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Ich bin nach Mauritius ausgewandert

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Ich bin nach Mauritius ausgewandert

Beitragvon Polo » So Okt 16, 2005 20:24

Hallo,

Es ist für mich das erste Mal, daß ich in ein Forum im Internet schreibe. Über Mauritius lese ich so viel. Positives erfreut mich, Negatives aber kann ich auch verstehen.
Ich bin vor Jahren nach Mauritius ausgewandert und empfinde schon lange nicht mehr als Tourist.
Mauritius wird leider als Ikone “Paradies” im Reisesektor mißbraucht. Vielleicht nur, weil Mark Twain einmal schrieb:”Zuerst wurde Mauritius geschaffen, dann das Paradies nach seinem Vorbild”?
Als ich das erste Mal hierher kam, stieg ich bei Nieselregen in ein taxi in Richtung Trou aux Biches. Die Strecke führt über die Schnellstraße nach Grand Baie. Auf dieser Strecke durchquert man die Hochebene im Zentrum von Mauritius. Gerade hier befinden sich mehrere kleine Städte, die endlos erscheinen. Sie gheben nicht den besten Eindruck ab vom Paradies. Diesen Eindruck werde ich nicht vergessen. Ich lernte auf all meinen Weltreisen, daß der erste Moment, wenn man endlich aus dem Flieger steigt, der wichtigste Moment des Urlaubs darstellt: endlich beginnt er. Die Gerüche, die Menschen, das Klima etc.
Ihr wisst sicher, wovon ich spreche. An alle, die von Mauritius schwärmen und hier waren, vielleicht wieder kommen, aber auch an alle, die enttäuscht waren... Jeder erlebt seinen Urlaub, auch zur gleichen Zeit, anders. Der erste wird nicht so sein, wie der zweite... Wer unvorbereitet nach Mauritius kommt, sieht Mauritius vielleicht positiver ? Wenn man aber nur Hochglanzprospekte, - bilder sieht und liest, wird enttäuscht sein. Ich habe schon so viel Unsinn in deutschen Zeitungen über Mauritius gelesen, dass ich am liebsten gleich reklamiert hätte.
Obwohl ich seit mehreren Jahren auf Mauritius lebe, habe auch ich ein individuelles Empfinden. Ich habe früher in anderen Ländern oft den Fehler gemacht, alles mit Europa oder Deutschland zu vergleichen. Das war dumm. Ich habe aber gelernt, daß man sich selber erst einmal fragen sollte, was für Ansprüche man an einen Urlaub oder an ein Urlaubsland stellt.
Ich lebte eine Zeit lang in San Francisco. Ich traf Deutsche auf der Straße, hörte, wie sie sich unterhielten. Sie sagten, daß die Menschen hier (in SF) sehr freundlich seien, das gäbe es in Deutschland nicht. Das hat mich nachdenklich gemacht. Urteiln nur Deutsche so, oder haben sie gar keine Ahnung. Erstens gibt es in deutschland mehr freundliche menschen, als mancher annim mt und zweitens habe ich in den USA eine ganze menge Menschen getroffen, die alles andere als freundlich waren. Dabei schwärmen doch so viele von „drüben“. Hier auf Muritius treffe ich auch viele Touristen. Sie reagieren ganz unterschiedlich. Da ist es ganz egal, aus welchem Land sie kommen. Mauritius bietet in jedem Fall schöne Natur, Erholung, sauberes Meer-Wasser (auch das Leitungswasser kann man trinken), freundliche Menschen, gutes Essen... Wenn es allerdings mehr als ein Urlaub auf kurze Dauer sein soll, dann müsste man vieles schon wieder eingrenzen. Kulturliebhaber kommen in jeden Fall zu kurz. Und das, was geboten wird, schlägt zu Buche: hohe Eintrittsgelder (damit nur zahlungswillige Touristen kommen, man bleibt also unter sich). Unter sich bleiben auch die Pauschaltouristen, in ihren Klimabussen.
Viele Dinge bleiben also „unentdeckt“ und man fährt mit der individuellen Meinung wieder heim. Und dieser Eindruck wird weiter gegeben: Schlechtes Wetter (da es in den Subtropen ja auch mal regnen kann), nette Menschen ( die so freundlich sind, weil man zahlungskräftig und hellhäutig ist), viel schöne Natur (die überwiegend aus Zuckerrohr besteht und wenn nicht ist es in Privatbesitz und gehört FrancoMauritiern, abgesehen von den National Parks), dreckige Straßen und unverputzte oder nicht gestrichene Häuser (wobei MaxiClean Strände, Straßen und Städte säubert und das Verputzen der Häuser oder Wandfarbe eine Frage des finanziellen Standes ist), Abends sei nichts los (Mauritius ist nicht Mallorca oder Ibiza – zum Glück nicht – und außerdem hängt das damit zusammen, daß alte indische, kreolische oder moslemische Traditionen vorherrschen) usw.
Wer gerne mehr über das Leben auf Mauritius erfahren möchte oder lesen möchte, was Touristenprospekte verschweigen, kann mich gerne fragen. Vielleicht sogar vor seiner Reise, um nicht enttäuscht zu sein?

