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Hochzeitsbericht im „The Residence“ April 2008

Alles im Zusammenhang mit Heiraten in Mauritius und Fernbeziehungen.
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Hochzeitsbericht im „The Residence“ April 2008

Beitragvon sanpietro » So Jul 13, 2008 19:13

Heute, knapp 9 ½ Wochen nach unserer Hochzeit habe ich mir endlich Zeit genommen diesen Bericht zu verfassen, nachdem mich mein Schatz zum wiederholten Mal gefragt hat, wann ich denn nun endlich „unseren“ Bericht schreibe, und die beiläufige Frage aufgetaucht ist zu welcher Uhrzeit hatten wir denn unsere Trauung? War es 13´30 oder vielleicht doch 14´30 Uhr? Wir waren uns einig diesen traumhaft schönen und glücklichen Moment für immer in unser Herz gebrannt zu haben, und ihn nie zu vergessen – was sicherlich mit dem Gefühl dieses Momentes auch passiert ist, aber manche Kleinigkeiten, wie eben die genaue Uhrzeit, war bereits im täglichen Berufsalltag und Stress schon wieder etwas in den Hintergrund getreten und drohte bereits zu verblassen, deshalb möchte ich es hiermit für uns, und alle die es interessiert für immer und ewig auf der Festplatte speichern bzw. in diesem Forum festhalten.
Begonnen hat die ganze Geschichte vor ungefähr eine halben Jahr mit einen „harmlosen“ Geburtstagsgeschenk (hähähä). Mein Schatz hatte nach über 15 jähriger wilder Ehe wirklich keine Ahnung von meinen Vorhaben – und hat vermutlich schon vor Jahren die Hoffnung aufgegeben jemals in diesen Leben noch die berühmte Frage gestellt zu bekommen.
Eine harmlose Einladung zu einem Wellnessaufenthalt in ein exklusives Hotel als Geschenk war der Einstieg in unser romantisches Abenteuer. Als am ersten Tag nach dem Abendessen unser Badezimmer mit einen Rosenblätterbad und mit vielen Kerzen dekoriert war, hat sie noch immer keinen Verdacht geschöpft und einfach die romantische Atmosphäre und die darauf folgende Nacht genossen.
Als am nächsten Abend unsere Suite komplett mit Kerzen, Rosenblätterherzen, Duftölen, sanfter Musik, einer Käseplatte und Champagne dekoriert war, ist sie so aufgeregt gewesen, dass sie selbst dann noch nicht Verdacht schöpfte. Ich musste sie einmal kurz beruhigen, in die Arme nehmen, ihr tief in die Augen schauen und anschließend die berühmte Frage in einer schönen romantischen Verkleidung stellen.
Wir wussten nun zwar das wir heiraten wollen, jedoch nicht wo, nicht wann und nicht wie.
Eine herkömmliche Hochzeit mit Familie, Verwandtschaft und Musik kam für uns nicht in Frage (das war vermutlich auch der Grund für den doch recht späten Antrag). Eine Freundin erzählte von ihrer Hochzeit in der Karibik und zeigte uns ein Video davon. Eine andere Freundin hatte eine Bekannten, die angeblich auf Mauritius geheiratet hat. Natürlich hatte ich sofort große Ohren, war mir aber sicher, dass wir uns so etwas nicht leisten können. Eines Sonntags entdeckte ich eine Internetseite von „Honeymoon Highlights“ und ließ mir ein Angebot über eine Hochzeit auf Mauritius in einen Hotel, das meinen Vorstellungen für diesen Anlass gerecht erschien, erstellen. Und siehe da es war doch nicht so unleistbar, gemessen an den Kosten die uns in Österreich mit allem Drum und Dran mitsamt der Familie entstanden wären. Von diesem Zeitpunkt an begann eine Flamme zu lodern, die sich innerhalb kürzester Zeit zu einem regelrechten Buschfeuer entwickelte – es gab nur mehr ein Thema „Mauritius“.

