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Aloha

Beitragvon Hi » Fr Okt 21, 2005 15:17

Hallo "Polo",

da ist sehr viel wahres dran finde ich ...

Hat mich mal wieder stark zum nachdenken angeregt . :-?

Schöne Grüsse aus Berlin,

"Hi"

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Beitragvon Werner » Sa Okt 22, 2005 13:54

@polo:

Hallo polo:
Ich habe den thread gefunden,wo wir schon einmal über Mauritius diskutiert haben...unter dem Gesichtspunkt:

*Ist Mauritus eine afrikanische Insel*...(oder etwa eine asiatische.? )

http://www.info-mauritius.com/forum/ftopic1869.html

Du kannst auf diesen thread antworten...um ihn wieder *nach vorne* zu bringen...oder ihn nur lesen.

Jedenfalls steht da viel Interessantes drin ( finde ich ).

Liebe Grüße nach Mauritius : Werner
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http://www.mauritius-tipps.de/werner/index.html
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Beitragvon Goldi » Sa Okt 22, 2005 15:23

Hallo Polo


Bitte weitererzählen.....gibt es eine Fortsetzung??
Auch würden mich die sozialen Aspekte interessieren, wie z.B. die kostenlose ärztl. Behandlung für alle. Wie funktioniert das.
Auch dass alle Kinder in die Schule gehen können finde ich toll.
Gibt es auch ein "Rentensystem"??

Gespannt auf Deinen Bericht.
Gruß
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Beitragvon Polo » Sa Okt 22, 2005 19:26

