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ausführlicher Bericht zu Behördengängen

Alles im Zusammenhang mit Heiraten in Mauritius und Fernbeziehungen.
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ausführlicher Bericht zu Behördengängen

Beitragvon Zazie » Mo Dez 01, 2008 21:17

Hallo Zusammen!

Ich weiß, dass der Papierkram rund um die Hochzeit immer noch ein heißes Thema ist. Vielleicht kann ich dem ein oder anderen helfen, oder aber auch ein Kopfschütteln über deutsche Behörden hervorrufen. Ich habe jedenfalls geschüttelt.

Also. Wir haben folgende Papiere bei unserem Reiseunternehmen eingereicht, die spätestens drei Monate vor Antritt der Reise nach Mauritius übermittelt sein mussten:
-Die Kopien der ersten drei Doppelseiten unserer Reisepässe (in Farbe)
-je eine internationale Geburtsurkunde, die zum Zeitpunkt unserer Hochzeit nicht älter als drei Monate sein durften (in Kopie)
-das uns vom Reisebüro ausgehändigte Formblatt (natürlich ausgefüllt)

Diesbezüglich gab es weder Probleme, noch Nachfragen. Einziges Problem war, dass ich die internationale Geburtsurkunde meines Mannes (die Original-Dokumente mussten ja mit genommen werden) am Abend vor dem Abflug (ja, ich packe immer so spät) nicht finden konnte, und eine panische Suche losbrach (wenn man sonst noch nichts hat, das einen nervös werden lässt…)
Auf Mauritius war alles sehr einfach und unbürokratisch.
Den Auszug aus dem Eheregister ((?) in jedem Fall bekamen wir NICHT eine Kopie der Heiratsurkunde, die wir unterschrieben hatten, es handelte sich nur um eine Abschrift, mit recht wenigen Infos) mit Apostille bekamen wir ca. eine Woche nach der Hochzeit in unser zweites Hotel geliefert. Allerdings musste eine telefonische Erinnerung erfolgen, sonst hätte die Reiseleiterin es vermutlich vergessen.
Aber hier in Deutschland, da ging es dann los. Bereits Wochen vor dem Abflug erhielt ich aus dem www die Info, dass die Namensänderung nach neuem Recht bis zu 8 Wochen dauern kann. Das gefiel mir gar nicht, weil wir 2 Wochen nach unserer Rückreise unsere Hochzeitsfeier hatten, und ich bis dahin sooooo gerne den neuen Namen gehabt hätte.
Also bin ich vor unser Reise zwei Mal (!) zum Standesamt geflitzt (ich hatte gehofft, das zweite Mal durch eine andere Person eine andere Info zu erhalten), um beide Male in etwa folgende Info zu erhalten:
Ab dem 01.01.2009 ändert sich das Recht in Deutschland. Das Familienbuch (NICHT das Familienstammbuch!) wird abgeschafft. Bei dem Familienbuch handelt es sich um eine Kartei, in der sämtliche Ereignisse gesammelt werden, die bei der Familie eintreten (Hochzeit, Todesfälle, Geburten) und die immer beim Standesamt verbleibt. Das Stammbuch ist für einen selbst gedacht und entfaltet keine Wirkung nach außen. Das Familienbuch wird dann durch verschiedene Register ersetzt (wenn ich das alles so richtig verstanden habe, also nagelt mich nicht auf irgendwelche Fachbegriffe fest). Dann gibt es Eheregister, Geburtenregister usw. Ich glaube, diese verbleiben dann immer an dem Ort, wo sie erstellt wurden. Die Namensänderung erfolgt dann über das Zentralstandesamt I in Berlin. Und das kann bis zu 8 Wochen dauern (kann aber natürlich je nach Sachbearbeiter auch schneller gehen).
Also, die Aussage der jeweiligen Standesbeamten war folgende: das Familienbuch wird abgeschafft, daher erfolgt die Namensänderung ab sofort über das Zentralstandesamt Berlin. Auf meinen Einwand, dass die Änderung ja erst ab Januar 2009 gilt entgegneten sie beide, dass das egal sei. Die Änderung bedeute weniger Arbeit für das Standesamt, deswegen wähle man inzwischen diese Vorgehensweise. Zwar müsse eine auf Mauritius geschlossene Ehe nur eingetragen und nicht auch anerkannt werden (was nicht soooo aufwendig sei), aber deshalb könne man noch lange keine Ausnahme machen.
Kurz und gut, ich hatte mich damit schon abgefunden.
Nach unserer Hochzeit sind wir dann baldestmöglich zum Standesamt gedackelt um die Eintragung der Ehe vornehmen zu lassen. Um an dieser Stelle auf die oft gestellte Frage zu antworten, ob eine Übersetzung der Heiratsurkunde notwendig ist: Ja, sie ist. Und angeblich ist dies auch in jedem Standesamt Deutschlands so, denn die Amtssprache ist nun mal deutsch!!!
Man hat uns also unverrichteter Dinge wieder hinauskomplimentiert.
Die Übersetzung war allerdings kaum aufwendig, möglich bei jedem zugelassenen Übersetzungbüro und hat etwa 40,00 Euro gekostet.
Mit der Übersetzung sind wir dann erneut dort aufgeschlagen und an eine sehr junge und sehr nette Standesbeamtin geraten. Der haben wir erzählt, dass wir im Ausland geheiratet haben und nun die Ehe eintragen lassen, sowie meine Namensänderung beantragen wollen.
Die Standesbeamtin legte dann mit Papierkram los und ich las bald ganz erstaunt über Kopf ein Wort, das so aussah wie Familienbuch. Auf meine Nachfrage erklärte die Beamtin mir, dass die Gesetzesänderung ja erst 2009 stattfinde und ihr bis dahin freistehe, was sie mache. Wenn sie sich die Arbeit machen wolle sei das in Ordnung. Und sie wolle uns doch so gerne dazu verhelfen, möglichst schnell zu der Namensänderung zu kommen. Auf meine Nachfrage, ob es dann jetzt nur 1-2 Wochen dauere antwortete sie, dass dies früher so gewesen sei, da die Eintragung in der Regel dann durch sogenannte Experten kontrolliert wurde. Die seien aber jetzt alle mit der Umstellung auf die neue Rechtslage beschäftigt, deswegen gelte die Namensänderung ab sofort.
Bums!
Da war ich gar nicht drauf vorbereitet gewesen und taumelte etwas fassungslos zur Tür hinaus. Wir stellten uns dann noch in die Schlange, um die Eintragung der Ehe (Namensänderung beim Standesamt, Eintragung der ehe beim Bürgerbüro), um dann nach einer dreiviertel Stunde auf Nachfrage, wie lange es in der Regel dauere, zu erfahren, dass das Standesamt (jedenfalls bei Anlegen eines Familienbucheintrages) automatisch die Ehe eintragen lässt. Grmpf!
Und anscheinend ist diese Eintragung auch erfolgt, zumindest wußte die nervige GEZ plötzlich meinen neuen Namen ;-)
So, auch dieser zweite Bericht ist jetzt mehr als ausführlich geworden, ich hoffe, ich habe niemanden gelangweilt.
LG, Zazie