Das buchen stellte sich schwieriger heraus als ursprünglich erwartet. Bei genauerer Betrachtung der Anbieter gab es recht große Preisunterschiede bei augenscheinlich ziemlich ähnlichen Leistungen. Hatten wir uns einmal festgelegt, war entweder kein Flug verfügbar, oder das Hotel war zu diesem Zeitpunkt nicht frei. An einen anderen Termin war zwar alles okay, jedoch der Preis hatte sich von samstagvormittags (Buchung laut Reisebüro nicht fix möglich, da Veranstalterbüro am Samstag nicht besetz) bis montagfrüh um über € 350.- bei gleicher Leistung verteuert, da Condor für diesen Flugtermin über das Wochenende die Flugpreise angeblich angehoben hat. Wir fühlten uns leicht geprellt, und haben uns auf die Suche nach einen neuen Termin gemacht – nun war das Hotel „The Residence“ optimal und frei, jedoch eine Trauung an den gewünschten Tag nicht mehr möglich, da bereits ein anderes Brautpaar diesen Termin reserviert hatte. Es wurde der Eindruck vermittelt das Hotel würde eher auf unsere Buchung verzichten, als ein zweites Brautpaar am selben Tag zu betreuen, denn an diesen Tag soll nur ein Paar das Gefühl der Einzigartigkeit und der vollen Aufmerksamkeit von allen haben. Ich muss zugeben das imponierte uns sehr, deshalb verschoben wir unseren Termin kurzfristig um einen Tag. Eine nochmalige Anfrage über den Veranstalter RUEFA an das Hotel wurde nun positiv bestätigt – nur nun war plötzlich das Flugkontingent ausgeschöpft und kein Platz mehr frei (grrrrh!). Flugs habe ich in meinem Laptop unter „condor.com“ nachgesehen und noch genügend freie Plätze entdeckt, kurz mit meinen Reisebüro verhandelt, und nur das Landprogramm gebucht - und anschließend den Flug online über Internet selbst organisiert (habe ich zwar erstmals selbst gemacht, ist aber total easy und hat super gut funktioniert – werde ich vermutlich hinkünftig öfters bei Reisen machen). Der Papierkram war auch flugs eingescannt und mittels E-Mail an den Veranstalter weitergeleitet.
Somit ging es ans Einkaufen der richtigen Klamotten für ein 5 – 6 Sterne Hotel. Üblicherweise sind wir totale Jeanstypen mit einen Menge Freizeitkleidung aber kaum Abendgarderobe. Mein Schatz ist aufgeblüht und beinahe jeden Tag mit einen neuen Stück in der Einkaufstasche und einem breiten Lächeln auf den Lippen nach Hause gekommen.
Zwei Wochen vor Abflug hat sich noch leichte Nervosität breit gemacht, wenn es um Fragen ging: haben wir nun wirklich alles Nötige besorgt, wie transportieren wir das Brautkleid, wie wird das Hotel sein, welche Uhrzeit nehmen wir für die Trauung, geht mit den Koffern alles in Ordnung, ist die dritte Änderung des Brautkleides hoffentlich jetzt die letzte und so weiter.…….
In dieser Zeit hat uns oft geholfen, wenn wir in diesen Forum gelesen haben, denn von anderen Außenstehenden hatten wir öfters den Eindruck nicht immer so verstanden zu werden.
Hier helfen solche Hochzeitsforen mit so genannten Gleichgesinnten ungemein, und deshalb habe ich mich entschlossen diesen Bericht auch ins Forum zu stellen, obwohl er von der Länge her eher als persönliches Tagebuch unserer Hochzeit zu werten ist.
Aber egal - Ihr Heiratswütigen da draußen, Ihr seit nicht alleine mit Euren Fragen und Problemen – das ist normal, und wurde von den meisten der bereits auf Mauritius getrauten, vermutlich in der einen oder anderen Form ebenfalls durchlebt.
Kurze Zeit vor dem Abflug legte sich die Aufregung in dem Bewusstsein ohnedies nicht mehr viel ändern oder organisieren zu können und eine riesige Vorfreude nahm deren Platz ein.
Übrigens eine Sonderreservierung des Essens ist unserer Meinung nach ein Posten, den man sich getrost sparen kann. Mein Schatz hatte Sonderessen „Vegetarisch“ und ich hatte „normales Flugessen“ – Preislich war der Unterschied € 36,- ansonsten kaum, außer Fleisch (Schinkenblatt) wurde weggelassen (z.B. Nudeln für mich mit Plastikbesteck – Nudeln für sie allerdings mit Metallbesteck aber um € 18,- pro Strecke teurer) Fazit „normales Essen“ und eventuell Fleisch überlassen und zurückschicken – spart ungemein!
Als wir nach einen langen Nachtflug in MRU leicht schlaftrunken ankamen, wurden wir von dem Organisationsnetzwerk des Veranstalters Exclusive Island Ltd. optimal empfangen und bestens bis zur Taxiabfahrt betreut.
Allein schon der Taxifahrer war sehr kommunikativ und hat in der einen Stunde vom Flughafen bis zum Hotel bereits eine kleine Touristenführung bezüglich Land und Leute und wichtige Sehenswürdigkeiten absolviert – wie so oft schon in diesen Forum gelesen. Dies scheint wirklich eine liebe Gewohnheit vieler Taxifahrer zu sein.
Außer ein- und aussteigen aus dem Taxi mussten wir wirklich nichts machen – alles wurde wie von Geisterhand sofort erledigt.