Polo

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Beitragvon Indaba » So Okt 16, 2005 22:40

Hi Polo,

herzlich willkommen hier im Forum! :welcome) Ich habe eben Deinen interessanten Bericht gelesen :dank) und freue mich schon auf weitere Beiträge von Dir!

Viele Grüße,
Carmen
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Beitragvon anne » So Okt 16, 2005 23:12

Hi Polo

auch von mir ein herzliches :welcome) aus Deutschland

ein Forum im Internet

dies hier ist auch nicht ein Forum,
sondern das Forum :ploppop

wenn Du Lust hast ,
schaue mal unter : Meldestelle ,in meinen threat:
Forumstreffen 4. oder 11. Dezember

was machst Du am Le Morne ?
ich bin neugierig, ich weiß :mrgreen:

liebe Grüße anne
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Beitragvon Klaus » Mo Okt 17, 2005 2:19

Hallo Polo,

ein sehr interessanter Bericht….und ich stimme Dir zu: Mauritius ist nicht das „Paradies“ und wird auch niemals so sein, wie es in den Hochglanz-Prospekten hier bei uns dargestellt wird. Es sei denn, man bleibt in der Kunstwelt der Hotels... aber dann muss man aus meiner Sicht auch nicht 11 Stunden im Flugzeug verbringen…

Ich war schon oft in Mauritius, und bin so 1-2 Mal pro Jahr auf der Insel. Ich sehe Jahr für Jahr immer deutlicher, dass die echte Welt in Mauritius immer komplizierter wird und mit einem „Paradies“(was immer das auch ist) nicht allzu viel zu tun hat.

Wer mit offenen Augen durch dieses Land reist wird sehr schnell merken, dass es mit der viel gerühmten Multi-Kulti-Gesellschaft nicht weit her ist. Die verschiedenen Kulturen tolerieren sich derzeit zwar, aber sie akzeptieren sich nicht wirklich. In Wirklichkeit brodelt es im Untergrund ganz gewaltig! Nur weil es diesem Land wirtschaftlich (noch) recht gut geht, kommt es derzeit zu keinen größeren Konflikten.

Was ich so kenne aus den letzten Jahren: Viele Indo-Mauritianer (= Hindus), die Geschäfte haben, stellen ganz bewusst keine Moslems oder Kreolen ein. Viele Moslems wiederum bezeichnen die Hindus nur verächtlich als „Indians“ (heißt sinngemäß-wörtlich übersetzt Indianer!). Und dann haben mir viele Hindus (z.B. dieses Jahr wieder in Triolet) erzählt, dass viele Moslems in PL bewaffnet sind, und nicht „nur“ mit ein paar Gewehren… In Triolet und anderen Orten gibt es mittlerweile schon Bezirke, wo nur Hindus oder ausschließlich nur Moslems leben. Moslems wiederum klagen darüber, dass sie von den Hindus nicht akzeptiert werden. Kreolen fühlen sich oft von allen gesellschaftlichen und religiösen Schichten ausgegrenzt und bekommen, wenn überhaupt, nur gering bezahlte Arbeit.

Also, hinter den Kulissen der weißen Strände und dem türkisfarbenen Meer sieht die Welt in Mauritius schon ganz anders aus… :shock:

LG
Klaus
Mon kontan avek Mauriz
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Beitragvon stefan » Mo Okt 17, 2005 10:31

Polo, danke fuer deinen "bericht" , schoen das du nicht alles durch die rosa rote brille siehst ;)

moechte da auch nichts hinzufuegen, nur das es das paradies, nirgends gibt und alles vor und nachteile hat. wenn man hier lebt, muss man sehen ob man mit den nachteilen klar kommt, wenn dies nicht der fall ist, so sage ich immer:
" pack deine koffer und geh" (nun nicht zu dir ;))
aber ich kann, die leute nicht verstehen die immer heulen und sagen in europa ist es so und so... weil dann sollte man bitte auch die vorteile hier sehen und nicht nur die nachteile.