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Beitragvon Stina » Mo Dez 01, 2008 21:24

Liebe Zazie,

vielen Dank!!

Ganz lieben Gruß
Stina :mrgreen:
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Beitragvon Rose » Mo Dez 01, 2008 23:52

ich hab eine Frage zu der internationalen Geburtsurkunde- darf die wirklich nicht älter als 3 Monate sein? ich hab mal was von 6 Monaten gehört
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Beitragvon tine75 » Di Dez 02, 2008 14:33

Hallo Rose,

die internationale Geburtsurkunde darf nicht älter als 6 Monate sein.
War bei uns damals die Info vom Reisebüro und Monika hat es hier im Forum auch mal bestätigt.

Gruß
Tine
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Beitragvon Zazie » Di Dez 02, 2008 20:32

Uiuiui!
Böser Fehler. Natürlich habt ihr Recht und ich bitte vielmals um Verzeihung. Die Geburtsurkunden dürfen nicht älter als 6 Monate sein, und müssen spätestens drei Monate vor der Trauung auf Mauritius vorliegen.
Sorum wird ein Schuh draus. Nochmals sorry, war keine Absicht sondern bloße geistige Umnachtung! :O)

LG, Zazie
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Beitragvon kerstin+roy » Di Dez 02, 2008 20:39

Hallo,

im großen und ganzen hat Zazie den "Papierkrieg" super beschrieben. Vielen Dank dafür im Namen aller noch "Unwissenden" ;-)
Für mich in Berlin gestaltete sich die Sache jedoch etwas anders. Vielleicht helfen ja irgendjemanden hier diese Zeilen weiter !?