Hallo Goldi,

soziale Aspekte auf Mauritius...
vieles erfährt man erst, wenn es soweit ist, sprich: man muss zum Arzt oder ins Krankenhaus ...
Hier gibt es staatliche Krankenhäuser. Je nachdem, wo man wohnt, besucht man das nächstliegende „Hospital“. Private Krankenhäuser werden „Clinic“ genannt und müssen bar bezahlt werden. Danach kann man, falls man versichert ist, mit seiner Insurance abrechnen. Jedenfalls haben die meisten „Kreisstädte“ oder größeren ortschaften eine „Dispensary“. Dort kann man zur Voruntersuchung bei Schwangerschaften gehen oder wenn man krank ist, einen Arzt aufsuchen. Wohlgemerkt gibt es wirklich nur meist EINEN Arzt (für alles). Wenn der keinen Rat weiss, schickt er einen ins nächstliegende Hospital. Die Dispensary (wo die Medikamente auch ausgegeben werden) werden von allen besucht, die es sich nicht leisten können, privat irgendwo hin zu gehen.
Oft verschreiben die Ärzte „Standardmittel“. Man muss sich schon wirklich denen hingeben und blind sein, falls man immer das schluckt, wqas die einen verabreichen. Beipackzettel werden grundsätzlich in den Papierkorb geworfen. Das habe ich auch in vielen Pharmacies gesehen. Oft kommen die Patienten und fragen den Verkäufer in einer Pharmacy. Der mag einige Kenntnisse haben, öffnet dann eine Schachtel und reicht eben nur die Tabletten über den Ladentisch. Nachlesen bei Nebenwirkungen etc. nicht möglich. Ebenso in den Dispensaries. In eine einfache Tüte werden die Tabletten gegeben. Darauf steht nur wieviel Tabletten wann genommen werden sollen, und das war`s. Man selber darf dann zuhause nicht durcheinander kommen, sonst schluckt man statt Calcium ein Schmerzmittel. Also Tütchen besser selber noch beschriften, ebenso mit Datum.
Bei Schwangerschaft erlebte ich auch mit meiner Frau eine Odyssee. Nehru Hospital in Rose Belle. Meine Frau ging 1 ½ Monate zu früh ins Krankenhaus. Laut Voruntersuchungen wurde sie hinbestellt. Man hat ihr Diabetes angedichtet und ein Mittel gespritzt, um den Blutzuckerspiegel zu heben. Als er dann zu hoch war, wurde er mit einem Gegenmittel gesenkt. Man verbreitete Panik. Möglichst schnell sollte entbunden werden – per Kaiserschnitt. Man sagte ihr, wenn nicht jetzt, würde sie ihr kind nur noch tot zur Welt bringen. Ich erkundigte mich, versuchte es zumindest. An Chefärzte kam ich nicht ran. Die Oberschwester war sehr kurz angebunden und blockte ab. Man hätte mit meiner Frau anstellen können, was sie wollten. Sie lag zudem in einem Saal mit etwa 25 Schwangeren. Ihre Liste mit den Diabeteswerten wollte ich erklärt wissen und ging zur Oberschwester. Diese riss mir die Notizen aus der Hand und behauptete, das dies mich gar nichts anging. Das wollte ich nicht auf mich sitzen lassen und bat um Einsicht der Unterlagen. Sie lehnte sich mit dem ganzen Oberkörper provokativ auf die Papiere. Ich zog sie unter ihren Armen hervor und wollte den Chefarzt sprechen. Die Patienten und Besucher um mich herum verfolgten das Geschehen, waren aber wie versteinert. Sie verhielten sich still. Als ich das Papier wiedwer in meinen Händen hielt, brüllte die Oberschwester los, ich hätte sie am Arm verletzt, was gar nicht stimmte. Sie rief daraufhin sofort die Polizei. Die kam dann auch und führte mich ab. Es wurde ein „Statement“ geschrieben und ich musste unterschreiben, dass ich nichts weiteres unternehme.
Ich ging zuruuck um meine Frau aus dem Krankenhaus heraus zu holen. Dazu musste ich unterschreiben, dass ich die Verantwortung übernehme. Ich tat es. Wir fuhren wieder nach hause. Nach 1 ½ Monat kam unsere Tochter gesund zu Welt, ohne Kaiserschnitt.
Im Falle eines Kaiserschnitts verdienen die Ärzte mehr. Soweit ich erfahren habe müssen sie ein tägliches Pensum erreichen, um ihren Bonus zu erhalten.
Eine Entbindung in einer „Clinic“ hätte ungefähr 1.000,-€ gekostet. Das Krankenhaus war kostenlos. Bezahlst Du nicht, hast Du auch keine Rechte, so ist es.
Ich sprach mit Verwandten aus der ehem. DDR. Sie bestätigten, dass es früher bei ihnen nicht anders gelaufen wäre.
Zahnärzte. Hier gilt das gleiche. Kurz und bündig: Zahlt man nichts, wird einem oft gleich der ganze Zahn herausgerissen. Wir wägen schon längst ab, wann wir „zahlen“ und wann nicht...
Rentensystem ist vorhanden. Genauso muss jeder Steuern bezahlen.
Schulsystem läuft ähnlich. Wer mehr erwartet, muss bezahlen. Ansonsten ist die Ausbildung nicht ganz kostenlos, aber sehr günstig. Es gibt christliche, moslemische etc. Schulen, aber ich hörte, dass es keine Beschränkungen gibt: dass nur Christen auf eine katholische Schule gehen dürfen. Die wohlhabenderen wählen oft eine International School“. So, das war im Kurzen, was mir persönlich so eingefallen ist.

Gruß Polo
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Beitragvon Polo » Sa Okt 22, 2005 19:26