Am Hotel angekommen wurde erst mal die berüchtigte Glocke geläutet (gefühlt haben wir: Achtung neue liebe Gäste sind angekommen), und wir wurde nahtlos an der Treppe zum Hoteleingang von einer bereits wartenden hübschen Dame im traditionellen indischen Kolonialstil gekleidet, mit vor der Brust gefalteten Händen begrüßt und übernommen. Erst wurden wir in der riesigen offenen Hotelhalle, die mit vielen Palmen bestückt war und wobei sich überall der Geruch von Ylang-Ylang (Motto des gesamten Hotels) breit machte, auf ein gemütliches Sofa mit einem Drink gesetzt. Als nächste wurden wir von einen anderen Bediensteten mit der selben herzlichen aber nicht aufdringlichen Art begrüßt, und wir bekamen wieder das Gefühl vermittelt nicht nur endlich im Hotel zu sein, sondern bei sehr guten Freunden angekommen zu sein. Uns wurde weiters ein feuchtes kühlendes Tuch mit deutlichen Ylang-Ylanggeruch überreicht und angemerkt um das Gepäck wird sich bereits gekümmert, wann immer wir soweit sind, können wir uns an das Frühstücksbüffet setzen und uns stärken. Wir waren derart erschlagen und überwältigt von der Schönheit und Pracht der Hotelhalle und der Freundlichkeit der Bediensteten, das mein Schatz und ich beinahe zu stammeln begannen und nicht fassen konnten, ob wir nun während des Fluges eingeschlafen sind und träumen, oder ob das Wirklichkeit ist. Die über 55 m2 große Suite im letzten Stock mit separater Dusche, Badewanne, begehbaren Schrank, Flat TV und riesigen Bett war das nächste Highlight. Der Blick im Bett liegend über unseren Balkon und über einen Feng-Shui-Brunnen und Palmen direkt auf den Indischen Ozean raubte uns vollends den Atem.
Kurz nachdem wir in unseren Gemach eingecheckt hatten, hat es an der Tür geläutet und unser persönlicher Butler in weißer Kolonialstil-Uniform stellt sich vor, und meinte wann immer und was immer wir benötigen, wir sollten uns vertrauensvoll an ihn wenden, er würde sich jederzeit um alles kümmern.
Angenehm empfanden wir auch als sehr nettes Willkommensgeschenk des Hotels: die auf uns wartende gut gekühlte Flasche Champagner und das frische Obst auf unseren Zimmertisch.
Am selben Nachmittag trafen wir uns mit unseren Weddingveranstalterin Angélique von „Exclusive Island Ltd.“ und unserer persönlichen Weddingplanerin Jannick zu einer ersten Besprechung.
Da unsere Termine recht knapp gesteckt waren, aufgrund der eingangs erwähnten Vorverschiebung unserer Trauung wegen eines anderen Brautpaares, das früher gebucht hatte, war der zweite Tag im Paradies bereits für die Behördenwege in Port Louis reserviert.
Am nächsten Tag, Freitag morgens, wurden wir bereits von einem Taxilenker und unseren Dolmetscher abgeholt und durch alle Behördenwege geschleust – an der Menschenschlange vorbei durch eine Hintertür ins Büro, und flugs waren wir schon wieder fertig. Unser Guide bzw. Übersetzer muss wohl gute Kontakte gehabt haben, da wir auch an den weiteren Stellen keine Wartezeiten in Kauf nehmen mussten.
Bei der Festlegung der Trauungszeit auf dem Standesamt für Belle Mare wurde uns vom Beamten eine Uhrzeit um 17´00 angeboten, mit dem Beisatz früher ginge es leider nicht mehr. Auf die Erklärung unseres Übersetzers, das die Standesbeamten sich nur mehr in einem strengen Zeitrahmen ab ca. 16.00 Uhr bewegen können, da diese Art von Trauungen in der „Dienstzeit“ des Beamten außerhalb des Amtes nicht mehr stattfinden dürfen. Es sei zu oft vorgekommen, dass jemand anderes einen Beamten für Urkunden oder andere Auskünfte und Bestätigungen benötigt hätte, aber diese meist „auswärts“ auf Trauungen unterwegs waren. Zähneknirschend haben wir dem Termin zugestimmt, obwohl wir uns ein Zeitpunkt um 15´00 Uhr ursprünglich vorgestellt hatten. Am selben Nachmittag trafen wir und nochmals mit unserer Weddingplanerin um 14´00 Uhr und suchten Torte, Brautstrauß, Gazebo, Champagner, Friseur- u. Kosmetiktermin, Fotografenpackage und zuletzt die Örtlichkeit für die Zeremonie aus. Es war eine wunderschöne Wiese mit direktem Blick auf Strand und Meer, jedoch noch auf Hotelgelände und deshalb nicht in absoluter Öffentlichkeit – einfach schön und optimal.
Zu diesem Zeitpunkt waren wir uns der Tragweite dieser Entscheidung noch nicht bewusst. Da wir erst den zweiten Tag auf der Insel waren, und noch nicht richtig realisiert hatten, dass in Äquatornähe das Sonnenlicht um ca. 18´00 Uhr relativ bald ausgeschaltet wird.
Als wir uns am selben Tag „unseren Ort“ für die Trauung um 17´00 Uhr ansahen, waren wir leicht entsetzt, da ab diesen Zeitpunkt die Sonne begann hinter den Bäumen zu verschwinden, und der gesamte Küstenabschnitt bereits in eine Art Schatten bzw. leichte Dämmerung tauchte.
Demzufolge wären die Lichtverhältnisse nach der Trauung um ca. 17´30 Uhr für eine anschließende Fotoserie nicht mehr wirklich optimal gewesen. Die Situation stellte sich am Freitagabend für eine Trauung am darauf folgenden Montag um 17´00 Uhr nun etwas getrübt dar, oder anders gesagt, es war dringender Handlungsbedarf angesagt.