Wir haben 5 Wochen nach unserem Hochzeitstag endlich die Apostille erhalten und sind dann sofort zum Standesamt I für Auslandshochzeiten in Berlin-Mitte gefahren. Für alle Berliner: Man kann dort total schlecht parken!! Ich hatte schon lange Wartezeiten befürchtet, aber wir kamen sofort bei unserer Sachbearbeitern für den Buchstaben "R" dran. Wir beantragten bei ihr dann, dass wir beide den Nachnamen meines Mannes tragen wollen. Sie benötigte dazu die Heiratsurkunde und auch mein Scheidungsurteil, sowie die frühere Heiratsurkunde. Wir benötigten KEINE Übersetzung! Sie schickte uns kurz vor die Tür, wir zahlten 17 € und schon hatte ich den neuen Namen und zwei Bestätigungsschreiben darüber.
Diese legte ich dann im zuständigen Bürgerbüro für meinen neuen Personalausweis vor. Auch dort wurde die Heiratsurkunde aus Mauritius im Original ohne Übersetzung akzeptiert.

Das war's. Mehr Schritte haben wir nicht unternommen, d.h. wir sind den Weg ohne örtliches Standesamt gegangen und somit ohne Familienbuch. Alles kein Problem. Wir müssen nur gut auf die Original-Heiratsurkunde aufpassen, damit wir auch zur Not in 20 Jahren nachweisen können, dass wir verheiratet sind.

Lieben Gruß, Kerstin
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Beitragvon Zazie » Di Dez 02, 2008 22:31

Gibt´s ja gar nicht! So einfach kann das sein! :shock:
Das mit der Übersetzung ärgert mich persönlich jetzt etwas. Könntest Du uns das schriftlich und beglaubigt schicken, damit wir den netten Standesbeamten hier BEWEISEN können dass es auch ohne geht?
Diesen sturen, bornierten, und-vieles-mehr Hunden wrde ich zu gerne zeigen, dass es entgegen ihrer Behauptungen DOCH irgendwo in Deutschland anders geht ("das können Sie mir nicht erzählen, auch beim Zentralstandesamt ist deutsch die Amtssprache und nirgendwo in Deutschland läuft das ohne Übersetzung ab!!!")
Grmpf!
Naja, ich hab ja jetzt was ich wollte.....

LG, Zazie
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Beitragvon Rose » Do Dez 04, 2008 19:17

Ich hätte noch eine Frage zu den Formalitäten, braucht man außer der Apostille noch etwas beim Standesamt in Deutschland ? sprich Geburtsurkunde oder Auszug aus dem Stammbuch der Eltern- oder reicht die Heiratsurkunde + Übersetzung (natürlich ) aus?
Rose
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Beitragvon tine75 » Fr Dez 05, 2008 14:47

Hallo Rose,

bei uns hat die Apostille nicht ausgereicht, die Standesbeamtin hat noch einen Auszug aus dem Familienbuch benötigt (Geburtsurkunde), hier haben es die internationalen nicht getan.

Gruß
Tine
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Beitragvon jneube » Sa Dez 06, 2008 11:35

Hallo Rose,
ich habe letzte Woche auf Mauritius eine Mauriterin geheiratet.
Ich habe eine Kopie der Heiratsurkunde ohne Apostille mit nach Deutschland genommen, weil ich gleich nach der Hochzeit wieder zurück bin. Die Urkunde habe ich nicht mal übersetzt. Das Standesamt in Deutschland hat hier alles ohne Probleme anerkannt. Das war eine Sache von 5 Minuten.

Das Apostille hat meine Frau gleich am nächsten Tag in Port Louis abgeholt. Nach meinen Erfahrungen ist das Apostille nur für die Namensänderung und für die Beantragung des Visums auf Mauritius notwendig. In Deutschland hat bis jetzt noch niemand danach gefragt.

Übrigens habe ich auch einen ziemlichen Papierkrieg vor der Hochzeit mitgemacht. Darüber könnte ich ein Buch schreiben...

Viele Grüße
Jens
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