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Re: @little sister

Beitragvon ewa » Fr Mai 09, 2008 18:47

MmeTortue hat geschrieben:
Mein Tip, den ich (allerdings schon vor 10 Jahren) erfolgreich angewandt habe:

Briefe an das deutsche Aussenministerium, die deutsche Botschaft in Madagaskar, den Bundestagsabgeordneten Eures Wahlbezirks in denen Ihr Euer Unverstaendnis und Euren Zorn darueber aeussert, dass Repraesentanten des franzoesischen Staats es nicht zulassen, dass Euer Freund Euch - deutsche Staatsangehoerige in Deutschland - besucht.

Mme. Tortue


Hallo Little Sister,

den Vorschlag von Madame Tortue halte ich für sehr gut, denn Öffentlichkeit herstellen ist bei Willkürmaßnahmen beinahe das Einzige, was funktionieren kann.
Der derzeitige Präsident des Europaparlaments heißt Hans-Gert Pöttering, kommt hier aus der Nachbargemeinde und ist ein ansprechbarer und sehr engagierter Europäer,.
Nach dessen Intervention in der Türkei ist in den Fall "Marco" freilassungsbewegung gekommen.
Ich will die Zustände auf Mauritius nicht mit der Türkei vergleichen, was ich aber durchaus vergleiche ist das Willkürverhalten der Ämter!
Wenn sich alle Menschen alles bieten lassen, machen die "Willkürer" immer weiter.
Hier eine kurze Info zu H.G. Pöttering:
Am 16. Januar 2007 wurde Hans-Gert Pöttering zum Präsidenten des Europäischen Parlamentes gewählt.[1] Bereits im ersten Wahlgang erhielt er 100 Stimmen mehr als für die absolute Mehrheit erforderlich gewesen wären.

Aber schau selbst einmal nach.
Manchmal erreichen solche Menschen ja auch etwas über den kleinen Dienstweg.
Herr Pöttering ist übrigens auch katholisch.

Viel Erfolg weiterhin
ewa

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Es geht weiter

Beitragvon little sister » Di Mai 13, 2008 11:10

Guten Morgen an alle,

so jetzt war unser Freund gestern mit riesen Aufwand in Goodlands. Es liegt für ihn ohne Auto von der Mitte des Landes wirklich sehr ungünstig.

Der zweite Antrag, nun bei der deutschen Vertretung, ist gestellt, und die Annahme erfolgte weitaus höflicher als bei den Franzosen. Ich sehe das jetzt einfach mal als gutes Zeichen.

Wir haben vorher noch telefonisch Kontakt zu Herrn Götze und per mail zur deutschen Botschaft aufgenommen und leben nun in Hoffnung.

@ewa:

Vielen Dank für Deine tollen Anregungen. Ich werde mich auf jeden Fall an die vorgeschlagenen Stellen wenden. Ich finde wie Du, dass so ein Verhalten bei den Franzosen nur möglich ist, weil sie keiner Kontrolle durch den Bürger unterliegen. Insofern kann man nur dadurch Einfluss nehmen, indem man Öffentlichkeit herstellt. Ich habe das Gefühl, die haben den Antrag überhaupt nicht geprüft, sondern nur von dem Stapel Eingegangen auf den Stapel Abgelehnt verschoben. Ist doch so einfach, wenn keiner die Entscheidung einsehen kann.

Macht Euch einen schönen Tag

bis bald wieder

Eure little sister
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Beitragvon ewa » Di Mai 13, 2008 11:40

Hallo Little Sister,

dass alle Daumen mitgedrückt werden ist ja klar.

viel Glück
ewa
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Geschafft

Beitragvon little sister » Mi Jun 11, 2008 17:44

i:()
Hallo ins Forum,

ja, jetzt war einige Zeit nichts von mir zu hören. Allerdings müssen viele ganz kräftig die Daumen gedrückt haben. Herzlichen Dank an diejenigen, die davon aus diesem Forum kommen.

Es ist so weit. Am kommenden Freitag wird unser Freund in Deutschland landen. Wir sind alle so happy und freuen uns, dass es sich gelohnt hat, so viel Zeit und Aufwand in die Sache zu investieren.

Sollte jemand gleiches vorhaben, kann ich nur sagen, es lohnt sich nur für jemanden, den man wirklich schätzt und dem man vertraut. Wir haben uns wirklich sehr ins Zeug gelegt, und wissen, dass wir das auch nicht für jemanden tun würden, zu dem wir kein Vertrauen hätten.