Sofort bemühten wir uns noch am selben Freitag Abend um Kontakt mit unserer Weddingplanerin Jannick und schilderten ihr unser Dilemma, das wir nicht so weit geflogen sind, und nicht soviel Geld investiert haben, um bei fast schon eintretender Dämmerung zu heiraten – etwas sehr überspitzt ausgedrückt.
Jannick sagte zu sich um unser Problem zu kümmern, aber sie könne uns erst am Montag Bescheid sagen, da auf dem Standesamt niemand mehr erreichbar war.
Wir konnten uns zwar keine brauchbare Lösung vorstellen, wenn es stimmt, das die Standesbeamten wirklich nicht vor 16´00 Uhr auf Trauungen außerhalb des Standesamtes dürfen, und die vor 17´00 liegenden Termine sicherlich schon fix verplant waren. Eine Option war auch den Fototermin vor die Trauung zu verlegen – wobei wir dann vermutlich aufgrund der Aufregung vor der Hochzeit nicht so locker auf den Fotos ausgesehen hätten.
Andererseits wussten wir nun am Freitagabend noch nicht wann wir am darauf folgenden Montag nun
wirklich unseren Termin haben. Bleibt es bei 17 Uhr oder wird er doch noch irgendwie nach vor gezogen? Nachträglich gesehen hatten wir uns dadurch in eine etwas unangenehme Situation manövriert.
Abgesehen von den Problemen, die wir uns selbst gemacht haben, war es traumhaft vom ersten Tag an. Unsere Abendessen verbrachten wir im Restaurant mit bestem Blick auf Pool und Meer bei Nacht. Was die Küche so auf die Teller zauberte war phänomenal und eigentlich zu schade zum essen – und wenn man doch davon gekostet hat, waren es meist wahre Geschmacksexplosionen im Gaumen. Französische Küche gepaart mit indischen Einflüssen, kreolischer Küche und teils auch einheimische Spezialitäten. Das Personal war derart aufmerksam aber niemals aufdringlich, sodass man nie – wirklich niemals – etwas extra bestellen musste. Isst man zum Beispiel am Samstag beim üppigen Themenbüffet „alles was das Meer bietet“ Schalentiere mit der Hand – so ist selbstverständlich, ohne auch nur einen Blickkontakt mit dem Ober aufzunehmen, bereits eine Schale mit Zitronenwasser und eine zusätzliche Stoffserviette am Tisch bevor man die Schalentiere fertig gegessen hat.
Auch bei den üblichen 4gängigen Abendessen von Montag bis Freitag wurde man stets am Restauranteingang von einer Dame erwartet, die uns bis an den von uns gewünschten Tisch begleitet hat. Dies tat sie jeweils mit einer derartigen Ruhe und Langsamkeit, sodass wir Europäer uns bemühen mussten ihr nicht auf die Fersen zu steigen, und unser eigenes Verhalten dadurch sukzessive „Entschleunigt“ wurde, und wir allgemein viel ruhiger und entspannter wurden. Dabei wurden wir immer mit diesen typisch indischen Gruß mit beiden Händen vor der Brust gefaltet begrüßt. Nachdem wir Platz genommen hatten, hat sie uns die Serviette liebevoll auf unseren Schoß gelegte.
Anschließend gab es meist auch einen kleinen „Smalltalk“ mit unseren Ober wie denn unser Tag war, und ob wir ihn genossen haben. Vorher stellte er sich uns vor und hat uns den ganzen Abend hauptverantwortlich, jedoch nicht alleine betreut. Typisch wurde uns immer „enjoy your meal“ gewünscht, und jawohl wir haben es sehr „enjoyed“
Die Getränke waren zwar etwas teuer, jedoch wir hatten bald herausgefunden, das wir besser die Hausmarke Wasser und ein Bier von der Insel bestellen mussten, um einiges günstiger wegzukommen, sonst wurde es empfindlich teuer. Bei französischen Wasser und südafrikanischen Weinen ist es ratsam vorher nach dem Preis zu fragen.
Das Frühstück ist ebenfalls eine Wucht und wie dort üblich ein Überangebot am frischen Obst, landestypischen Mehlspeisen, Würstchen, frisch zubereiteten Crepes, mehrere Müsliarten mit Trockenfrüchten, eine Menge Marmeladen und Brötchenarten sowie selbstverständlich auch einige verschiedene Arten Schwarzbrot.
Einmal am Strand oder am Pool liegend musste man auch auf absolut nichts verzichten. Kaum hatte man eine Liege ins Auge gefasst und anvisiert, kam bereits ein Butler mit einer weichen Auflage, einen Handtuch und einen gekühlten Wasser incl. Trinkbecher angelaufen. Zwischendurch kam ungefähr jede Stunde ein Butler mit irgendeiner Besonderheit vorbei. Mal war es ein Eis am Stiel, ein kühlendes feuchtes Tuch mit Ylang-Ylanggeruch oder frisches Obst aufgeschnitten zur freien Entnahme.
Man konnte sich kleine Snacks oder Salate und jede Art von Getränken am Strand von der Liege aus bestellen, und wurde flugs von einem Butler mit einen kleinen Tischchen und den georderten Essen und Getränken beglückt.
So verging der Samstag und Sonntag im Paradies recht schnell und bald war es Montag, der Tag aller Tage. Kurz nach dem Frühstück erreichte uns ein Anruf auf unserer Suite von unserer Weddingplanerin, das der neue Hochzeitstermin nun um 14´30 sei. Ich konnte vor Glück und Aufregung nicht mehr richtig zuhören und hatte den Eindruck nur mehr ein Rauschen in den Ohren zu haben.
