....endlich komme ich dazu ,nach soooo vielen Wochen, unseren Bericht von unserer Traumhochzeit zu schreiben. Der 11. Mai 2009 war UNSER Tag. Wir sind nach dem Frühstück noch für ca.2 Stunden ganz relaxt an den Pool gegangen. Das Wetter war leider zu dem Zeitpunkt bewölkt und morgens hatte es sogar ein wenig geregnet. Ich war wg. des Wetters etwas beunruhigt. Aber da wir unsere Ringe schon graviert hatten und der 11.Mai unser „Kennenlerntag“ ist, hätten wir die Hochzeit eh nicht verschoben. Um 12 Uhr sind wir dann gemeinsam in den Spa Bereich gegangen. Tim hatte sich eine Massage gebucht. Ab diesem Zeitpunkt haben wir uns dann nicht mehr gesehen. Ich habe eine kleine Gesichtsmassage bekommen, ich wurde geschminkt, meine Haare wurden hochgesteckt und zum Schluss haben mir Monika und die Spa Kollegin ins Kleid geholfen. Dann wurde mir der wunderschöne Brautstrauß übergeben. Die ganze Zeit habe ich immer versucht das Wetter zu beobachten. Ich hatte wirklich Angst, dass es noch anfängt zu regnen.
Als ich dann um ca.15 Uhr aus dem Spa rausgegangen bin, und der Golfwagen zur Abfahrt bereit stand, strahlte die Sonne an einer blauen Himmelsdecke. Puh....mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Jetzt konnte es losgehen. Monika und meine Trauzeugin Barbara(wir haben unsere Trauzeugen im Hotel kennengelernt-ein Pärchen aus der Schweiz) saßen mit auf dem Golfwagen. Wir wurden dann durch die Hotelanlage zu dem Hochzeitspavillon gefahren. Die Gäste und die Hotelangestellten haben geklatscht als wir an ihnen vorbeigefahren sind. Man hat sich gefühlt wie eine KöniginJMein Schatz hatte bereits mit seinem Trauzeugen Claus vor dem Pavillon gewartet. Der Fotograf war auch schon da und hatte ihm schon eine kleine Einweisung gegeben. Als ich ankam stand Tim mit dem Rücken zu mir,ca.5 Meter entfernt. Er durfte sich nicht mehr umdrehen. Dann ging unser Lied los(„Das Beste“ von Silbermond).Ganz langsam bin ich auf ihn zugegangen. Meine Tränen konnte ich nicht mehr zurückhalten. Es war einer der emotionalsten Momente in meinem Leben. Ich habe mich dann bei Tim eingehakt, er hat mir einen Kuss auf die Wange gegeben und wir sind zusammen zum Hochzeitspavillon gegangen. Da wartete dann auch schon unsere Standesbeamtin. Sie begann auf englisch die Trauung abzuhalten. Wir mussten dann auch ein paar Sätze auf englisch nachsprechen. Leider haben wir ein einige Worte nicht verstanden und mussten sie dann einfach „nachnuscheln“. Bis heute konnte ich nicht rausfinden, was wir teilweise gesagt haben. Trotzdem bin ich froh, dass wir keinen Übersetzer hatten. Das ist wirklich total überflüssig. Und wir haben auch nur in der Schule englisch gelernt. Das reicht meiner Meinung nach völlig aus.
@Monika:apropos....vielleicht kannst du den Text noch von der Standesbeamtin besorgen und uns zu mailen oder so?!
Wir haben uns dann aber noch ein individuelles Ehegelöbnis auf deutsch vorgesagt.
Das war auch nochmal ziemlich emotional und mit Tränen verbunden.
Dann kam der Teil wo wir die Heiratsurkunde unterschrieben haben, die Trauzeugen mussten dann auch ihre Unterschrift leisten. Danach haben wir mit Sekt angestoßen und die Hochzeitstorte gegessen. Wir hatten dann ein bisschen Zeit zu quatschen und einfach zu genießen. Im Anschluss(ca.16:30 Uhr) haben wir die Fotos am Strand gemacht, dann sind wir durch die Hotelanlage gegangen und haben dort auch in dem schönen Garten Fotos gemacht. Um 17:45 Uhr sind wir zurück an den Strand und haben dort die Sonnenuntergang Fotos gemacht.(Um 18 Uhr ist es stockdunkel auf Mauritius).
Nachdem wir mit den Fotos fertig waren, hatten wir noch ca.45 Minuten Zeit bis zum Candlelight Dinner. Wir sind dann kurz auf´s Zimmer gegangen. Dort standen einige Überraschungen für uns bereit. Unsere Eltern haben ein riesiges wunderschönes Blumengesteck für uns arrangiert, von Freunden aus Deutschland sind Briefe angekommen, Sekt stand bereit, auf unserem Bett lag ein T-Shirt mit lieben Hochzeitsgrüßen von den anderen Pärchen aus dem Hotel usw. Wir waren überwältigt. Wir haben dann kurz unsere Lieben in Deutschland angerufen, bevor wir um 19 Uhr zum Essen gegangen sind. Unser Candlelight Dinner fand unter dem Hochzeitspavillon stand. Es war ein megamäßig romantische Atmosphäre. Das Meeresrauschen im Hintergrund, der Wind, der durch die Palmenblätter weht, die Vögel, die im Hintergrund zwitschern..... und die absolute Zweisamkeit. Ein Kellner stand den ganzen Abend für uns bereit und hat sich nur um uns gekümmert. Wir haben ein 5-Gänge Menu bekommen. Man bespricht übrigens vorher mit Monika was man essen möchte und was nicht. Wir haben bestimmt 2 ½ bis 3 Stunden einfach nur dort gesessen, gegessen und genossen. Es war ein unvergesslicher, unbeschreiblicher Tag. Ich kann meine Gefühle und Gedanken an diesen Tag kaum in Worte fassen. Ich kann nur sagen, dass es genau das Richtige für uns war, dort so zu heiraten. Auch wenn es in Deutschland Menschen gibt, die damit nicht ganz einverstanden waren. Die Oma´s konnten das z.B. nicht verstehen. Sie hätten sich eine deutsche Standardhochzeit gewünscht. Es gibt natürlich auch einige Neider. Das ist leider so. Aber 95% der Menschen, die uns kennen, haben sich einfach nur für uns gefreut und die Meisten haben auch gesagt, dass wir es genau richtig gemacht haben. Aber ich heirate nicht um es anderen Recht zu machen. Und deswegen kann ich nur jedem Mut machen, der sich noch nicht 100% -ig sicher ist, ob er auf Mauritius heiraten soll oder nicht.
Man hat bei der Hochzeit dort überhaupt keinen Stress, man muss sich um nichts kümmern, man muss nicht 100 Leuten gefallen, man kann sich voll und ganz auf sich konzentrieren, den Tag in vollen Zügen genießen und einfach für sich sein. Ich bin so dankbar, dass ich das so erleben durfte und ich bin so dankbar, dass wir uns genau für dieses Hotel(das Sofitel!) entschieden haben. Durch Monika´s Hilfe ist alles zu dem geworden, wie es war. Einfach perfekt!! Wir haben so tolle, nette Menschen kennengelernt Ich bin unendlich dankbar.....und glücklich!!!!!
Eure Linda
















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