Der Dodo- wurde Ende des 17. Jahrhunderts ausgerottet, dennoch
hat man den Eindruck, daß es nie mehr von diesen Vögeln
gegeben hat als heute: aus Holz und Porzellan, sogar aus
Muscheln zusammengesetzt, und in allen nur erdenklichen
Formen und Farben verziert er T-Shirts, Jacken, Pullover,
Taschen oder Handtücher.
Der Dodo ist wohl der bekannteste und am häufigsten
beschriebene aller ausgestorbenen Tiere der Erde. Auch war
er beliebtes Objekt der damaligen Maler. Allein achtmal malte
ihn der berühmte Schüler Jan Breughels, Röland
Savery.
Er wird als zu fett gewordenes Huhn, mit riesigem
Schnabel und fröhlich dreinschauenden Augen beschrieben.
Eindeutig geklärt wurde seine Familienzugehörigkeit
bis heute noch nicht, doch wird er zur Familie der Rallen
gezählt.
Die Dronte war etwas größer als ein
Truthahn, hatte einen großen, krummen Schnabel, der
Ansatz der Federn lag erst hinter den Augen - auf den ersten
Blick wirkte sie wie eine Karikatur des menschlichen Gesichtes.
Angeblich soll sie ausgewachsen 20-25 kg gewogen haben. Sie
hatte einen langen Hals und ihre einstigen Flügel waren
auf ungeschickt wirkende, kleine Federbüchel reduziert.
Auch vom Schwanz blieb nur eine kleine Quaste übrig.
Sie hatte einen dicken, überaus plumpen Körper und
kurze Beine.
Das Tier war schon äußerlich als fauler Bewohner
einer für ihn ungefährlichen Insel zu identifizieren.
Er hatte niemals gelernt vor irgendetwas oder irgendjemanden
die Flucht zu ergreifen oder sich zu verstecken. Da auch den
Eiern und den jungen Vögeln von niemanden Gefahr drohte,
legte er pro Jahr nur ein Ei und brütete es im Nest auf
dem Erdboden aus.
Erst die Veränderung der Natur durch die
Seefahrer aus Europa brachte natürliche Feinde auf die
Insel - Ihre ersten richtigen Feinde waren wohl die Ratten,
die schon im 16. Jahrhundert von den Schiffen der portugiesischen
Seefahrer an Land kamen. Die Holländer setzten erstmals
1528 Ziegen und Schweine auf Mauritius aus. Diese verwilderten
sofort und ernährten sich von jungen Dronten und den
noch nicht ausgebrüteten Eiern.
Die holländischen Seefahrer wußten
die Dronte als Abwechslung zum Pökelfleisch zu schätzen.
Berichten zu folge wurde das Fleisch bei langem Kochen allerdings
immer weniger mürbe und immer weniger schmackhaft.
1681 berichtet der Engländer Benjamin Harry
zum letzten Mal von einem Dodo auf Mauritius.