Doch nun im einzelnen: Letzter Stand war, dass unser Freund einen
2. Antrag bei dem Honorarkonsul abgegeben hatte. Der Antrag ist dann zur Prüfung nach Madagaskar geschickt worden. Dabei lag ein Schreiben unseres Freundes, in dem er sich vorgestellt hat (Familienstand, soziales Umfeld, Beruf, Hobbys, soziale Akivitäten). Zeitgleich haben wir eine ausführliche Mail an die Sachbearbeiterin geschickt, in der wir noch einmal erklären, woher wir uns kennen, wer wir sind, warum wir ihn eingeladen haben. Wir kannten sie bereits von einen Telefonat ganz zu Beginn der Visumstory.

Beim Konsulat, wo er den Antrag abgeben hatte, wurde er nach Taschengeld für die Reise gefragt, so ca. 100/Woche. Er hatte einen Kontoauszug dabei, wodurch er nachweisen konnte, dass das Konto den entsprechenden Betrag aufweist. Wir haben immer wieder betont, dass alle Kosten der Reise durch uns getragen werden, und unser Freund hier kein Geld benötigt.

Nach ca. 1 Woche bekam er eine Mail von der Botschaft mit einer Frage zu seinem Studium. Man hatte sich offensichtlich bei der Universität von Mauritius nach ihm erkundigt. Schließlich wollte ca. zwei Wochen nach dem Antrag die Airline wissen, was mit der Reservierung des Fluges ist, die wir ja bereits Ende April gemacht hatten.

Also habe ich mal wieder eine Mail nach Madagaskar geschickt und nachgefragt, was mit dem Visum ist. Dann kam die freudige Mail an mich. "Der Antrag wurde positiv beschieden, bitte teilen Sie Ihrem Freund mit, er kann Montag im Konsulat das Visum abholen."

Super!! Natürlich haben wir ihm sofort eine sms geschickt. Am Montag hat er dann vorher kurz noch mal bei dem Konsulat in Goodlands angerufen, ob er noch etwas braucht. Zum Glück, denn sonst hätte er das Visum nicht ausgehändigt bekommen. Man wollte nach seinen Aussagen die festes Buchung des Fluges sehen, nicht nur die Reservierung. Also habe ich mich am Montagmorgen ans Telefon gehängt, bei Air Mauritius fest gebucht. Außerdem habe ich die Mitarbeiterin gebeten, eine entspechende Bestätigungsmail bitte direkt an das Konsulat zu schicken. Das tat sie auch und sagte aber, manchmal würde die Buchungsbestätigung nicht ausreichen, sondern man will oft das Ticket sehen. Das war aber so schnell noch nicht verfügbar. Also habe ich nun beim Konsulat angerufen, und gefragt, ob die Buchungsbestätigung ausnahmsweise ausreicht. Sie haben doch tatsächlich ja gesagt. Dann habe ich wiederum unserem Freund das OK geben, und er ist nach Goodlands gefahren. Später als das eticket dann da war, habe ich es auch noch mal an das Konsulat gemailt.

Ich kann Euch sagen, wir freuen uns nun riesig auf gemeinsame zwei Monate. Es hat sich gelohnt, von unserer Seite dran zu bleiben. Soweit die Story "Wie bekommt man ein Visum für Deutschland und die Schengenstaaten". Trotzdem dass nun alles in Butter ist, werde ich mich über das Vorgehen der französischen Botschaft bei deutschen Stellen beschweren, denn ich finde diesen Weg der Aufgabenverteilung unmöglich.

Für Eure Unterstützung danke ich herzlich und sage tschüß für heute. Habe noch viel vorzubereiten. Am Freitag um 18.20 landet er.

Eure little sister
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Beitragvon MmeTortue » Mi Jun 11, 2008 19:57

Hallo little sister!

Das sind wirklich gute Neuigkeiten und ich freue mich sehr fuer Euch und Euren Gast. Ich wuensche ihm und Euch eine schoene Zeit!

Liebe Gruesse

Mme. Tortue
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Beitragvon little sister » Di Nov 25, 2008 17:30

Guten Morgen ins Forum,

endlich habe ich mal die Zeit, Euch wieder zu schreiben. Im Moment liege ich mit Grippe im Bett, und mir geht es aber doch so gut, endlich mal in Ruhe ein wenig vom Sommer zu berichten, als unser Freund aus MUR hier war.

Eigentlich passt das Thema ja nun nicht mehr in den Bereich "Vorstellung von Mitgliedern". Wenn es daher an anderer Stelle besser passt Stefan, verschiebe es bitte einfach, und teile mir mit wo ich es finden kann.