habe nun nach 16 jahren mauritius einige leute kommen und gehen sehen, ich kanns den leuten nicht veruebeln das sie wieder gehen, nur sollte man fair sein und sagen, das fuer sie persoehnlich die nachteile ueberwogen und dadurch lieber wo anders wieder fuss fassen moechten.
auf der anderen seite, bleiben wieder andere hier und sind sehr zufrieden.
lernte erst neulich jemand kennen, der hier auch "heimlich" mitliest, aber auch schon geschlagene ~14 jahre hier lebt.

klaus, das was da brodelt, brodelt nicht minder in deutschland *fg*, ich finde die junge generation hat weniger schwierigkeiten mit den unterschiedlichen rassen, wie die alte.
viel ist darauf zurueck zu fuehren auf die kulturellen unterschiede, die man am ende respektieren sollte und nicht versuchen, sie zu drehen.
mauritianer haben den eigenart, story's zu machen, wo gar keine sind.
aus ner muecke wird ein elephant...

natuerlich hat es auch damit zu tun, was das soziale umfeld hergibt, mommentan gehts den mauritianern nicht schlecht und ich vergleiche es wieder mit afrika, weil es ja dazu gehoert!
arbeitslosigkeit, kann ich hier noch nicht sehen, obwohl davon gesprochen wird. aber firmen suchen leute und habens schwierigkeiten welche zu finden...

in europa, kommt doch nun erst das erwachen, nun wo der osten mit seinen billigarbeitern aufwartet und der alte europaeer, zu teuer wird.
ich gehe davon aus, das die loehne sich anpassen werden = im osten steigen die preise und im westen werden sie fallen, bis sie eines tages gleich sind.
meine guete nun schweif ich aus

gruss
stefan
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Beitragvon ManuelaK » Mo Okt 17, 2005 11:01

Hallo Polo!

Vielen Dank für deinen Bericht!

Ich muss sagen, nicht nur die Hochglanzprospekte sind schuld an diesen Klischees und zu hohen Erwartungen, sondern auch die Berichte der Leute, die bereits auf MRU waren. Als wir im Bekanntenkreis erzählten, dass wir nach MRU fliegen, sagte jeder: "Wow, toll! Ich habe dort den schönsten von all meinen Urlauben verbracht" Jeder schwärmt und bestätigt, wie traumhaft es dort ist. Na klar hört man das gerne. Und für so viel Geld kann man das auch erwarten. :O)
Ein Einziger sagte zu mir etwas anderes. Einen Tag (!) vor unserer Abreise erzählte mir ein Nachbar, dass seine Ex-Frau nach MRU ausgewandert sei und er und seine Schwiegereltern sie dort besucht hätten und es ihnen gar nicht gefallen habe. Er sagte wortwörtlich, dass MRU nicht schön ist, nur Taucher kämen auf ihre Rechnung. *Schluck* :-? Ich schüttelte das aber ab, wollte es gar nicht hören oder glauben.

Als wir dann NACH unserem Urlaub erzählten, dass es doch nicht so paradiesisch ist, gaben uns auf einmal alle Recht und sagten, sie hätten das eh gewusst, uns aber die Vorfreude nicht verderben wollen! Danke! Wäre vielleicht doch besser gewesen, die "Wahrheit" vorher zu hören, damit man nicht zu viel erwartet.

Unsere ersten Eindrücke waren die gleichen wie deine. Wir kamen ebenfalls bei Regen in MRU an und fuhren die gleiche Strecke wie du nach Trou aux Biches. Während der Fahrt wurden unsere Gesichter immer länger, wir waren beinahe sprachlos vor Entsetzen. Immer wieder klangen mir die Worte meines Nachbarn in den Ohren. Hatte er doch Recht? :::( Wir wohnten in einem der Luxushotels, sodass zumindest dort ein wenig Paradies war und wir uns eingewöhnen und auch freuen konnten. Es dauerte aber drei Tage, bis wir die ersten Eindrücke verdaut hatten und auch der anderen Seite von MRU etwas abgewinnen konnten. Aber es war trotzdem für uns ein unangenehmes Gefühl, wenn wir durch diese ärmlichen Dörfer fuhren. Man kommt sich so schäbig vor, wenn man im klimatisierten Taxi oder Bus sitzt, so viel Geld hat und diese Armut sehen muss. Ich habe mich richtig geschämt.