Hallo Goldi,

soziale Aspekte auf Mauritius...
vieles erfährt man erst, wenn es soweit ist, sprich: man muss zum Arzt oder ins Krankenhaus ...
Hier gibt es staatliche Krankenhäuser. Je nachdem, wo man wohnt, besucht man das nächstliegende „Hospital“. Private Krankenhäuser werden „Clinic“ genannt und müssen bar bezahlt werden. Danach kann man, falls man versichert ist, mit seiner Insurance abrechnen. Jedenfalls haben die meisten „Kreisstädte“ oder größeren ortschaften eine „Dispensary“. Dort kann man zur Voruntersuchung bei Schwangerschaften gehen oder wenn man krank ist, einen Arzt aufsuchen. Wohlgemerkt gibt es wirklich nur meist EINEN Arzt (für alles). Wenn der keinen Rat weiss, schickt er einen ins nächstliegende Hospital. Die Dispensary (wo die Medikamente auch ausgegeben werden) werden von allen besucht, die es sich nicht leisten können, privat irgendwo hin zu gehen.
Oft verschreiben die Ärzte „Standardmittel“. Man muss sich schon wirklich denen hingeben und blind sein, falls man immer das schluckt, wqas die einen verabreichen. Beipackzettel werden grundsätzlich in den Papierkorb geworfen. Das habe ich auch in vielen Pharmacies gesehen. Oft kommen die Patienten und fragen den Verkäufer in einer Pharmacy. Der mag einige Kenntnisse haben, öffnet dann eine Schachtel und reicht eben nur die Tabletten über den Ladentisch. Nachlesen bei Nebenwirkungen etc. nicht möglich. Ebenso in den Dispensaries. In eine einfache Tüte werden die Tabletten gegeben. Darauf steht nur wieviel Tabletten wann genommen werden sollen, und das war`s. Man selber darf dann zuhause nicht durcheinander kommen, sonst schluckt man statt Calcium ein Schmerzmittel. Also Tütchen besser selber noch beschriften, ebenso mit Datum.
Bei Schwangerschaft erlebte ich auch mit meiner Frau eine Odyssee. Nehru Hospital in Rose Belle. Meine Frau ging 1 ½ Monate zu früh ins Krankenhaus. Laut Voruntersuchungen wurde sie hinbestellt. Man hat ihr Diabetes angedichtet und ein Mittel gespritzt, um den Blutzuckerspiegel zu heben. Als er dann zu hoch war, wurde er mit einem Gegenmittel gesenkt. Man verbreitete Panik. Möglichst schnell sollte entbunden werden – per Kaiserschnitt. Man sagte ihr, wenn nicht jetzt, würde sie ihr kind nur noch tot zur Welt bringen. Ich erkundigte mich, versuchte es zumindest. An Chefärzte kam ich nicht ran. Die Oberschwester war sehr kurz angebunden und blockte ab. Man hätte mit meiner Frau anstellen können, was sie wollten. Sie lag zudem in einem Saal mit etwa 25 Schwangeren. Ihre Liste mit den Diabeteswerten wollte ich erklärt wissen und ging zur Oberschwester. Diese riss mir die Notizen aus der Hand und behauptete, das dies mich gar nichts anging. Das wollte ich nicht auf mich sitzen lassen und bat um Einsicht der Unterlagen. Sie lehnte sich mit dem ganzen Oberkörper provokativ auf die Papiere. Ich zog sie unter ihren Armen hervor und wollte den Chefarzt sprechen. Die Patienten und Besucher um mich herum verfolgten das Geschehen, waren aber wie versteinert. Sie verhielten sich still. Als ich das Papier wiedwer in meinen Händen hielt, brüllte die Oberschwester los, ich hätte sie am Arm verletzt, was gar nicht stimmte. Sie rief daraufhin sofort die Polizei. Die kam dann auch und führte mich ab. Es wurde ein „Statement“ geschrieben und ich musste unterschreiben, dass ich nichts weiteres unternehme.
Ich ging zuruuck um meine Frau aus dem Krankenhaus heraus zu holen. Dazu musste ich unterschreiben, dass ich die Verantwortung übernehme. Ich tat es. Wir fuhren wieder nach hause. Nach 1 ½ Monat kam unsere Tochter gesund zu Welt, ohne Kaiserschnitt.
Im Falle eines Kaiserschnitts verdienen die Ärzte mehr. Soweit ich erfahren habe müssen sie ein tägliches Pensum erreichen, um ihren Bonus zu erhalten.
Eine Entbindung in einer „Clinic“ hätte ungefähr 1.000,-€ gekostet. Das Krankenhaus war kostenlos. Bezahlst Du nicht, hast Du auch keine Rechte, so ist es.
Ich sprach mit Verwandten aus der ehem. DDR. Sie bestätigten, dass es früher bei ihnen nicht anders gelaufen wäre.
Zahnärzte. Hier gilt das gleiche. Kurz und bündig: Zahlt man nichts, wird einem oft gleich der ganze Zahn herausgerissen. Wir wägen schon längst ab, wann wir „zahlen“ und wann nicht...
Rentensystem ist vorhanden. Genauso muss jeder Steuern bezahlen.
Schulsystem läuft ähnlich. Wer mehr erwartet, muss bezahlen. Ansonsten ist die Ausbildung nicht ganz kostenlos, aber sehr günstig. Es gibt christliche, moslemische etc. Schulen, aber ich hörte, dass es keine Beschränkungen gibt: dass nur Christen auf eine katholische Schule gehen dürfen. Die wohlhabenderen wählen oft eine International School“. So, das war im Kurzen, was mir persönlich so eingefallen ist.