So nun zum Sommer: Unser junger Freund ist nach der ganzen erfolgreichen Visaarie - bei der ich von Euch so viel Unterstützung bekommen habe - endlich am 13. Juni in FaM gelandet. Also, ich glaube, so viele neue Eindrücke hat er noch nicht erlebt. Wir haben die 2 Monate, die er hier war, sehr vieles gemeinsam gemacht. Er hat aber auch unserer ganz normales Leben geteilt.

Vieles hat er zu ersten Mal in seinen Leben gesehen, vieles ist auf ihn eingeströmt. Das begann schon am Flughafen. Diese Größe, diese vielen Menschen aus aller Welt, anschließend die Autobahn zur rushhour. Zur Begrüßung habe ich einen traditionellen Chuidar angezogen und bin mit der S-Bahn zum Flughafen, wo ich meinen Mann getroffen habe. War ein recht interessantes Gefühl, mit fremdländischer Kleidung als Europäerin in D herumzulaufen.

Anfangs war es recht kalt (Schafskälte ca. 15 '). Wir mußten erst mal ein paar Sachen für ihn kaufen. Er hat ganz schön gefroren.

Etwas ungewohnt war unsere Küche für ihn. Doch er ist auch zu Hause jemand, der etwas mäkelig beim Essen ist, so dass seine Familie schon scherzhaft gefragt hat, wie er in D überleben will.

Er war sehr erstaunt, dass er immer wieder von Deutschen hörte, dass er wohl angeblich aus dem Paradies käme. Dann erkannte er, dass für Mauritianer Europa den Paradiesstatus hat, es aber natürlich auch nicht ist. Also gehen wir gegenseitig vielfach mit völlig falschen Vorstellungen aufeinander zu. Er war z.B. sehr erstaunt, wie freundlich und höflich wir Deutschen wären. Für uns wiederum erstaunlich, da wir oft uns über die Ignoranz unserer Mitbürger ärgern. Aber wir haben auch schon auf MUR gemerkt, dass die Menschen keinesfalls immer nur lächeln und freundlich sind, wie in den Reisekatalogen immer beschrieben. Untereinander sind sie ebenfalls oft kurz angebunden. Unsere Gespräche über die Lebensumstände des jeweils anderen waren einfach toll, so vieles konnten wir vergleichen und kennenlernen.

Interessant war auch, dass Europa aus Sicht der Mauritianer wie ein einziges Land anmutet. Wie unterschiedlich die Länder sind, wie viele Länder es gibt, ist oft gar nicht bewußt. Wir haben viel über die Unterschiede gesprochen. Die gibt es ja selbst schon in D zwischen z.B. Nord und Süd.
Dazu kommt, dass wohl an den Schulen erst heute Geografie gelehrt wird. Als er in der Schule war, hatte er dieses Fach nicht. Ähnlich ist es wohl mit Musikunterricht; für uns alles selbstverständliche Fächer.

Insofern haben wir zuerst etwas gestaunt, als wir feststellt, dass er z.B in Geografie verschiedene Fragen stellte. Das brachte uns auf die Idee, mal über die Schulfächer zu sprechen, wodurch wir uns dann einiges erklären konnten.

Überhaupt haben wir viel miteinander gesprochen, morgens haben er und ich oft auf unserem Balkon bei einem Kaffee stundenlang über irgendwelche Themen diskutiert. Jeder von uns hat viel von dem anderen kennenlernen können und mitgenommen.

Neu war für ihn natürlich auch S-Bahn fahren, U-Bahn fahren unter den Städten, es war der erste Flug in seinem Leben.

Eine super Sache war natürlich für ihn als Fußballfan die EM. Wir haben dann immer schöne Orte ausgewählt, wo es Spass gemacht hat, mit anderen gemeinsam das Spiel anzuschauen. Als dann die Feierei anschließend losging, konnte er es kaum fassen, was auf den Straßen los war.

Hier mal ein Überblick über unsere Aktivitäten:

Stadterkundung hier in Wiesbaden

Zum ersten mal hat er Getreidefelder gesehen, er konnte Kirschen frisch aus der Region probieren, wir waren Erdbeeren pflücken. Überhaupt hat ihn das fremde Obst begeistert. Besondere Aufmerksamkeit galt den Apfelbäumen im Garten meiner Schwiegereltern.