Wir verabredeten uns sofort persönlich mit unserem Engel Jannick um unsere Termine neu zu sortieren. Überglücklich über den neuen Zeitpunkt für die Zeremonie bedankten wir uns überschwänglich bei ihr, weil sie es offenbar geschafft hat trotz der widrigen Umstände, mit etwas Beziehung und Intervention das scheinbar Unmögliche möglich zu machen.
Nun mussten natürlich alle Termine kurzfristig 2 ½ Stunden nach vorne verschoben werden. Letztendlich hat sie es geschafft trotzdem alles noch so zeitgerecht zu organisieren von Friseurtermin, Kosmetiktermin,
Brautstrauß, Torte, Fotograf und Vorbereitung der Örtlichkeit auf die Zeremonie….sodass von uns
vollkommen unbemerkt ohne ein Zutun unsererseits alles vollkommen reibungslos und absolut zeitgerecht abgelaufen ist. An dieser Stelle nochmals unseren herzlichsten Dank an unseren Weddingplaner-Engel Jannick, dass sie das in so kurzer Zeit alles noch unter einen Hut gebracht hat – Danke!
Um Punkt 14´15 standen wir beide mit klopfenden Herzen in der Lobby und nahmen bereits unsere ersten Glückwünsche entgegen, und lernten unseren Fotografen Pierre auch bereits kennen. Auch dieser von Jannick organisierte Mann war eine sehr gute Wahl von seiner Professionalität, und unserer Sympathie ihm gegenüber aus gesehen. Pierre verstand es ausgezeichnet uns mit wenigen Worten und einen coolen Schmäh zu führen und die von uns gewünschten lebendigen Fotos zu schießen. Er hat wirklich hart gearbeitet und hat teils im Sand liegend fotografiert, ist mit uns am Strand gelaufen, und wurde nicht müde uns anzufeuern möglichst natürlich auszusehen. Da Pierre selbst Artdirektor eine Künstlerfirma auf Mauritius ist, war es ihm offensichtlich auch ein Gräuel nur die üblichen „gestellten Fotos“ zu machen, was ihm, finden wir, auch gut gelungen ist.
Der Himmel zeigte sich ebenfalls von der besten Seite und es herrschte absolutes Postkartenwetter - tiefblauer Himmel mit vereinzelten kleinen Wölkchen und strahlendem Sonnenschein.
Auch beim Standesbeamten bedankte ich mich vorab für die kurzfristig mögliche Änderung des Termins. Er hatte angeblich auf seine Mittagspause verzichtet, um uns terminlich vorzuschieben, und war super freundlich und nett und hat die Trauung in einen teils humorvollen aber doch sehr festlichen und dem Anlass würdigen Rahmen abgehalten.
Nur ein einziges kleines Missgeschick ist passiert, nämlich unser Dolmetscher hat in der Informationskette als letzter anscheinend nicht die Info bekommen, das die Hochzeit von 17´00 auf 14´30 vorgezogen wurde, und ist demzufolge nicht erschienen.
Obwohl der Standesbeamte mit der Auflage kam, das die Trauung pünktlich beginnen muss, damit die nachfolgenden Termine nicht kollidieren, hat er ohne ungehalten zu werden 10 Minuten zugewartet, ob der Dolmetscher vielleicht doch noch auftaucht, da mein Schatz nicht sehr gut Englisch spricht. Danach haben wir uns geeinigt, dass er sehr langsam und deutlich spricht, damit mein Schatz ihm auch gut versteht. Ich hab gemerkt, dass bei meinen Schatz das Herz etwas schneller schlug, denn genau davor hatte sie im Vorfeld Angst, nämlich nichts zu verstehen. Der Standesbeamte leitete die Trauung mit allgemeinen Worten über die Bedeutung eines Eheversprechens ein, und machte einen kleinen lustigen Seitenhieb auf unseren Beruf mit dem Hinweis, das er glaubt wir sind sicherlich die Besten in unseren Beruf, und hat damit endgültig das Eis gebrochen, und die leicht gespannte Stimmung war wie verflogen. Ich und mein Schatz haben über beide Ohren gegrinst, und von diesen Zeitpunkt an sind wir wieder wie geschwebt. Eigentlich waren wir überhaupt nicht mehr nervös und haben die gesamte Zeremonie sehr bewusst und über alle Maßen glücklich erlebt und empfunden.
Anschließend gab es Champagner und Torte und von unseren lieben Trauzeugen Rosenblätter über unsere Köpfe gestreut.
Dann war über 1 ½ Stunden harte Arbeit mit dem Fotografen angesagt. Wir mussten laufen, uns gegenseitig auf Händen tragen, im Meer waten, im Sand liegen, cool und verwegen aussehen und immer wieder neue Posen zeigen. Zum Schluss wurden noch einige wenige „klassische“ gestellte Hochzeitsfotos in der Lobby gemacht, dann verabschiedeten wir uns von ihm und begaben uns auf unser Zimmer.
Im Zimmer fanden wir Champagner vom Hotel und ein Einladung zu einem Cocktail am Pool mit den wärmsten Glückwünschen zur Eheschließung von der Hoteldirektion vor. Daraufhin haben wir uns an diesen Tag erstmals zurückgelehnt und uns beim restlichen Kuchen und dem übrigen Champagner entspannt.