Gruß Polo
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Beitragvon Polo » Sa Okt 22, 2005 19:29

oh, ich habe aus Versehen zwei Mal gedrückt, sorry

Polo
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Beitragvon Ini » So Okt 23, 2005 23:28

Hallo Stefan,

als langjähriger und glühender Mauritius-Fan hab ich schon öfter mal reingeschaut bei euch, und nachdem ich in zwei Wochen endlich wieder mal hinfliege, hab ich zur Einstimmung heute ausgiebig herumgeschmökert. Gerade die kontroversielle Sicht der gesellschaftlichen Verhältnisse interessiert mich sehr - war ich doch wie viele andere auch sofort begeistert von der Bevölkerungsvielfalt, die so friedlich auf der Insel lebt. Den Beitrag von Polo finde ich auch etwas pessimistisch, denn obwohl ich auch schnell gemerkt habe, dass es nicht immer ein miteinander, sondern ein nebeneinander ist, so ist es doch immerhin bemerkenswert, dass dieses Nebeneinander auf so engem Raum so gut funktioniert. Und in Bezug auf die angeblich so schlimm bewaffneten Moslems hatte ich denselben Gedanken, den du in deiner Antwort geschrieben hast: dass Mauritianer gerne übertreiben und gerne "Gschichtln" erzählen. Im übrigen hängt das finde ich auch zusammen damit, dass sie eben generell sehr kommunikativ sind, was ich sehr schätze, und was ja auch das kennenlernen von Menschen auf dieser Insel so einfach macht.

Nach den Anschlagen von 9/11 in den USA haben wir damals übrigens auch von einem mauritianischen Freund gehört, dass in Mru eine Al-Kaida-Zelle ausgehoben worden sei. Tja, kann sein - wenn´s so war, dann wohl deshalb, gerade weil Mru eben so friedlich und unverdächtig ist - ein ebenso guter Rückzugsort wie Deutschland oder Österreich... Meine Theorie, warum es kaum offensichtliche Konflikte zwischen den Bevölkerungsgruppen gibt, ist, dass keine Gruppe von sich behaupten kann, "Ureinwohner" zu sein. Ein Vorteil, den kaum ein anderes Land hat. Deshalb eignet sich die Insel auch nicht wirklich als Vergleich mit anderen Gebieten, in denen seit Jahrhunderten erbitterte Kämpfe geführt werden. Und diejenigen, die noch am ehesten glauben, sie wären was besseres, das sind ja wohl die Franko-Mauritianer, aber von denen gibt es zum Glück nicht mehr allzu viele.

Das Erschreckendste, das ich zum Thema Rassismus auf Mru erlebt habe, war übrigens ein Besuch im "Dodo-Club" - wo Farbige nur arbeiten dürfen, aber nicht Mitglied werden. Weiß nicht, ob das immer noch so ist, ist schon ein paar Jahre her. Im Großen und Ganzen habe ich jedenfalls nicht den Eindruck, dass sich die Zustände auch nur annähernd so verschärfen wie z.B. in Mitteleuropa - wir haben hier grade in Wien einen extrem hässlichen Wahlkampf der FPÖ miterlebt, die es mit ausländerfeindlichen Parolen auf immerhin 11 Prozent geschafft hat - da erscheint einem Mauritius tatsächlich als ein Paradies!

Dass es das vollkommene Paradies auf Erden nun mal wirklich nicht gibt, das ist meiner meinung nach völlig logisch - aber im Vergleich zu vielen anderen Orten, Ländern, Gesellschaften steigt Mauritius schon ziemlich gut aus. Wobei ich schon auch beobachte, dass sich das Land - und damit sicher auch die Menschen - über die Jahre (ich war 91 das erste mal dort) verändert hat - sicher nicht nur zum Positiven, gerade aus der Sicht eines Urlaubers. Aber schließlich ist es nur verständlich, dass auch die Mauritianer nach mehr Wohlstand und höherem Lebensstandard (im Sinne der sogenannten zivilisierten Welt) streben - wer wollte ihnen das vorwerfen? Wir Europäer? Ha! Und dass damit ein bisschen Paradieshaftes verloren geht, naja, das ist eben der Preis. Seit 91 ist die Insel definitiv geschäftiger, hektischer geworden - dafür sind die Straßen super ausgebaut, was ich (da wir immer einen Leiwagen mieten und fleißig herumglühen) durchaus zu schätzen weiß.

