitere Fotos zu machen. Die Keller hatten einen Tisch super schön her gerichtet, etwas abseits der anderen Gäste und haben uns wirklich hervorragend und liebevoll bedient. Hier ein grosses Kompliment an das Shandrani-Team!
Eigentlich wollten wir nach dem Lunch für ca. drei Stunden eine Bootstour machen, aber aufgrund des Regens und der Wolken haben wir diese absagen, bzw. verschieben müssen.
Gegen Nachmittag ist es dann gottseidank wieder aufgeklart, so dass wir mit meinen Papa durch die Anlage gelaufen sind, um weitere Bilder zu machen, so sind wir noch mal an einen anderen Strandabschnitt, an den Küstenabschnitt und zum Schluss ins Spa, welches eine wunderschöne Location ist. Die Fotos zu machen war wirklich toll, wir hatten eine Menge Spaß und sie sind wirklich klasse geworden, weil wir den ganzen Tag einfach von innen heraus gestrahlt haben.
Gegen Abend sind wir beide dann auf unser Zimmer und haben die Nachrichten und Glückwünsche unser in Deutschland geblieben Freunde und Familie gelesen, die zwischenzeitlich eingetroffen sind. Wir konnten uns ein wenig frisch machen und sind dann zum Dinner aufgebrochen. Auch hier haben wir einen ganz besonderen Tisch bekommen, der mit Orchideen dekoriert war und wurden erneut wieder ganz aufmerksam bedient! Hier haben wir gemütlich zusammen gesessen, den Tag noch mal Revue passieren lassen, um anschliessend an die Bar zu wechseln. Natürlich haben wir den ganzen Tag Glückwünsche von Angestellten und Gästen erhalten, die abends auch nicht abrissen.
Ich habe mich ganz besonders gefühlt, so richtig einmalig, obwohl in der Woche jeden Tag eine Hochzeit stattgefunden hat. An den Abend hat auch eine Live-Band gespielt und wir wurden von der Familie überredet, so einen Tanz zu wagen. Bei einer Rumba ist es nicht geblieben
Sorry, dass es so lange geworden ist. Aber ich habe den Tag gerade noch mal durchlebt ... *seufz* ....
P.S.
hier noch mal liebe Grüsse an Barbara und ihren Mann, die wir persönlich kennen lernen durften.













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