Gegen 18´00 ging es bereits wieder an den Pool, wo wir unseren Cocktail schlürften und die Glückwünsche aller möglichen Leute entgegennahmen. Selbst der General Manager der Hotelkette ließ es sich nicht nehmen uns persönlich zu gratulieren, und unterhielt sich sehr bemüht trotz unseres nicht immer perfekten Englisch mit uns. Kurz an diesen Tag gab uns wirklich jeder das Gefühl, dass einzige wichtige, von allen auf Händen getragene Paar, auf dieser weiten Welt zu sein. Jeder Butler, Gärtner, Poolpfleger, das gesamte Reinigungspersonal und alle Ober im Restaurant kannte unseren Familiennamen und dem Umstand unserer Hochzeit an diesen Tag, und gratulierte uns dementsprechend. Sogar wildfremde Gäste sind auf uns zugegangen und haben uns aufs herzlichste gratuliert, was meinen Schatz jedes Mal zu Tränen gerührt hat – mich übrigens eigentlich auch. Der absolute Höhepunkt war unser Candle-Light-Dinner auf einer kleinen Terrasse außerhalb des Restaurants über dem Pool liegend, unter einer Palme bei Vollmond mit Blick über dem Pool auf den offen indischen Ozean hinaus. Kitschiger ist es wirklich nicht mehr möglich.
Unsere Trauzeugen (Weddingplanerin Jannick und unser persönlicher Butler) haben sich extra Zeit genommen, und uns am Candle-Light-Dinner-Tisch bereits erwartet. Dort haben sie uns höchstpersönlich den Sessel zurechtgerückt und uns jeweils die Stoffserviette liebevoll auf den Schoß gelegt, und uns in der dort typischen üblichen Art ein „enjoy your dinner“ gewünscht. Wir müssten uns schon wieder bemühen vor lauter Ergriffenheit und Gerührtheit nicht zum heulen zu beginnen.
Über das Candle-Light-Dinner erübrigt es sich zu berichten, denn hat man es genossen, muss man nicht darüber reden, kennt man es noch nicht, ist jeder Erklärungsversuch vermutlich zwecklos.
Nach einem ausgedehnten Nachtspaziergang am Strand bei Vollmond und zwei abschließend an der Piano-Bar genossenen Cocktails, haben wir uns zu unserer Suite begeben. Natürlich habe ich meinen Schatz standesgemäß auf den Armen über die Türschwelle getragen. Weiters habe ich mich auch über die nette romantische Kerzenbeleuchtung im Zimmer gefreut, und meine frisch angetraute Ehefrau auf das vom Butler bereits aufgeschlagene Bett, das mit unzähligen Rosenblättern bestreut war, sachte abgelegt…..
Am nächsten Morgen gab es natürlich Frühstück auf dem Zimmer – besser gesagt auf unserem Balkon. Auch hier haben wir es als liebe Geste empfunden vom Butler bzw. vom Hotel an diesem Tag zum Frühstück eine rote Rose im Sektglas zusätzlich serviert bekommen zu haben.
Tags darauf hat unsere Betreuerin von Exclusive Island Ltd. den Kontakt mit uns aufgenommen, bevor wir uns darum bemüht haben, und hat sich händeringend entschuldigt, dass der Dolmetscher nicht zum vereinbarten Termin erschienen ist. Sie bot uns von sich aus an, die Hälfte des Preises für den Übersetzer sofort zu ersetzen, da die erste Leistung des Dolmetschers während der Behördengänge als Unterstützung ja erbracht wurde. Wir stimmten diesen Vergleich wohlwollend zu, und bekamen vollkommen ohne Bürokratie den Betrag gegen eine Übernahmebestätigung in bar rückbezahlt.
Bedenkt man, dass wir schon befürchtet haben nur über unser Reisebüro zu Hause, oder nur mit Androhung von eventuellen Konsequenzen wieder zu unserem Geld zu kommen, hat das ja wunderbar von selbst funktioniert.
Und wieder einmal hat das die Klasse unserer vermutlich dahinter steckenden Weddingplanerin Jannick gezeigt, die sicher auch hierbei die Fäden im Hintergrund gezogen hat.
Einmal haben wir das Ausflugsangebot mit einem Katamaran auf die Insel „Ile aux Cerfs“ incl. gegrillten Fischessen und Getränke in Anspruch genommen. Wir waren aber nicht so zufrieden, da die Insel etwas überlaufen und bei weitem nicht so gepflegt wie der hoteleigene Strand war. Einmal weg von unserem Paradies, wo uns jeder Wunsch von den Augen abgelesen wurde, haben wir es schon bereut, und einem für uns verlorenen Tag nachgetrauert. Wir sind beide der Meinung in den Flitterwochen sollte man nur genießen und sich in jeglicher Form verwöhnen lassen. Ein Ausflug ist zwar interessant und schön, jedoch passt er eher in einen normalen Erholungsurlaub, und nicht so sehr in die Woche eines frisch getrauten, verliebt turtelnden Ehepaares.
Nach vier Tagen haben wir unsere Heiratsurkunde mit der so genannten Apostille versehen bereits zurückbekommen. Auch unser fertiges Fotoalbum incl. Foto-CD fanden wir eines Abends romantisch auf unser Bett gelegt vor.
So verging ein Tag um den anderen und bald war es Zeit Abschied zu nehmen. Wir hatten den Eindruck nicht nur vom Hotel seinen Flair und Luxus und seinen Angestellten verzaubert worden zu sein, sondern auch die mit uns beschäftigten Angestellten etwas berührt zu haben, denn bei unseren Abschied von Jannick ist ihr bei einem letzten Foto mit „ihrem Ehepaar“ auch eine Tränen über die Wange gekollert... :::(

