Für das Wort Mauritius gibt es 2 sehr unterschiedliche Assoziationen.
Die eine ist sicherlich: perfekter Urlaub, schöne weisse Sandstrände, Sonne, Tropen.
Die zweite Assoziation ist ein kleiner Papierschnipsel, und diese Stück lässt Herzen von Briefmarkenliebhabern höher schlagen: die
berühmte "Blaue Mauritius". 1847 als Fehldruck in Umlauf gebrach - die Marken enthielten den Aufdruck "Post Office" statt des damals im königlichen England
üblichen "Post Paid" - wurden von der Roten Mauritius und der Blauen Mauritius jeweils 500 Exemplare gedruckt. Bestellt waren Sie vom britischen Gouverneur und dessen Frau für Einladungensbriefe zu einem
Maskenball im Gouverneurssitz in Port Louis. Die Roten Marken mit dem Wert 1 Pence war für Inlandspost gedacht, der Wert der Blauen Mauritius war 2 Pence und damit für Packete oder Überseepost gedacht.
Mittlerweile gibt es nur noch 4 ungestempelte Exemplare der Blauen Mauritius. 2 sind in den Postmuseen von London und Den Haag zu besichtigen, das dritte Exemplar ist im Besitz der englischen Königin. Das letzte Exemplar ist, zusammen mit der Schwesterbriefmarke, der Roten Mauritius im Besitz der Mauritianischen "Mauritius Commercial Bank" und wird im Blue Penny Museum in der Caudan Waterfront in Port Louis ausgestellt. Hier ist sie für ein paar Minuten pro Stunde
öffentlich hinter dickem Panzerglas zu besichtigen (Kopien sind dauerhaft beleuchtet).

Der Wert der Blauen Mauritius wird mit über einer Millionen Euro veranschlagt.
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