Die Landschaft und das Meer sind wundervoll und die Menschen wirklich sehr nett und entgegenkommend (aus welchen Motiven auch immer...), aber Paradies ist es wirklich keines. Und ich könnte mir ganz ehrlich nicht vorstellen, dort zu leben. Auf Dauer würde einem doch einiges fehlen und die große Entfernung zur Heimat ist auch so ein Punkt. Da kann man nicht so schnell mal einen Besuch zu Hause machen, für uns war der Flug ein ziemlicher Horror. Und umgekehrt hätte man plötzlich hundert "gute" Freunde in der Heimat, die einen gerne besuchen möchten... um einen billigen Traumurlaub zu verbringen... :wink) :-?

Damit keine Missverständnisse aufkommen: wir haben einen wirklich schönen Urlaub verbracht und werden sicher auch wieder kommen. Jeden Tag denke ich an diesen Urlaub, und die Erinnerungen geben mir viel Kraft und Freude. Aber man sollte halt nichts beschönigen und ehrlich sein, damit andere Leute nicht zu hohe Erwartungen haben.

Liebe Grüße
Manuela

PS: Im Nachhinein fiel mir dann ein, dass die Dame im Reisebüro uns gefragt hatte, ob wir schon auf MRU gewesen seien. Und als wir antworteten, dass es das erste Mal sei, fragte sie, ob wie Taucher seien. Als wir das verneinten, sagte sie sowas wie "Oje". Ich habe das damals nicht deuten können, aber nun weiß ich was sie gemeint hat.
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Beitragvon stefan » Mo Okt 17, 2005 11:12

ManuelaK, ich denke du uebertreibst :wink)
hier im forum denke ich, wird sehr offen gesagt was gut und was schlecht ist.

ich denke dir fehlt einfach ein wenig reise erfahrung = andere laender andere sitten.
aber wir sprachen darueber schon mit dir *denk*


wenn mauritius europa waere, waere es nicht mauritius!

ich finde die hotels schon klasse hier und denke andere laender koennen da kaum mithalten.
das dafuer ein preis zu zahlen ist, ist doch auch klar...

oder flieg in die staaten, erste welt! und schau dort mal hinter die kulissen.
oder asian
oder dunkel afrika
oder neuseeland, hast du gewusst das die die hoechste kriminalitaet haben?

also das total "blonde" sehen, ist eigendlich ein zeichen der unwissenheit.
gruesse
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Beitragvon Werner » Mo Okt 17, 2005 11:20

Ich kann Klaus nur voll zustimmen.! :Q
Speziell: Daß es kein Multi-Kulti gibt.!

Ich wollte immer schon mal einen thread aufmachen,um das *Schein-Multi-Kulti* zu hinterfragen...

Aber/UND : Einige andere Mitglieder haben ja schon was Ähnliches anklingen lassen.
Der Tourismus...mit all seinen Auswirkungen verwischt ganz sicher den Blick auf die Realitäten...
Ein *Normalo-Touri* sieht das einfach nicht,und kann es auch nicht sehen.

Was Klaus über Triolet geschrieben hat:
Pers.Frage : Hast du Kontakt zu Triolet.?
Ich kenne Triolet auch v innen und weiß,daß er hier Recht hat.

Die Kreolen fühlen sich stark benachteiligt...aber trotzdem gibt es Köpfe der Kreolen,die Karriere gemacht haben und in der Hierarchie *oben* stehen.
Hier muß man unterscheiden zwischen tatsächlicher Benachteiligung...und gefühlter Benachteiligung.
Die wahren Gründe liegen m.E. in Bildung und sozialer Schicht...weniger in rassischer Benachteiligung.
(Und natürlich in dem starken Zusammenhalt der konkurrierenden Gruppen)
____________________________________________

Es ist unbedingt richtig,daß die einzelnen ethnischen Gruppen untereinander zusammenhalten, besonders in Bezug auf Arbeits-Plätze und Heiraten...mit Allem,was sich daraus ergibt.
Vor Allem : Die Abschottung zu anderen Gruppen.

Nur der relative wirtschaftliche Wohlstand verhindert ein Ausbrechen dieser starken,aber noch unterschwelligen Konflikte.
WEHE...WEHE...wenn dieser wirtschaftliche Wohlstand mal ausbleiben sollte...
____________________________________

Eine kleine,kurze Geschichte zum Abrunden:

Ich redete mit einem (prominenten) Hindu über eine andere prominente Persönlichkeit:
Nebenbei und ohne böse Absicht erwähnte ich,daß dieser sich als white ausgegeben habe:
Reaktion:
Die immer warm-freundlichen schwarzen Augen meines Gesprächspartners wurden auf einmal knall-hart und unerbittlich und tödlich unergründlich...so wie die eines Ninja.
Die Änderung des Gesichts-Ausdruckes war erschreckend. :Q
Er hat nie mehr diesen Mann erwähnt.