lg
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Super schöne Hochzeitsfotos!!!

Beitragvon Anja&Tobi2009 » Mi Jul 16, 2008 22:28

Hallo,
habe heute euren bericht gelesen, mir sind schon die Tränen gekommen, vor lauter Rührung...einfach traumhaft!

Da wir selbst auf Mauritius heiraten wollen und gerade dabei sind die Reise zusammenstellen wollte ich kurz nachfragen, ob dies bei Euch ein spezieller Fotograf war den ihr hattet??? Die Bilder sind irre schön!!!!!

Gruß Anja
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Beitragvon sanpietro » Do Jul 17, 2008 19:49

Hi Anja!
Nein wir hatten keinen speziellen Fotografen - wir wurden von unserer Wedingplanerin mit Pierre "beglückt", ohne vorher gewußt zu haben wer uns fotografieren wird.
Leider weiß ich seinen Nachnamen nicht - Jannick vom "The Residence" könnte unter Umständen weiterhelfen. Ich glaube die Hotels haben vermutlich immer mehrere, die für solche Events gebucht werden können.
:ob Wichtig ist vor allem, dass ihr euch schon im Vorfeld die eine oder andere Pose selbst überlegt um nicht nur Fotos nach den Vorstellungen des gebuchten Fotografen zu haben (auch wenn er gut ist), sondern auch einiges dabei ist, wie IHR euch eure Hochzeitsfotos vorstellt und wünscht. :ob

lg
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Beitragvon ewa » Do Jul 17, 2008 20:35

Hallo Sanpietro,

Nachträglich herzlichen Glückwunsch und möge alles, was ihr euch wünscht, in Erfüllung gehen.

Nachdem ich im Juni dieses Jahres erstmalig das Vergnügen hatte, das "The Residence" zu besuchen, habe ich mich umso mehr über Deinen Bericht gefreut.
Konnte ich Dir doch beim Lesen Deines Berichts über das Gelände folgen..
Als ich dann meine Fotos zu dem Hotel einstellen wollte, musste ich feststellen, dass es hier im Forum dazu keine Kategorie bei den Hotelbildern gibt.
Den Grund kenne ich nicht.
Es ist wirklich eine schöne Anlage, ich kann mir vorstellen, dass es traumhaft ist, dort länger als nur einen Tag zu verbringen.
Anfang Juni , als ich dort war,hat es mächtig gepustet; da konnten die Gäste den beheizten Pool sicherlich gut gebrauchen.
Ein Hotel, für die Sommermonate wunderschön, im dortigen Winter tröstet der beheizte Pool. Wer hinfährt, sollte die von der Westküste abweichenden Sonnenuntergangszeiten bedenken.

Tolle Bilder, die ihr da eingestellt habt.

Grüße aus Westfalen
ewa
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Beitragvon sanpietro » Do Jul 17, 2008 21:09

Hallo ewa

Ja, ja wer das "The Residence" kennt, dem muss man nicht viel erzählen.
Der betörende Duft des erotisierenden Duföles Ylang-Ylang im gesamten Hotelbereich. Das Hotelpersonal, dass für unser Empfinden ungewohnt freundlich und zuvorkommend ist. Immer mit einen Lächeln auf den Lippen und der typische indische Gruß mit den vor der Brust gefalteten Händen, der von jeden Angestellten praktiziert wird - egal wo und wann man jemand im Hotelbereich begegnet - versetzt einem während eines Aufenthaltes dort in eine Art Scheinwelt oder Märchenwelt.
Frei nach einem Zitat aus einer Reisezeitschrift: "Lassen Sie Ihre Sinne magische Momente erleben. Das glitzernde Meer und exotische Düfte werden Sie daran erinnern, dass es auf dieser Erde noch außergewöhnliche Orte gibt - "The Residence" ist einer davon".
Ausprobiert und für wahr empfunden. :ploppop

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Beitragvon Orthja » Fr Jul 18, 2008 17:26

Hallo SanPietro,

erstmals möchte ich euch nachträglich alles Gute zur Hochzeit wünschen.

Seit geraumer Zeit verfolge ich die Hochzeitsbeiträge hier im Forum. Ich finde es sehr schön, dass Ihr eure Erlebnisse hier reingestellt habt.

Wir möchten nächstes Jahr auf Mauritius heiraten und in unserer engeren Auswahl ist das Hotel The Residence. Morgen werden wir uns im Reisebüro entsprechende Angebot geben lassen. :())

Eure Photos sind wunderschön geworden.