Mitsummernightfire: Wir gehen immer zu einem Fest der Feuerwehr, die einen ca. 12 m hohen Holzturm aufschichtet. Ganz professionell, wohl nach einer Technik, wie sie in den Bergen gemacht wird. Es ist immer ein tolles Familienfest, und es dauert bis tief in die Nacht, bis die Flammen kleiner werden. Ein Erlebnis immer wieder. Er lag im Schlafsack auf der Wiese und hat es glaube ich sehr genossen.

Johannisfest in Mainz: Zum ersten Mal hat er mit meinem Mann eine Tour auf versch. Fahrgeschäften gemacht, auf denen mir nur schlecht werden würde. Seine Freude, sein Strahlen war unbeschreiblich.

Treffen mit unseren Freunden, wir sind auch von vielen eingeladen worden, so dass er gesehen hat, wie andere Deutsche leben. Ein großes Fest, die Goldene Hochzeit meiner Schwiegereltern, fand in Norddeutschland statt. Er hat mit vorbereitet, den Saal geschmückt, war integriert, hat an der Messe teilgenommen in einem traditionellen Gewand seiner hinduistischen Religion, der Kurta.

Ungewohnt war z.B. auch einen Spaziergang durch den Wald zu machen, die Natur ist anders, und auf MUR geht man einfach nicht im Wald spazieren.

Wir haben mehrere Fahrradtouren mit ihm gemacht, er ist zu ersten Mal in einem Süßwassersee gewesen, der als Freibad genutzt wird.

Er hat den Rheingau mit seinen Weinorten kennengelernt, wir waren mit ihm in Rheinhessen auf einem Weingut, Wein probieren und einkaufen.

Im Juli haben wir dann für 11 Tage eine Deutschlandtour gemacht. Wir wollten ihm unser Land gerne zeigen, so wie die Familie uns ihr Land näher gebracht hat.

Von Wiesbaden gings zuerst nach Hamburg. Dort haben wir außerhalb in der Lüneburger Heide gewohnt, bewußt in einer Jugendherberge, so wie wir früher auch als junge Leute gereist sind und es auch heute immer wieder mal gerne tun. Drei Tage waren wir dort bei super Wetter mit Hafenrundfahrt, Essen gehen, bummeln, Michelbesteigung, Alsterrundgang bei Nacht usw. Wir haben uns mit einer Freundin getroffen, die eine abendliche Fahrt nach Timmendorfer Strand vorschlug. Wir dachten erst, sie macht Witze. Aber nein keinesfalls. Nach 40 Autominuten waren wir da, und so hat er auch einen Teil des deutschen Strandes gesehen. An diesem Tag war das Meer nicht ruhig, sondern es gab ungewöhnlicherweise tolle Wellen. Nach anfänglichem Zögern traute er sich auch - trotz einem für ihn kalten Wind - wie wir die Schuhe auszuziehen und barfuss mit uns am Strand entlang zu laufen.

Dann gings nach Berlin. Es begann mit Regen, wurde aber nach dem ersten Abend wieder schön. Super war, wir waren als letzte Gruppe zum Einbruch der Dämmerung in der Reichstagskuppel. Es gab ein Feuerwerk über Berlin zu sehen, was für ihn auch neu war. Am Brandenburger Tor war gerade die Eröffnung der amerik. Botschaft; wir haben live A. Merkel sprechen gehört, waren im Adlon. Die Geschichte mit der deut. Teilung hat ihn stark interessiert und wir haben in Berlin die Spuren davon besucht. Wir waren auch in Sanssouci.

Leider hatten wir auch eine unschöne Begegnung an einer U-Bahnhaltestelle etwas außerhalb, wo wir umsteigen mußten. Es ist nichts passiert, es hätte aber leicht kippen können, da die jungen Männer alkoholisiert waren und offensichtlich mit der Hautfarbe unseres Freundes nicht umgehen konnten. Er konnte zwar nichts verstehen, aber das die Stimmung zu kippen drohte, hat er doch mitbekommen und sich auch entsprechend unwohl gefühlt. Natürlich haben wir auch mit ihm über diese Dinge und Probleme hier in D gesprochen. Aber wir haben schon gemeinsam mit der Familie auf MUR durch alkoholisierte Personen ähnliches erlebt. Es ist zwar nicht schön, aber das gibt es eigentlich leider auch in jedem Land, gibt halt kein Paradies auf Erden.

Von Berlin aus sind wir dann nach München. Auch dort haben wir liebe Freunde mit Kindern, die wir natürlich besucht haben neben der ganzen Stadterkundung. Wir waren in einer Oper. Er hatte sich gewünscht, so etwas mal auszuprobieren. Es gab Porgy and Bess.