Am Bedenklichsten finde ich allerdings die immer höher werdende Dichte an Hotels - denn wenn irgendwann einmal kaum mehr öffentliche Strände da sind für die Mauritianer selbst, dann wird sich die Haltung Fremden gegenüber garantiert ändern, und dann könnte es schließlich doch noch kippen in eine gespielte Freundlichkeit, die nur darauf abzielt, die dummen Touris auszunehmen. Davon hab ich selbst noch kaum was bemerkt, klarerweise mit ein Grund, warum ich mich dort so wohl fühle.

Jedenfalls freu ich mich schon unsagbar darauf, schon bald wieder dort zu sein. Jetzt erst mal liebe Grüße aus dem herbstlichen Wien,

Ingrid

P.S.: Das nächst mal fass ich mich kürzer, versprochen... :-)
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Beitragvon Werner » Mo Okt 24, 2005 1:43

Zum Thema Rassismus im DoDo-Club habe ich noch einen drauf:

Ein deutscher Freund v mir (white),der in MRU verheiratet ist...darf sehr wohl alleine in den DoDo-Club gehen...

...nicht aber mit seiner kreolischen Frau,die Direktorin ist bei der Tourism Authority....( also zu *haute volee* gehört ).

Vielleicht können andere *Gemischt-Verheiratete* in MRU dazu was sagen.??

daher : Rassismus.? Nein Danke.! :mad: :pp) :beer)
_________________________________

Das Thema *Ausländer in MRU* ist aber ein grundlegend anderes als das Thema *Ausländer in DEU oder EU*
...davon aber später...
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Leben und das Leben ausprobieren...

Beitragvon Rieckchen » Di Jan 23, 2007 23:46

Hallo an alle Insider,
eure Diskussion ist nun schon eine Weile her, aber vielleicht dringt die Nachricht ja doch zu einem von euch und er oder sie hat einen Tipp für Verwirrte. Ich habe mich auf und in Mauritius verliebt und bin nach meinem letzten Besuch über den Jahreswechsel fest entschlossen es zu versuchen und mein Leben für eine unbestimmte Weile dort weiterzuführen. Mein Freund und ich wollen einfach mehr Zeit als nur 3 Wochen...Verstädnlcih, oder? ;-)))

Leider habe ich gehört, dass es nicht einfach ist, Visum oder Arbeitserlaubnis zu ergattern. Leider sind die Informationen im Internet nicht so wirklich gewinnbringend und auch die nette Dame in der Botschaft in Berlin konnte mir nicht wirklich weiterhelfen. Einen Job hätte ich bereits, aber was nun? Kennt sich jemand damit aus? Was benötige ich? Wo bekomme ich brauchbare Informationen? etc... Ich weiß, dass es nur eine geringe Chance gibt, diese Arbeitsgenehmigung zu erhalten, aber ich möchte alles versuchen. Und wenn das nicht klappt: Man könnte doch auch versuchen ein "Entry permit" für 6 monate zu bekommen, oder? Weiß jemand wie sicher das funktioniert? Ich habe auch mal gehört, dass es besser ist für 3 Monate auf Mauritius zu bleiben, dann für einen Kurzurlaub nach Reunion zu fliegen und für 3 weitere Monate einzureisen. Ist das machbar? Wie lange darf man sich max. pro Jahr in Mauritius aufhalten?

Ja, ich weiß... viele Fragen... aber ich bin im Augenblick so ungeduldig, möchte einfach mal ein paar brauchbare Infos oder Tipps. Kann mir jemand helfen???? Jetzt schon mal ein großes Dankeschön an alle, die was dazu wissen.

Viele Grüße aus dem noch doch noch eisig gewordenen Deutschland,
Ulrike
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Re: Leben und das Leben ausprobieren...