Grüße, Orthja
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Beitragvon sanpietro » Sa Jul 19, 2008 13:03

Hi Orthja
Gute Wahl, obwohl es sicher noch viele andere schöne Orte und Hotels auf MRU gibt. Uns persönlich hat halt der doch schon recht exclusive Standard dieses Hauses gefallen - der aber noch nicht so abgehoben ist, sodass man sich als normal sterblicher nicht mehr wohl fühlt. Ich muss sagen wir haben schon einiges an Geld für dieses Erlebnis in die Hand genommen, aber nachträglich bin ich mir absolut sicher jeder Euro war für DIESEN Anlass gut angelegt. Ich könnte mir durchaus einen Urlaub auf Mauri in einer anderen Preiskategorie auch vorstellen, aber heiraten ist eine andere Sache. Nachher wäre uns um jede verpasste Gelegenheit uns verwöhnen zu lassen, nur das beste zu Essen, die schönst möglichen Fotos von uns zu haben, das so schön als mögliche Ambiente, usw. unendlich leid gewesen. Es ist dann unwiderbringlich Vergangenheit und nicht mehr nachzuholen in diesen besonderen Stimmung einer Hochzeit.
Wir wollten etwas besonderes, darum haben wir uns ja auch für Mauri entschieden - wenn ihr es euch leisten könnt, dann schaut nicht auf das Geld (Verstand für zwei Wochen ausschalten), und konzentriert euch nur auf das geniesen. Glaubt uns diese Erinnerung kann euch keiner mehr bis zu euren Lebensende nehmen.
In diesem Sinne viel Spass beim auswählen, buchen und vor allem beim heiraten und allem was dazugehört.

Äh - Könnten wir mit euch tauschen, wir würden gern nochmal.

lg
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Beitragvon Orthja » Sa Jul 19, 2008 22:20

Hallo SanPietro,

danke für deine Antwort. Wir waren heute in unserem Reisebüro - leider konnten Sie uns noch keinen Preis nennen, da der von uns ausgesuchte Veranstalter diese noch nicht bekannt gegeben hat.

Könntest du uns vielleicht einen Tipp geben auf was wir achten müssen? Wir hatten heute leider das Gefühl, dass die Dame im Reisebüro dies noch nie gemacht hat!

Die Dame im Reisebüro sagte uns, dass die Westküste die schöneren Strände hätte - diese Aussage hat mich etwas verwirrt!!

LG,
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Beitragvon sanpietro » So Jul 20, 2008 0:40

Hi Orthja
Wir haben über Ruefa-Österreich gebucht. Ich weiss nicht ob dieser Anbieter auch in Deutschland tätig ist, falls du in Germany wohnst. DERTOUR hat auch recht gute Komplettangebote in eigenen Hochzeitsreisekatalogen. War zu unseren Termin im April 08 nur etwas teurer wie Ruefa, aber machte keinen wirklich großer Unterschied aus.
Die Frage ob es nun die Ostküste oder die Westküste sein soll ist eine sehr individuelle Frage, und hängt von persönlichen Vorlieben, und denke ich mal auch der Jahreszeit der Reise ab. Wir bekamen im einen Reisebüro die Auskunft die Westküste wäre schöner - im anderen die Ostküste hätte die schönsten Strände :mad:
Tatsächlich befinden sich ein beträchtlicher Teil der *****/*Sterne Hotels an der Ostküste (Le Prince Maurice, Le Saint Geran, Belle Mare Plage, Le Touessrok, Le Residence), weshalb es dort nicht so schlimm aussehen kann - hätten man sonst dort solche Luxushotels gebaut? Allerdings soll es "angeblich" an der Westküste etwas mehr Sonne und wärmere Temperaturen geben (kann ich nicht beurteilen, da ich nur die Ostküste kenne) - was wichtig wäre wenn ihr im Mauritius-Winter (wenn wir in Europa Sommer haben) dorhin fliegt. Wir waren im April dort (= Herbst), und uns haben die Temperaturen und die Sonne mehr als gereicht. Weiters ist auch wichtig ob ihr sehr großen Wert auf einen romantischen Sonnenuntergang auf dem Meer legt, dann ist auch die Westküste eher zu empfehlen. An der Ostküste geht die Sonne natürlich am Horizont der Insel unter, dafür hat man aber einen wundervollen Sonnenaufgang über dem Meer, den man an der Westküste wiederum nicht hat.....
Wir haben zwar ursprünglich nicht daran gedacht keinen romantischen Sonnenuntergang an der Ostküste zu haben, sind dann kurz enttäuscht gewesen, und haben aber anschließend festggestellt das kein noch so romantischer Sonnenuntergang das Besondere dieses Hotels und deren Vorzüge aufwiegen hätte können.
Du siehst ich kann dir vermutlich nicht wirklich weiterhelfen, da ich bei einen einmaligen Aufenthalt natürlich nur einen Bruchteil der Insel gesehen habe, und eigentlich keine Ahnung habe wie es an der Westküste wirklich aussieht.
An der Ostküste haben wir allerdings einige ausgedehnte Spaziergänge und Strandläufe absolviert um einerseits am Abend wieder Platz für das köstliche Essen zu haben, und andererseits haben uns andere Hotelanlagen auch interessiert, da wir im Vorfeld auch mehrere in der engeren Auswahl hatten.
Gemessen auch an Spitzenhotels hatte unser Hotel eindeutig das außergewöhnlichste Ambiente und einen ganz besonderen Flair. Der schönste Strand war laut unseren Beobachtungen eindeutig beim Le Residence, soweit unser beschränkter Horizont während des Aufenthaltes diess zu beurteilen zugelassen hat.
lg
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Beitragvon monika » Di Jul 22, 2008 8:49

Hallo Sanpietro,
toller Bericht, super geschrieben. Macht richtig Lust auf Heiraten in Mauritius.
Gruss,
Monika
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