Als Überraschung sind wir dann noch zur Zugspitze gefahren. Sein großer Wunsch, Schnee zu sehen und anzufassen endete dann in einer tollen Schneeballschlacht, denn der Berg hatte tatsächlich noch Schneereste. Und es gab eine super Fernsicht in die Alpen von 120 km, alles bei 7 ' mit Sonneschein.

Also die ganze Reise fand unter optimalen Bedingungen statt. War natürlich ganz schön eng gepackt mit übervielen Eindrücken, doch mein Mann konnte nicht mehr Urlaub nehmen.

Nach der Reise ging das Programm dann weiter. Meine alte Heimatstadt Köln stand noch für ein Wochenende auf dem Programm. Schließlich war die letzte Woche da, und wir hatten so viel noch nicht gemacht. Das endete dann in einem Akivitätsmarathon. Hier waren wir noch in dem Kunstmuseum. Die letzten zwei Tage haben wir in Frankfurt verbracht: Botanischer Garten, Senkenberg Museum (spezialisiert auf Dinosaurierfunde aus der ganze Welt; und viele andere Tiere unseres Planenten waren natürlich auch ausgestopft zu sehen, sogar ein Modell des Dodos war ausgestellt). Dann waren wir in der Stadt an sich unterwegs, Römerberg, Mainufer, Bankenviertel, Sachsenhausen.

Tja und dann kam doch tatsächlich dieser verflixte 8. August. Es hieß Abschiednehmen nach zwei Monaten, in denen wir zusammengelebt hatten. Es war ganz schön hart für uns alle. Am Flughafen gab es dann noch kurz eine Sperrung wegen unbekanntem Kofferobjekt, doch dann musste er zum Flugzeug.

Es war ein besonderer, intensiver, reicher Sommer mit so vielen tollen Erlebnissen für uns alle drei.

In Kontakt stehen wir eigentlich dauernd über jegliches Kommunikationsmedium. Und seit neustem haben sie einen neuen PC mit Webcam. Seit einer Woche können wir nun über skype telefonieren und uns sehen, denn auch wir sind dann gleich auf, eine Webcam kaufen. Also es ist eine tolle neue Qualität des Kontakts, sich sehen zu können. In der letzten Woche haben wir an drei Abenden jeweils ca. 2 Stunden mit Ihnen telefoniert. Unglaublich, toll.

Und vielleicht haben wir nächstesn Jahr wieder Besuch, dann für länger. Der Bruder, den wir ursprünglich über den Weltjugendtag als Gast hier hatten, will ins Ausland, um seinen Masters zu machen. Natürlich bewirbt er sich auch in anderen Ländern. Doch eine Bewerung geht auch an die Frankfurter Uni, die in seinem Fach einen komplett englischen Studiengang anbietet. Wenn er einen Platz bekommen würde, würde er für 2 Jahre zu uns kommen.

Im Moment würden sie sich riesig freuen, wenn wir wieder zum Jahreswechsel nach MUR kämen. Mal schauen, vielleicht.........

Ich hoffe, ich sprenge mit meinem langen Bericht nicht alles. Ihr habt uns so unterstützt mit vielen Tipps und uns Mut gemacht, nicht aufzugeben. Insofern war es mir ein Bedürfnis, Euch mal zu erzählen, wie die Zeit im Sommer war.

Allen einen schönen Tag, egal wo Ihr gerade seid. Inzwischen ist es Mittag und ich habe Hunger.

Eure little sister
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Beitragvon Dodolein » Di Nov 25, 2008 22:17

hallo little sister,

ich habe deinen bericht gerade eben gelesen, bin sprachlos und völlig begeistert!

ganz grosse klasse, was ihr mit eurem freund alles unternommen habt :!: :ploppop




liebe grüsse und gute besserung



geli


:flower2)
Da will ich wieder hin!!
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Beitragvon Inbe » Mi Nov 26, 2008 0:46

Hallo little sister,

danke für Deinen großartigen Bericht.

Es ist schön zu lesen, wie Mauritier unser Land und seine Bewohner erleben, wenn sie etwas länger als 1-2 Wochen hier verbringen.


Gute besserung und liebe Grüße
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Beitragvon stefan » Mi Nov 26, 2008 6:49

sehr schoener bericht :ploppop
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Beitragvon monika » Mi Nov 26, 2008 10:02

Hallo auch von mir,
das ist wahre Gastfreundschaft. Ich bin hingerissen von Euch.

Liebe Grüsse,
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