Beitragvon JoKi » Mi Jan 24, 2007 18:00

Hallo,

na dann wollen wir mal... Ich habe den Trip im Januar gerade überstanden und berichte mal ein wenig von den gewonnenen Erkenntnissen...

Rieckchen hat geschrieben:Leider habe ich gehört, dass es nicht einfach ist, Visum oder Arbeitserlaubnis zu ergattern. Einen Job hätte ich bereits, aber was nun? Kennt sich jemand damit aus? Was benötige ich? Wo bekomme ich brauchbare Informationen? etc... Ich weiß, dass es nur eine geringe Chance gibt, diese Arbeitsgenehmigung zu erhalten, aber ich möchte alles versuchen.


Also, bei mir hat das Ganze effektiv 6 Werktage gedauert und nun bin ich offiziell Resident of Mauritius. Seit Etwa November 2006 hat sich das Verfahren zum Erwerb der 'Occupation Permit' um einiges erleichtert... Was haben wir gemacht, well, hier mal die einzelnen Schritte:

1. Registrierung als Professional beim Bureau of Investment im Immigration Office in Port Louis. Damit hast du zumindest mal die erste Basis für die weiteren Formulare. Wichtig ist hier, dass du den unterschriebenen und gestempelten Arbeitsvertrag einer mauritianischen Firma vorlegen musst. Die Gebühr hatte ein Kollege für mich übernommen. Ca. 2.000 Rs als Scheck.

2. Mit der Registration as Professional im Hintergrund gehst du zu einer mauritianischen Klinik (Green Cross in Beau Bassin) und lässt dort Labortests für Blut (HIV, Hepatitis B und Blutbild), Urin und Stuhl machen. Dann brauchst du weiterhin eine Röntgenaufnahme deines Brustkorbes (Chest X-Ray). Kostenpunkt liegt bei ca. 2.500 Rs bar.

3. Mit den Laborergebnissen (dauert zwischen paar Stunden und 2 Tagen) wirst du bei einem mauritianischen Arzt vorstellig und lässt dir das entsprechende Formular über deine Tests von ihm ausfüllen und bestätigen. Kostenpunkt: ca. 650 Rs bar. Ich war bei Dr. Beegoo in Quatre Bornes (hat sein Diplom in Marseille gemacht).

4. Internationale Geburtsurkunde

5. 4 aktuelle Passbilder

6. Kopien von deinem gültigen Reisepass inkl. aller Visa-Seiten.

7. Sodele, damit hast du dann eigentlich alles an Voraussetzungen für die Occupation Permit... Achja, die 6.000 Rs bzw. 10.000 Rs musst ebenfalls als Scheck vorlegen. Cash wird im Immigration Office nicht akzeptiert.

Aber eigentlich steht das alles online auf der Website von Mauritius. Dort haben wir uns nämlich auch die ganzen Infos zusammengesammelt. Effektiv kann man die ganzen Schritte binnen einer Woche über die Bühne bekommen, zumindest war's bei uns so.

Und wenn das nicht klappt: Man könnte doch auch versuchen ein "Entry permit" für 6 monate zu bekommen, oder? Weiß jemand wie sicher das funktioniert? Ich habe auch mal gehört, dass es besser ist für 3 Monate auf Mauritius zu bleiben, dann für einen Kurzurlaub nach Reunion zu fliegen und für 3 weitere Monate einzureisen. Ist das machbar? Wie lange darf man sich max. pro Jahr in Mauritius aufhalten?


Kannst du knicken, dass ging früher einmal. Aktuell ist die Bestimmung für 6 Monate insgesamt innerhalb eines (Kalender-)Jahres. Mal kurz für 3 Wochen wohin und dann wieder zurück ist nicht. Dennoch gibt es auch hier noch eine weitere Option... Nämlich, wenn du nachweisen kannst, dass du mehr als 40.000 USD / Jahr auf Mauritius ausgeben wirst, dann stehen die Chancen auf mehr als 6 Monate besser für dich.

Zentrale Informationsquelle für eigentlich alles: http://www.gov.mu/
Residence Permit: http://www.gov.mu/portal/site/dhasite/m ... 079b521ca/

Hm, cool, die Mrs. Gowrydoss hatte meinen Antrag bearbeitet. :mrgreen:


Bis denne, JoKi
Cheers, JoKi
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