Habe ich selbst erlebt.
___________________________

Wie gesagt,Klaus : Ich kann dir nur zustimmen.
___________________________

@Stefan:
Natürlich gibt es Parallelen zu DEU und EU.....
z.Bsp wird hier ja gerade eine andere ethnisch-religiöse Gruppierung etabliert...
...ergo werden die Folgerungen daraus ähnlich sein. :!:
Münzen + Scheine von Mauritius

http://www.mauritius-tipps.de/werner/index.html
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Beitragvon Goldi » Mo Okt 17, 2005 11:25

Sieht so aus, dass sich hier eine Megadiskussion entwickelt, über ein sensibeles Thema.

Polo schrieb:
Jeder erlebt seinen Urlaub, auch zur gleichen Zeit, anders. Der erste wird nicht so sein, wie der zweite... Wer unvorbereitet nach Mauritius kommt, sieht Mauritius vielleicht positiver ?

Das ist doch mit allen Dingen so. Unvoreingenommenheit ist das Beste etwas Neues auszuprobieren. Und jeder empfindet anders, das müßte erlaubt sein.
Ich stelle auch immer wieder fest, dass viele Ausländer sich deutschland oder Europa als Paradies vorstellen, bis sie mit der Realität konfrontiert werden. Und da reagiert auch jeder anders.
Das ganze Leben ist eine Reise, auf der man Erfahrungen sammelt und diese für seine Lebensplanung verwerten kann.
Ich wünsche allen einen schönen Tag.
Goldi
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Beitragvon stefan » Mo Okt 17, 2005 12:17

werner, dir duerfte nicht entgangen sein, das in jedem land, die wirtschaftliche situation sich im volke wiederspiegelt.
nur mal ein blick in die usa, new orleans, da wo die bilder der armen schwarzen zu sehen waren, die nicht fluechten konnten...

selbst in kulturellen "arbeitsverhaeltnissen" kann sich kein franco mauritianer mehr leiste die cousine einzustellen, die ne nulpe ist.

das die creolen, "benachteiligt" sind, sehe ich auch von der anderen warte, das zb. die asiaten hier arbeiten wie die bloeden, non stop.
die inder recht zuverlaessig sind und die creolen gerne partys machen und montags nicht unbedingt arbeiten muessen. :wink)
natuerlich spielen die sozialen verhaeltnisse eine rolle, aber wer wirklich will, kann sich hier entfalten ohne irgend wie benachteiligt zu werden.

das man darauf achten, das der kulturelle misch masch, auch in firmen wiedergespiegelt wird, hat vor und nachteile. zb. air mauritius, zum teil ne goverment firma, muss ein gleichgewicht finden, wen sie zb. einstellen = welche rasse. denn sie haben angst das man sagen koennte, ach da arbeiten nur inder oder mosleme oder creolen. somit kann es auch passieren, das jemand der besser ist als der andere die stelle bekommt wegen seiner rasse, weil wieder das gleichgewicht stimmen muss.
wie du siehst ist das alles eine radwanderung.

das multikulti hier, ist fuer mich in der jungen generation kein problem, siehe heiraten von a nach z, oder dasgemischte ehen keine langen gesichter bekommen. ich sehe die probs nicht wie ihr.

ich sehe das probleme auftauchen wuerden, wenn die wirtschaftliche lage den bach runter geht, aber da ist es wieder nicht anders als in aller welt oder d. siehe deutsche gegen tuerken etc.

schaut doch nur mal auf die history von mauritius, es hat einmal derbe gekracht hier zwischen moslems und inder, wann war das ~61~?

das die "verhassten" franco mauritianer, eigendlich viel wieder abgaben, was sie mal hatten, ist vielleicht ein wenig zu vergleichen mit suedafrika.
da nehm ich gerne den hut ab, denn wer gibt schon gerne was zurueck von seiner macht!?
oder sollte es vielleicht so laufen wie in simbawe, alle weg und dann...

wir leben hier auf einer kleinen insel mit so vielen verschiedenen kulturellen interressen und da muss ich sagen, das dies recht gut klappt, oder zeigt mir mal ein land wo es besser geht!?


also ich finde eure aengste, sind ueberall auf der welt zu finden, darum frag ich mich wo vor ihr euch fuerchtet?
es kann hier krachen und es kracht schon in vielen anderen laendern.

aber die history zeigt, das mauritius, blendend da steht gegenueber afrikanischen laendern.

und wer hier was machen will, kann es machen!
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